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Rosental, Bergbau und Mehr

Blick ins Rosental

Blick ins Rosental

Blick ins Rosental

Blick ins Rosental

Hoffest auf Hommerich

Hoffest auf Hommerich

Grube Ziehten

Grube Ziehten

Alte Schule in der Steinstraße

Alte Schule in der Steinstraße

Natur pur oder: „Fast wie in Irland“. Das könnte das Motto der Tour durch das Rosental entlang des Rosentaler Baches sein. Die Tour ist einfach und schnell beschrieben und bietet sich immer dann an, wenn man einfach mal abschalten und das Gefühl bekommen möchte, ganz weit weg zu sein … In diesem Abschnitt finden Sie die Artikel "Durchs Rosental und vorbei an der Grube Silistria", "Leckeres vom Milchhof", "Bergbau im Hennefer Land" und "Schulen im Hennefer Land".

Durchs Rosental und vorbei an der Grube Silistria

Wir starten in Lanzenbach eingangs der Straße Zum Rosental und folgen der zu Beginn asphaltierten und mit Wohnhäusern, einer Gastwirtschaft und einem Campingplatz bebauten Straße, die später in einen landwirtschaftlichen Weg übergeht. Wir bleiben die nächsten knapp über zwei Kilometer auf diesem Weg, biegen allerdings nach rund 1500 Metern links ab. Beiderseits des Weges: sanft ansteigende Hügel, ein urwüchsig eingeschnittener Bachlauf, sattgrüne Wiesen, Baumgruppen und einzelne Bäume, wie gemalt, romantische Holzzäune, Weiden und Wiesen … kurz: Ruhe, Idylle und landschaftliche Schönheit mit Seltenheitswert.

Sofern wir uns immer parallel zum Rosentaler Bach gehalten haben, erreichen wir die Straße nach Hommerich – ein Abstecher zum Milchhof Hommerich lohnt, vor allem aber, wenn man während des alle zwei Jahre stattfindenden Hoffestes hier vorbei kommt. Wir gehen diesmal nicht nach Hommerich, sondern in die entgegengesetzte Richtung und kommen auf die Oberpleiser Straße, an der wir links abbiegen und nach Westerhausen spazieren, das wir nach rund 1200 Metern erreichen. Im Ort fällt besonders die historische Schule auf, ein alter Backsteinbau, der von den Bürgerinnen und Bürgern Westerhausens erhalten und renoviert wurde und heute als eine Art Bürgerzentrum dient.

An der Kirche vorbei halten wir uns östlich, erreichen die K 36 und spazieren weiter nach Kurenbach. Am Ortseingang erreichen wir die Grubenstraße und passieren das Gelände der „Grube Silistria“, eines 1891 stillgelegten und heute bewaldeten Bergwerkes, von dem allenfalls versteckte Überreste – wie Mauerreste, Stollenmundlöcher und Haldenreste – und ein verbliebenes Gebäude, nämlich das alte Steigerhaus in der Grubenstraße 44/46, zu entdecken sind. Die alte Halde wurde im Zuge des Baus der Kreisstrasse, die das ehemalige Grubengelände geradlinig durchquert, abgetragen. Links über die Straße Katzenhardt und den sich anschließenden, eine Schleife durch den Wald ziehenden Weg, gelangen wir auf den Grintener Weg, dem wir nach Norden bis zurück nach Lanzenbach folgen.

Leckeres vom Milchhof

Glückliche Kälber, glückliche Konsumenten. So könnte man den Milchhof Hommerich umschreiben. Oder, in den Worten der Betreiber: „Gute Milch kommt nur von gesunden Kühen!“ Dabei bietet der Lieferservice des Milchhofes (einen Hofladen gibt es nicht) nicht nur Milch, sondern auch fast alles, was man daraus machen kann, frisch hergestellt in der eigenen, 2002 eingerichteten Hofmolkerei: Frische Vollmilch, pasteurisiert, mit naturbelassenem Fett- und Eiweißgehalt, Joghurt, wahlweise naturbelassen oder in den Sorten Erdbeere, Kirsche, Waldfrucht, Vanille, Pfirsich-Maracuja sowie saisonal wechselnden Geschmacksrichtungen und Quark, natürlich gereift, naturbelassen oder als Früchtequark. Außerdem im Angebot: Rohmilchkäse vom Bauernhof Schmitz aus Much-Reinshagen, frische Eier vom Geflügelhof Wirtz-Telohe aus Niederkassel-Rheidt, Kartoffeln vom verwandten Familienbetrieb Weyen in Kaarst-Tönisfeld und Honig von der Imkerei Siegfried Lück, entweder naturbelassen oder als Blüten-, Sommertracht- oder Waldhonig.

Das Glück der Milchkühe liegt nicht nur in der natürlichen Umgebung, sondern auch an der natürlichen Haltung, derer sich der Milchbauer rühmt: Im Sommer grasen die Kühe auf den Wiesen rund um den Hof, der Freilaufstall bietet viel Bewegung, Licht und frische Luft, das Tränkewasser wird aus dem hofeigenem, amtlich überwachten Tiefbrunnen gefördert.

Die gewonnene Milch wird sofort nach dem Melken an Ort und Stelle weiterverarbeitet und lediglich pasteurisiert, nicht wie die Konsummilch aus dem Supermarkt auch noch homogenisiert, separiert und standardisiert. Der Milchmann-Lieferservice bringt den Kunden die frischen Molkereiprodukte direkt an die Haustür, auch Skeptikern, die erst einmal probieren wollen: Die kostenlose Probelieferung beinhaltet einen Liter hoffrische Vollmilch und 500 Gramm Joghurt. (Milch-Telefon: 02242 / 14 78)

Und noch ein Tipp: Seit einiger Zeit findet alle zwei Jahre ein Hoffest statt, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Hofführungen, Kletterstrohburg, Streichelzoo mit Kälbchen, Schafen, Ziegen, Ferkeln und Kaninchen, Ponyreiten, Basteltisch, Treckerrundfahrten, Bienenstand, Melkkuh Elsa, Buttern für Kinder, ein Blick in alle Ställe und diverse Stände mit Hofprodukten locken an zwei Tagen Tausende von Menschen nach Hommerich.

Bergbau im Hennefer Land

Bis vor knapp einhundert Jahren war das Gebiet in und um Hennef durchsetzt von Gruben und Bergwerken, die dem Abbau von Erz – Gestein mit hohem Metallanteil, dessen Abbau wirtschaftlich lohnend ist – gewidmet waren. Rund um Kurenbach und Westerhausen scheint die Landschaft wie ein Schweizer Käse durchlöchert gewesen zu sein. Mit am bekanntesten ist die Grube Silistria. Gemeint ist hier einerseits die gleichnamige Grube zwischen Kurenbach und Westerhausen an der heutigen Kreisstraße 36, die wohl seit dem 18. Jahrhundert betrieben wurde, andererseits aber auch der Name „Silistria“ für die durch die Stolberg Zink AG 1889 zusammengefassten Gruben Silistria, Uhland (westlich von Kurenbach), Caroline (östlich von Silistria), Helene III (südöstlich von Westerhausen), Blume (südlich von Westerhausen) und Ernst (westlich von Westerhausen). Abgebaut wurden in diesen Gruben Blei- und Zinkerz (Silistria, Caroline, Ernst) sowie Kupfererz (Uhland, Caroline, Helene III, Blume, Ernst). 1865 förderten 80 Bergmänner 528 Tonnen Zinkblende aus der Grube Silistria, 1884 bereits 2.267 Tonnen. Die Grube Silistria fand jährlich Erwähnung in der „Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen in dem preußischen Staate“. 1891 waren alle Gruben, die unter dem Namen Silistria firmierten, erschöpft und wurden stillgelegt.

Eine weitere bedeutende Grube auf Hennefer Gelände war die Grube Altglück, deren Stollen- und Schachtanlagen sich allerdings zunächst auf Königswinterer und erst ab 1865 auf Hennefer Gelände zwischen Hanf und Wellesberg befanden, im Bereich der heutigen kleinsten Hennefer Ortslage Altglück. Anhand archäologischer Funde lässt sich belegen, dass hier bereits um 100 v.Chr. Tagebau betrieben wurde. So befinden sich im Wald zwischen Altglück und Bennerscheid eine Ringwallanlage und Reste einer Palisadenanlage, die wahrscheinlich als Handelsstation eines vorrömischen Erzaufkäufers diente. Funde römischer Münzen und Keramik lassen vermuten, dass sich hier später auch eine römische Station befand. Holzkohlereste wiederum deuten darauf hin, dass bereits in vorrömischer Zeit an Ort und Stelle Bleierze zu Blei verarbeitet wurden. Urkundlich erwähnt wird der Bergbau an dieser Stelle allerdings erst im 12. Jahrhundert, als Kaiser Heinrich V. den Siegburger Benediktinern das Bergbaurecht für diesen Ort übertrug.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden in der Grube Altglück bis zu 600 Meter lange Stollen ins Erdreich getrieben – wobei man auch Reste mittelalterlichen Bergbaus fand – 1864 gar der Hauptstollen bis auf 1040 Meter. 1875, im Jahr der Stilllegung der Grube, arbeiteten dort 175 Menschen. Übrigens: Bis heute sind die Bergbaurechte nicht erloschen. Sie liegen beim Nachfolger des letzten Besitzers der Grube, der Firma „n.v. Umicore S.A.“, einem belgischen Chemie-Konzern mit Sitz in Brüssel, der 1989 die Schürfrechte von der Firma „Société de Mines et Fonderies de Zinc de la Vieille Montagne“ erwarb, die wiederum die Grube 1853 (!) gekauft hatte.

Über viele weitere Gruben im heutigen Hennef ließe sich berichten, es soll aber genügen, zur Dokumentation der Vielfalt diese lediglich zu erwähnen: Grube Gottessegen bei Dambroich, Grube Krautgarten unterhalb von Rott, Grubenfelder Grauwackenkönig und Siegfeld zwischen Sieg und Bröltal und Grube Ziethen bei Weingartsgasse. Kurz: Bergbau war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts seit mindestens 2000 Jahren ein wichtiger, zeitweise bedeutender Wirtschaftszweig der Region (beileibe nicht nur Hennefs!) und beispielsweise auch der Grund für den Bau der Bröltalbahn.

Heute gibt es in unserer Region keinen Bergbau mehr, lediglich die Reste kann das geschulte Auge in Wald und Feld erkennen, Reste wie das Echo einer Epoche, deren Namen und Orte, Bäche und Gemarkungen, Wege und Gebäude so bekannt anmuten, und die gerade deswegen so irritierend fremd sind.

Schulen im Hennefer Land

Im Mittelalter waren die einzigen schulischen Angebote im Umfeld von Klöstern und Pfarreien zu finden. Gerade die Pfarrschulen ließen aber oft zu Wünschen übrig: das Unterrichtsangebot war dürftig, die Schulwege waren zu weit und die Schulgeldpflicht war ein weiteres Hemmnis gerade für die ärmere ländliche Bevölkerung. Für den Bereich Hennef standen als Schulen nur die der Klöster Siegburg, Seligenthal und Bödingen zur Verfügung. Zeugnisse darüber gibt es nicht, aber man kann vermuten, dass die Minoriten aus Seligenthal, die von 1570 bis 1680 die Verwaltung der Pfarrei Hennef inne hatten, sich auch um die schulische Bildung der Hennefer kümmerten. Nach 1680 scheint kein schulisches Angebot in Hennef mehr zu bestehen, mit dem 18. Jahrhundert sah man jedoch mehr und mehr Sinn in einem geordneten Schulwesen.

1734 wurde in Blankenberg auf der Ostseite des Kirchplatzes ein erstes Schulgebäude errichtet, das 1900 abgerissen wurde. Eine Übersicht aus dem Jahr 1791 listet alle Schulen im Bereich Hennef auf, der zufolge Hennef, Geistingen, Warth, Söven, Rott, Broichhausen, Seligenthal, Braschoß, Happerschoß, Wellesberg und Bödingen je eine katholische Grundschule hatten. Uckerath und Bülgenauel verfügten über gleich zwei katholische Schulen. Insgesamt sind 401 Schülerinnen und Schüler gemeldet. Aus den Aufzeichnungen des Hennefer Pastors Heinrich Josef Saur aus demselben Jahr wissen wir allerdings, dass bei weitem nicht alle Kinder zur Schule gingen. Er schlägt vor, die Lehrer mögen eine Versäumnisliste führen. Andererseits bestand für viele Kinder keine Möglichkeit zum Schulbesuch, sei es, weil die Klassen zu klein sind oder die wenigen Lehrer überlastet. So beklagt der Verwalter des Amtes Blankenberg zwischen 1790 und 1809: „Die vorseyende Unwissenheit im Sittlichen und Religiösen ist fast nicht zu beschreiben und derohne kann das Wohl des Amtes nicht befördert werden. Werden die Eltern zur Schickung der Kinder angehalten, verweisen sie darauf, dass ihre Eltern und auch sie nicht zur Schule gegangen seien. Im Sommer könnten sie die Kinder wegen der Hausgeschäfte und des Viehweidens nicht entbehren.“

Mit der Übernahme des Landes durch die Preußen wird auch die Schulpflicht eingeführt. 1819 wird an der Steinstraße in Hennef ein neues Schulgebäude mit zwei Klassenräumen und zwei Lehrerwohnungen errichtet, 1893 ein größeres nur wenige Meter entfernt. Auch in Blankenberg wurde die Schule mehrfach verlegt: 1867 in das Haus, in dem sich heute das Café Krey befindet, 1903 in ein neues Gebäude am Markt.

Heute verfügt Hennef über Schulen aller Formen, inklusive Berufsschule, Akademien, Musikschule und privater Kunstschule. Neben Troisdorf ist Hennef die einzige Stadt im rechtsrheinischen Kreisgebiet mit einer Gesamtschule. Die Hennefer allgemeinbildenden Schulen werden von rund 6.500 Schülerinnen und Schülern besucht. Mit rund 1.300 Schülerinnen und Schülern ist die Gesamtschule die größte Schule der Stadt.




Der Bürgermeister

Volksbegehren G9

Volksbegehren G9

Mit Beschluss vom 13. Dezember 2016 hat die Landesregierung die amtliche Listenauslegung (2. Februar bis 7. Juni 2017) und die parallele Durchführung der Unterschriftensammlung (5. Januar 2017 bis 4. Januar 2018) für das Volksbegehren "Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien: Mehr Zeit für gute Bildung - G9 jetzt!" zugelassen. Ziel des Volksbegehrens ist es, dass an Gymnasien in Nordrhein Westfalen das Abitur wieder nach einer Regelschulzeit von 13 Jahren abgelegt wird. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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Für Notfälle ist das Amt für Kinder, Jugend und Familie tagsüber unter der Rufnummer 02242 / 888-550 zu erreichen. Außerhalb der Dienstzeiten erreicht man das Jugendamt in dringenden Fällen über die örtliche Polizeistation: Tel. 02241 / 541-3521.

 

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Nachdem der Stadtrat Ende 2011 einstimmig die Einführung der Ehrenamtscard NRW in Hennef beschlossen hat, können nun ehrenamtlich tätige Menschen jederzeit die Karte beantragen. Alle weitere Informationen und das Antragsformular findet man hier.

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