Multikulturelle Kinder-Kunst-Woche

Bürgermeister Klaus Pipke eröffnete die Multikulturelle Kinder-Kunst-Woche

Bürgermeister Klaus Pipke eröffnete die Multikulturelle Kinder-Kunst-Woche

Ein Projekt des Kinderschutzbundes Hennef e.V. in Zusammenarbeit mit dem INTERKULT, der interkulturellen Beratungs- und Begegnungsstätte der Stadt Hennef (21. bis 25.August 2017)

(30.08.2017, ksb) Guten Morgen! Sabah al-Kheir! Sobh bekhejr! Anneyong! Mirëmëngjes! Namaste! Auch in diesem Jahr begrüßten sich die Kinder wieder mit dem Begrüßungskanon der Multikulturellen Kinderkunstwoche. Inzwischen hat dieses Begrüßungslied drei Strophen, um alle Sprachen der Kinder aus 9 verschiedenen Ländern (Korea, Syrien, Iran, Afghanistan, Türkei, Irak, Albanien, USA, Deutschland) unterzubringen. Es war bereits die dritte Multikulturelle Kinderkunstwoche, die wieder in den Sommerferien, vom 21. bis zum 25. August, stattfand. Das Projekt wurde 2015 vom Kinderschutzbund Hennef ins Leben gerufen, mit Unterstützung von INTERKULT, der interkulturellen Beratungs- und Begegnungsstätte der Stadt Hennef und Hennefs Bürgermeister Klaus Pipke als Schirmherrn.

Eine Woche lang, waren Kinder zwischen sechs und elf Jahren in den Räumen des Kinderschutzbundes kreativ und haben miteinander Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten in vier verschiedenen Workshops entdecken können. Das Motto der Woche war: „Ich habe einen Traum…“ Angelehnt an die berühmte Rede Martin Luther Kings ging es darum, welche Welt wir uns erträumen – und wie wichtig Fantasie dabei ist.

Die Künstlerinnen Gertrud Wachendorf und Anna Karina Birkenstock arbeiteten im ersten Stock in zwei Gruppen. Bei Frau Wachendorf standen farbige Collagen im Mittelpunkt. So entstanden „Koffer voller Träume“, und auch Abstraktes wurde in der Collage-Technik umgesetzt. Im Workshop von Frau Birkenstock ging es um das Thema Bücher und Geschichten über verrückte Träume. Hier konnten die Kinder auch einmal eine Drucktechnik mit Styropor-Platten ausprobieren.

Im Erdgeschoss wurden verschiedene Objekte hergestellt. Bei der iranischen Künstlerin Rojyar Rayani wurde mit Ton gearbeitet, nebenan kleisterten die Kinder mit großer Begeisterung bunte Objekte aus Pappmaché und anderen Materialien unter der Anleitung von Anne Peters, Gisela Mildner, Heiderose Birkenstock und Jasbir Rait. Mit zum Team gehörten diesem Jahr viele Helferinnen des Kinderschutzbundes und des Interkult. Gemeinsame Aktionen, wie eine zauberhafte Geschichtenstunde bei Märchenerzählerin Erika Feldhaus und ein Besuch  in der Tanzschule Lars Stallnig rundeten die Woche ab. 

Am Freitag wurden die Arbeiten den Eltern, Freunden und interessierten Gästen in einem fröhlichen Fest präsentiert. Die Gesamtschule Hennef West stellte dafür ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. Der Glasgang in der Gartenstraße verwandelte sich in eine bunte Traumwelt mit Fantasie-Tieren, Traumbildern, geheimnisvollen Gefäßen und einem dunklen Wald mit Fledermäusen. Die Kochgruppe „Falafel triff Kartoffel“ versorgte alle Gäste kulinarisch mit Köstlichkeiten aus aller Welt. Die Teilnahme war für alle Kinder kostenlos. Dies war nur möglich, weil alle Mitarbeiterinnen ehrenamtlich tätig waren, sowie durch Förderung mehrerer Sponsoren wie der Gesamtschule Hennef-West, der Tanzschule Lars Stallnig, dem Kunst-Werk Hennef mit der Aktion 30x30=100, der Gruppe „Sticken und Gestalten“ und privaten Spendern wie die der Künstlerin Heiderose-Birkenstock Kotalla. 

Kunst bietet die einzigartige Möglichkeit, sich in einer weltumspannenden Sprache auszudrücken und die eigene Geschichte zu erzählen. In dieser Woche sind sich viele Nationen ein Stückchen näher gekommen. Es wurden neue Freundschaften geschlossen, und dabei sind wir unseren Träumen sicher ein Stück näher gekommen. Bei dem großen Engagement der Förderer und der Begeisterung im Team und bei den Kindern wird es sicher auch 2018 eine Multikulturelle Kinderkunstwoche geben! Wer die MultiKuH und weitere Angebote des Kinderschutzbundes unterstützen möchte findet unter www.kinderschutzbund-hennef.de alle nötigen Infos und auch Fotos von der MultiKuH.




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