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Weingartsgasse, Allner, Weldergoven – immer am Südhang lang

Tor zu Schloss Allner

Tor zu Schloss Allner

Schloss Allner

Schloss Allner

Fensterbild des Allner Rathauses

Fensterbild des Allner Rathauses

Allner See

Allner See

Fußgängerbrücke Weingartsgasse

Fußgängerbrücke Weingartsgasse

Impression aus Happerschoß

Impression aus Happerschoß

Auch für das Gebiet rund um Weingartsgasse und Allner wollen wir zwei Touren vorschlagen, deren Gemeinsamkeit Start- und Zielpunkt an der Gaststätte Sieglinde in Weingartsgasse ist. Diese Stelle ist nicht nur aufgrund ihres hohen Freizeitwertes bemerkenswert, sondern auch historisch interessant. In diesem Abschnitt finden Sie die Artikel "Weingartsgasse, Allner, Weldergoven – immer am Südhang lang", "Die Fensterbilder des Allner Rathauses", "Neubaugebiet Im Siegbogen", "Ein See entsteht: Allner See", "Schloss Allner", und "Honschaft, Pfarre und Freigericht Happerschoß".

An der Stelle der heutigen Fußgängerbrücke war früher eine Fähre, die die beiden Ufer miteinander verbunden hat. Die Fähre war insofern wichtig, als dass sie an der Fernstraße zwischen Düsseldorf und Frankfurt lag. Von der Fähre gelangte man in die Steinstraße in Hennef und einige Hundert Meter weiter in die Frankfurter Straße, die alte Fernhandelsstraße zwischen Köln und Frankfurt. Einige hundert Meter siegabwärts wurde unter Kurfürst Johann Wilhelm ab 1715 eine steinerne Brücke über die Sieg gebaut, die jedoch wahrscheinlich nie in Betrieb genommen wurde, weil Johann Wilhelms Nachfolger Karl Philipp weder an der Brücke, noch überhaupt am Rheinland irgendein Interesse hatte. Er verlegte seine Residenz nach München. Die Brücke diente bald nur noch als Steinbruch, beispielsweise zum Bau des barocken Kirchturms der Hennefer Kirche 1744.

Im Siegtal

Von der Siegbrücke in Weingartsgasse aus folgen wir auf der Siegpromenade der Sieg bis zur Bröltalstraße – die Promenade ist im Ort selber erst seit 2005 durchgängig begeh- und befahrbar. Hier folgen wir der Straße trotz des zuweilen starken Verkehrs bis zum Allner Hof und folgen ab dort der Siegstraße nach Weldergoven, das mit seinen sehenswerten Fachwerkhäusern einen Besuch wert ist. 

Der Siegstraße weiter auch um Kurven folgend kommen wir wieder zurück an die Sieg und spazieren entlang dem Siegdamm mit der Sieg gen Westen. Zurück auf der Bröltalstraße überqueren wir die Allner Brücke und biegen links nach Allner ab. Gut 300 Meter weiter kommen wir in die Dr.-Pagenstecher-Straße, nach weiteren 200 Metern in die Straße Im Hagen. Auch in Allner lohnt sich ein Rundgang: schöne, kleine Straßen und Gassen, hervorragend renovierte Fachwerkhäuser und liebevoll gepflegte Gärten zeugen von der Verbundenheit der Hennefer mit ihren Dörfern.

Durch die Lettestraße und am Bürgerhaus (Einkehrmöglichkeit) vorbei kommen wir unter der Autobahnbrücke hindurch auf den Spazierweg rund um den Allner See, dem wir bis zur Verlängerung des Horstmannsteges folgen. Über diesen erreichen wir wieder die Siegpromenade, auf der wir zurück zur Siegbrücke nach Weingartsgasse spazieren.

Den Berg hoch

Die zweite Tour führt uns hinauf bis nach Happerschoß und am Mühlenberg wieder hinunter. Sie folgt –ganz einfach – dem Wanderweg „NP1“ über Seligenthal am dortigen Kloster vorbei, am Berg hoch nach Happerschoß, vorbei an der Kirche und über die Siegenhardt wieder hinunter bis nach Allner. Dort kommen wir wieder auf die Dr.-Pagenstecher-Straße und folgen dem restlichen Weg wie bei Tour eins.

Es mag wundern, dass wir mit einer Tour über Seligenthal Hennefer Gebiet verlassen. Aber davon abgesehen, dass man das nicht so pingelig sehen sollte, ist es noch nicht allzu lange her, dass Seligenthal der Stadt Siegburg zugeschlagen wurde: bis zur kommunalen Neuordnung 1969 gehörte Seligenthal nämlich zur Bürgermeisterei Lauthausen.

Die Fensterbilder des Allner Rathauses

„Ein historisches Schmückstück ist zurück im Rathaus“, meldete die Hennefer Stadtverwaltung 2005. Gemeint war das Glasbild im Rathaus der Gemeinde Lauthausen in Allner, das schon 1964 für Diskussionen gesorgt hatte. Damals wurde das Rathaus Allner um einen Anbau erweitert. Die Verbindung des alten und des neuen Traktes sollte um ein Kunstwerk, genauer: ein Buntglasfenster zum Garten ergänzt werden. Dafür waren Mittel für „Kunst am Bau“ bereit gestellt werden. „Nicht jeder im Rat für moderne Malerei“ titelte am 15. Juli 1964 eine Lokalzeitung über die Diskussion im Lauthausener Gemeinderat.

Das mehrere Meter breite und hohe Buntglasfenster war vom Kölner Kunstverglaser Robert Steimel gestaltet worden und stellte die Geschichte und wichtigsten Bauwerke Lauthausens dar. Trotz Diskussion entschied sich der Gemeinderat für das Fenster. Es blieb bis 1999 an Ort und Stelle und erlebte die Zeitläufte mit. 1969 ging die bis dato selbstständige Gemeinde Lauthausen bei der kommunalen Gebietsreform in der Gemeinde Hennef auf, das Rathaus Allner wurde fortan als Sitz des Technischen Dezernates genutzt. 1981 wurde aus der Gemeinde die Stadt Hennef. Schließlich 1999: Das neue Rathaus im Zentrum Hennefs war fertig, das Rathaus Allner hatte ausgedient und das Buntglasfenster auch. Während allerdings das alte Rathaus abgerissen wurde – heute stehen dort Wohnhäuser –, lagerte das Glasbild im Städtischen Bauhof.

Bis 2005. Die Stadtspitze, allen voran der Bürgermeister, selbst in Allner groß geworden, schritten zur Tat und machten sich daran, einen alten Beschluss des Stadtrates über die Ausstellung des Buntglasfensters in die Tat umzusetzen. Tagelang pilgerten Rathausbedienstete durch die Gänge des alten und des neuen Rathauses an der Frankfurter Straße und suchten einen geeigneten Platz für das Werk. Sie wurden fündig und seit Juli 2005 ist das Buntglasfenster wieder in einem Rathaus und an der Flurwand auf der ersten Etage des Neubaues für jedermann zu besichtigen. Eine dezente Hintergrundbeleuchtung illuminiert die bunten Szenen der Lauthausener Geschichte.

Eine besondere Freude allerdings macht das Fenster all jenen, die schon im Allner Rathaus gearbeitet haben. Vor allem, so erzählt man sich, soll die natürliche Beleuchtung durch die Sonne das Bild ganz besonders schön zur Geltung gebracht haben, ähnlich wie Kirchenfenster im Gegenlicht geradezu leuchten. Im neuen Hennefer Rathaus bildet das alte, bleiverglaste Bild nun einen reizvollen Kontrast zur modernen Architektur und setzt ein optisches Zeichen für die so typische Kombination Hennefs von Tradition und Moderne.

Neubaugebiet "Im Siegbogen"

Zwölf Hektar Nettobauland, beste Lage, optimale Infrastruktur, Schulen in der Nähe, Grundschule und Kindergarten im Baugebiet, zukünftiger S-Bahn-Anschluss, Autobahn schnell erreichbar … Fakten, die Bauherren, Investoren und Stadtplaner interessieren. Das Neubaugebiet „Im Siegbogen“ erstreckt sich in dem riesigen Areal zwischen Autobahnabfahrt und Allner Hof, zwischen Weldergoven und Blankenberger Straße und ist mit das größte zusammenhängende Wohnbaugebiet in der ganzen Region. Über Jahre hat die Stadt hier Grundstück um Grundstück erworben, erschlossen und die Infrastruktur entwickelt. Zur Zeit der Entstehung dieses Buches steht ein Gesamtmarketingkonzept in den Startlöchern, um in diesem Areal eine städtebaulich hochwertige Wohnlandschaft entstehen zu lassen, die für Menschen aller Altersgruppen und Bedürfnisse einen lebenswerten Ort bieten wird.

Auf der einen Seite reicht der Blick bis zum Schloss Allner und weiter bis zum Siegburger Michaelsberg, auf der anderen Seite beginnt direkt das Naturschutzgebiet Dondorfer See. Bis zur Sieg und den dortigen Wanderwegen sind es nur wenige Schritte. Der Allner See mit seinen Freizeitmöglichkeiten von Angeln bis Baden ist ebenso nah wie das Hennefer Zentrum mit Geschäften, Cafés und Kneipen. Die Autobahn ist weit genug weg, um sie nicht zu hören, und nah genug, um für einen Theaterabend schnell nach Köln, Bonn oder in eine der Städte des Ruhrgebietes zu fahren. Über den S-Bahnanschluss ist man nach einer Station am ICE-Bahnhof Siegburg und einige Kilometer weiter sogar am Konrad-Adenauer-Airport.

Alles in allem sind das Rahmendaten, die besser nicht sein könnten. Platz bietet das Gebiet für rund 300 „Wohneinheiten“ – um in der Sprache von Bauträgern zu sprechen: Wohnungen, Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser. Konventionelle wie innovative Wohnlösungen sind hier ebenso geplant, wie die Umsetzung von modernen Wohnideen, beispielsweise dem Mehr-Generationen-Wohnen oder barrierefreien Lösungen. Nachhaltiges und ökologisch verträgliches Bauen versteht sich da von selbst.

Früher wurde das gesamte Areal landwirtschaftlich genutzt und gehörte alteingesessenen Landwirten. Dörflich, ländlich, natürlich sind also die Stichworte. Alles in allem sollen sich die Häuser dieses Wohngebietes in die Geschichte und die Struktur Hennefs einfügen und in weiteren Bereichen das Thema „Höfe“ wieder aufnehmen: Wohnhöfe mit viel Grün, vielen ruhigen Ecken und viel Platz für Kinder.

Ein See entsteht: Allner See

Ortsfremde neigen dazu, den Allner See für ein natürliches Gewässer zu halten, aber das ist nur teilweise richtig. Selbstverständlich ist der See heute ein Teil der Hennefer Natur, aber seine Entstehung verdankt er dem Bau der Autobahn 560, für deren Damm Kies und Sand benötigt wurde, die man irgendwo ausgraben musste. Das dadurch entstandene Loch wurde zum See. Dies zog sich über elf Jahre hin.

1979 begannen die Planungen, 1984 die Abgrabungsarbeiten oberhalb des Grundwassers und im Grundwasserbereich bis zu einer Tiefe von rund sechs Metern unter dem mittleren Grundwasserspiegel. Nach dem Ende der Grabungen wurde die Grube ab 1986 renaturiert: Böschungsneigungen und -ausformungen wurden festgelegt, der neue See füllte sich mit Wasser, Böschungen, Schutzstreifen und Freiflächen, die nicht abgegraben wurden, wurden bepflanzt. 1990 war der neue See fertig – zeitgleich mit der Autobahn.

Wie das so ist, regelt eine städtische Satzung, was man am See darf und was nicht. Nötig wurden diese Regeln vor allem durch den stetig wachsenden Besucherstrom im Sommer. Der komplette südliche Uferbereich ist Anglern vorbehalten, der nordwestliche Bereich ist Landschaftsschutzzone. Lediglich der nordöstliche Bereich, der über die Dr.-Pagenstecher-Straße zu erreichen ist, dient als Spiel- und Liegewiese und zum Schwimmen. Lagern, Zelten und Lagerfeuer sind verboten, zwischen 22 und 6 Uhr ist jede Art der Nutzung untersagt. Der Allner See ist nicht als Bade- oder Sportgewässer ausgewiesen, die Nutzung – darauf legt die Stadt wert – erfolgt auf eigene Gefahr.

Rund um den See finden Spaziergänger und Radfahrer einladende Wege mit vielen Bänken, um die Natur zu genießen. Über den Horstmannsteg ist man von der geschäftigen City in wenigen Minuten am See. An die in beide Richtungen der Sieg führenden Wanderwege ist der See ebenfalls gut angeschlossen – Radwegweiser zeigen, wo es langgeht. Manch ein Hennefer würde wohl gerne sein Surfbrett im See zu Wasser lassen, andere hätten Spaß an einem Bad um Mitternacht, die meisten Hennefer aber sind zufrieden mit den Regeln rund um den See und genießen, dass er binnen weniger Jahre so wirkt, als gäbe es ihn mindestens seit der letzten Eiszeit.

Schloss Allner

Versteckt hinter hohen Mauern und noch viel höheren Bäumen, von Ferne jedoch – über die Wipfeln ragend – gut zu sehen, liegt Schloss Allner am Fuße des Mühlenberges. Ein Schloss mit bewegter Geschichte, das heute nur noch zu besichtigen ist, wenn man in einer der darin gelegenen Wohnungen lebt oder von einem Besucher eingeladen wird. Ein Blick in die Geschichte zeigt auch, wo und wie man die in Hennef so geläufigen Namen Pagenstecher, Cockerill und Horstmann einzuordnen hat.

1420 wird Schloss Allner im Besitz des Arnold von Markelsbach erstmals urkundlich genannt. Mitte des 16. Jahrhunderts kommt der Rittersitz Allner durch Heirat in den Besitz des 1568 gestorbenen Wallraff Scheiffart von Merode. Um 1650 vergrößert Bertram Scheiffart von Merode den Kernbau des Rittersitzes Allner und leitet damit die Entwicklung der zweiteiligen Wasserburg zum „Schloss“ ein. Zwischen 1700 und 1827 wechselt das Schloss mehrfach den Eigentümer, kommt dann über die Heirat der Eigentümerin Wilhelmine Helene Gräfin von Hatzfeld mit Maximilian von Loe in den Besitz der Familie von Loe. 

Maximilian von Loe, 1801 geboren, war zu seiner Zeit eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Rheinlandes: Wortführer des ritterbürtigen rheinischen Adels und der kirchlich-konservativen Katholiken, 1837 bis 1845 Mitglied des Provinziallandtages und seit 1837 auch Landrat des Siegkreises, wobei er sein landrätliches Büro auf Schloss Allner aufschlägt. Nach seinem Tod 1850 verlassen die Erben das Schloss, das nun leer steht. 

1870 kauft der Düsseldorfer Augenarzt Dr. Mooren das Schloss und lässt es durch den Franziskanerbruder Paschalis im gotischen Stil umbauen, verkauft es aber schon 1883 an den Aachener Industriellen Philipp Heinrich Cockerill. Dessen Tochter und ihr Ehemann Graf Alfred Adelmann von Adelmannsfelden (!) beziehen das Schloss, 1884 wird dort ihre einzige Tochter, Irma, geboren, die ab 1923 das Schloss mit ihrem Ehemann Dr. Adolf Pagenstecher bewohnt und Eigentümerin wird. 1928 wird ihre Tochter Lucy Pagenstecher geboren und in der Schlosskapelle getauft.

1945 wird das Schloss durch Artilleriefeuer schwer beschädigt. Ab 1948 gehörte das Schloss Lucy Pagenstecher alleine, die 1950 den Forstwirt Rainer C. Horstmann heiratet. Die Schäden am Schloss werden bis 1962 repariert. 1953 stellt das Ehepaar das Schloss der Caritas gegen einen symbolischen Preis von einer Mark als Kinderheim zur Verfügung. Das „Cockerill-Kinderheim“ wird bis 1973 betrieben. Danach steht das Schloss leer. Rainer C. Horstmann stirbt 1970. Er war von 1956 bis 1969 Bürgermeister der Gemeinde Lauthausen, 1961 bis 1969 Mitglied des Kreistages, 1964 bis 1969 Landrat des Siegkreises. Nach der kommunalen Neugliederung war er bis zu seinem Tod Mitglied des Hennefer Gemeinderates.

1979 verkauft die Horstmannsche Verwaltungsgesellschaft Schloss Allner mit dem dazugehörigen weiträumigen Park an eine Bauherrengesellschaft. Anschließend kommt es zu diversen Besitzerzwechseln, vielfältigen Zerstörungen am Schloss und Plünderungen der Inneneinrichtung, so dass der Hennefer Stadtdirektor im Winter 1983/84 sogar Fenster und Türen zumauern lässt, um weitere Zerstörungen zu verhindern. Ab 1985 schließlich entstehen im Schloss und den umliegenden Wirtschaftsgebäuden und Stallungen Eigentumswohnungen und Wohnhäuser, wobei jedoch die historische Substanz im Inneren modernen Wohnanforderungen weichen muss.

Honschaft, Pfarre und Freigericht Happerschoß

Oberhalb der Sieg und des Mühlenberges, zwischen Neunkirchen und Bröl, der Wahnbachtalsperre und Weingartsgasse, liegen dicht beieinander wie malerische Kleckse, die beiden schönen Dörfer Happerschoß und Heisterschoß, drumherum sattgrüne Natur und ein Ausblick, der alleine schon einen Besuch wert ist.

Happerschoß wurde als „haperscozze“ erstmals im Jahre 1054 in einer Schenkungsurkunde erwähnt: Königin Richeza von Polen schenkte nach dem Tod ihres Bruders der Abtei Brauweiler Güter und Ländereien, darunter 15 Morgen und ein Gutshaus in eben jenem Happerschoß. Wahrscheinlich befand sich dort auch eine Kapelle, geweiht dem Heiligen Remigius, dem in fränkischer Zeit zwischen 700 und 1200 viele Gotteshäuser geweiht wurden. Bekannt ist, dass Erzbischof Anno II. in Happerschoß im 11. Jahrhundert eine neue Kirche erbauen ließ, der auch Heisterschoß unterstellt war. Die Kirche in Happerschoß gehörte zur Pfarre Geistingen. 

Es ist anzunehmen, dass das 1054 verschenkte Gut auch Gerichtsbezirk war. 1348 wurde das Gericht von „Furst und Herr Hertzog Reynart, Vaidt van dem Berghe“ mit weiteren Rechten ausgestattet, es wird – in der Sprache der Zeit – „gebessert“: „eyn offensichtlich gericht gebessert zu Happerschoß in dem Landt van dem Berghe“. Das Freigericht Happerschoß unterstand direkt dem Herzog, bestand aus einem Schultheiß und acht geborenen Schöffen, die alle auf den Landesfürsten vereidigt waren; es wurde dreimal im Jahre abgehalten. Es überwachte den Zustand der Wege und Stege, die Kirchenzucht zu Happerschoß und Herchen, die eheliche Treue sowie Gewichte und Maße beim Verkauf von Nahrungsmitteln. 

1791, Happerschoß ist nach wie vor eigenständige Gemeinde, eine Honschaft, gab es dort nachgewiesenermaßen eine Schule, wie auch in Blankenberg, Bödingen, Broichhausen, Fernegierscheid, Geistingen, Hanf, Hennef, Mittelscheid, Rott, Söven, Striefen, Uckerath und Warth. In französischer Zeit wurde die Gemeinde Happerschoß Teil der Mairie Lauthausen und blieb auch später Teil der Gemeinde Lauthausen. 

Am 11. August 1807 wurde Happerschoß Opfer einer Brandkatastrophe, bei der binnen drei Stunden 36 Häuser und 22 mit Getreide gefüllte Scheunen und die alte Kirche Annos II. abbrannten. Drei Jahre später erließen die napoleonischen Herrscher ein Dekret, dem zufolge die Pfarrgemeinde aufgelöst werde sollte. Zuständige Pfarre sollte Bödingen werden, untergeordnete Pfarre (sog. Succursal-Pfarre) Seligenthal. Weder der damalige Pfarrer Sturm, noch die Happerschoßer Bevölkerung waren jedoch gewillt, sich dem Dekret zu beugen, zumal es ein Regierungsdekret war und kein erzbischöfliches. Die Bewohner beschlossen gar, auf eigene Kosten eine neue Kirche zu bauen. Mit Erfolg: Nachdem sie jahrelang in einer Scheune Gottesdienst hatten abhalten müssen, feierten die Happerschoßer diesen am 25. Dezember 1818 erstmals in der neuen Kirche, die selbstverständlich wieder dem Heiligen Remigius geweiht war.




Der Bürgermeister

Volksbegehren G9

Volksbegehren G9

Mit Beschluss vom 13. Dezember 2016 hat die Landesregierung die amtliche Listenauslegung (2. Februar bis 7. Juni 2017) und die parallele Durchführung der Unterschriftensammlung (5. Januar 2017 bis 4. Januar 2018) für das Volksbegehren "Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien: Mehr Zeit für gute Bildung - G9 jetzt!" zugelassen. Ziel des Volksbegehrens ist es, dass an Gymnasien in Nordrhein Westfalen das Abitur wieder nach einer Regelschulzeit von 13 Jahren abgelegt wird. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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