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Zwei Wege links und rechts von Uckerath

Kirche in Uckerath

Kirche in Uckerath

Historische Postkarte aus Uckerath

Historische Postkarte aus Uckerath

Station des Kreuzweges nach Süchterscheid

Station des Kreuzweges nach Süchterscheid

Rund um Uckerath gäbe es viele mögliche Routen, die man erwandern oder mit dem Fahrrad erkunden könnte. Zwei möchten wir vorstellen. In diesem Abschnitt finden Sie die Artikel "Gemeinde Uckerath", "Alte Handelswege und Postrouten", "Kreuzwege nach Süchterscheid" und "Rittersitz "Motte" Ravenstein".

Die eine erstreckt sich von Uckerath aus gen Norden, die andere gen Südwesten. Beide sind eher Fahrradtouren oder längere Wanderungen als Spaziergänge. Tour eins bietet eine Mischung aus interessanten Bauwerken und reizvoller Natur (Naturschutzgebiet), Tour zwei hingegen legt den Schwerpunkt ganz auf die Landschaft.

Nordschleife

Für die erste Tour starten wir an der Uckerather Kirche. Wir sehen hier die 1891 errichtete neue Uckerather Kirche. Uckerath verfügte spätestens seit dem 12. Jahrhundert über eine Kirche, sehr wahrscheinlich schon früher. Die mittelalterliche Kirche wurde 1898 bis auf den romanischen Turm abgerissen, der bis zu seinem Einsturz am 5. Oktober 1968 auf dem Friedhof als Kapelle und Kriegergedächtnisstätte diente. Von hier aus gehen wir über den Johannesweg durch die Zollgasse zur Westerwaldstraße. Ungefähr an der Ecke Zollgasse und Westerwaldstraße befand sich einst die Uckerather Zollstation und die Grenze zwischen dem Herzogtum Berg, dem Amt Altenwied und der Grafschaft Sayn. 

Wir gehen links über die Westerwaldstraße bis zur Einmündung der Straße Zum Siegtal, über die wir nach Süchterscheid kommen. 

Wir folgen der Straße Zum Siegtal bis nach Süchterscheid und gehen damit entlang dem 1859 angelegten Kreuzweg mit vierzehn Stationen bis zum Wallfahrtsort Süchterscheid. In Süchterscheid biegen wir gegenüber der Wallfahrtskirche –am besten nach einem kurzen Besuch in der Kirche – in die Straße Zum Katharinentor ein, verlassen diese aber gleich wieder und gehen erneut links in die Straße In der Dränk. Wir folgen der Straße und den sich anschließenden Wander- und Wirtschaftswegen im Naturschutzgebiet Ahrenbachtal vorbei an dichten Wäldern, Wiesen und Felder in weitem Bogen durch die Weiler Ahrenbach, Beiert, Lescheid und Unterbierth, bis wir nach rund dreieinhalb bis vier Kilometern wieder auf die Westerwaldstraße treffen.

Wir überqueren die Straße und kommen durch den Schmaler Weg und In der Wirdau erneut auf die Westerwaldstraße. Nach gut 400 Metern sehen wir auf der rechten Straßenseite einen alten Gutshof, in dem von 1893 bis 1956 das Uckerather Krankenhaus war. Ursprünglich war das Gebäude das Gutshaus der Familie Stockhausen. 1893 kam es als Geschenk Uckerather Bürger und der Katholischen Kirche an die Kirchengemeinde, die es zu einem Krankenhaus umbaute und die Verwaltung Franziskanermönchen übertrug.

Nach weiteren 200 Metern sind wir an der Einmündung zur Lichstraße und haben die Kirche als Ziel wieder vor Augen.

Südkurve

Die zweite, vor allem landschaftlich reizvolle Tour startet ebenfalls an der Uckerather Kirche, führt uns jedoch in die entgegengesetzte Richtung, nämlich über die Lichstraße wenige Schritte bis zum Ortsausgang und dort rechts herum ins Picksfeld. Über kleinere Wege in Richtung Hüchel gelangen wir in die Straße Hollenbusch und weiter über den Hücheler Ring an Hüchel vorbei bis zu einer Weggabelung, der wir in Richtung Zumhof folgen. Nach 700 Metern, direkt hinter Zumhof, biegen wir rechts ab und folgen dem Knick des Weges, bis wir auf die Straße Am Berghang kommen. In einer 180-Grad-Wende gehen wir direkt in den Parallelweg Richtung Derenbach und befinden uns nun mitten im reizvollen Derenbachtal. Durch Derenbach (nach rund 900 Metern) und Heckelsberg (500 Meter) wandern oder radeln wir weitere zwei Kilometer in einem großen Bogen zwischen Hüchel auf der rechten und Lichtenberg auf der linken Seite, bis wir wieder In der Wirdau sind. Dabei bewegen wir uns immer parallel zum Derenbach und sollten die Gelegenheit nutzen, immer mal wieder inne zu halten, um Natur und Landschaft zu genießen. Von der Wirdau aus folgen wir dem gleichen Weg zurück wie bei der ersten Tour.

Gemeinde Uckerath

Die Gemeinden Lauthausen und Hennef war auch Uckerath bis zur kommunalen Neuordnung 1969 eine eigenständige Gemeinde. Noch dazu eine Gemeinde mit langer Geschichte. 1131 wird Uckerath erstmals urkundlich erwähnt. Damals bestätigte Papst Innozenz II. dem Cassiusstift in Bonn das Zehntrecht – also ein Zehntel der Einkünfte einziehen zu dürfen – unter anderem über die Kirche in Uckerath: „ecclesiam Okenrode cum tota decima“, übersetzt „die Kirche Uckerath mit dem gesamten Zehnten“. Der Name Uckerath taucht seit dem Mittelalter in immer anderen Varianten auf, so als „Okerode“ (1166), „Ocherode“ (1181), „Oykerode“ (1314), „Hueckeroide“ (1398), „Oeckrot“ (1543), „Uckeraidt“ (1610) und schließlich ab 1745 „Uckerath“. In allen Varianten, die angesichts fehlender verbindlicher orthographischer Regeln nur Versuche darstellen, Gesprochenes zu schreiben, gilt: der Namen setzt sich aus dem Personennamen „Ucco“ und dem Grundwort „rath“ in der Bedeutung Rodung zusammen und lässt sich also als “Rodung des Ucco“ übersetzen.

Bereits im Mittelalter erlebte Uckerath einen empfindlichen Bedeutungsverlust. Umfassten Kirchspiel (Verwaltungseinheit) und Landgerichtsbezirk Uckerath zunächst auch Blankenberg, so änderte sich dies grundlegend, als Blankenberg 1245 Stadt wurde, aus dem Landgerichtsbezirk Uckerath heraus fiel und das Kirchspiel Uckerath umgekehrt Teil des Landes, später des Amtes Blankenberg wurde. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts wurde mehr und mehr Uckerather Fläche dem Burgbann Blankenberg einverleibt. Immer wieder kam es zu heftigen politischen Auseinandersetzungen zwischen Kirchspiel und Stadt.

Erst mit der Besetzung des Landes durch die Franzosen änderten sich die Verhältnisse wieder grundlegend: Blankenberg verlor seine Stadtrechte, Uckerath wurde zunächst Mairie, später, ab 1815, Bürgermeisterei und sogar Kreisstadt des Kreises Uckerath, zu dem die Bürgermeistereien Eitorf, Hennef, Herchen, Lauthausen, Much, Neunkirchen, Ruppichteroth und Uckerath gehörten. 1820 allerdings war es mit dem Kreis Uckerath schon wieder vorbei: er wurde mit dem Kreis Siegburg zum „Vereinigten Kreis Siegburg-Uckerath“ – ab 1825 „Siegkreis“ – zusammengelegt.

Bürgermeisterei bleibt Uckerath bis 1969. Vierzehn Bürgermeister regierten den kleinen Ort zwischen 1808 und 1969, unter anderem von 1946 bis 1955 Pantaleon Schmitz, nach dem heute der zentrale Platz Uckeraths benannt ist. 1828 lebten im Bereich der Bürgermeisterei Uckerath 3.009 Menschen (3.000 Katholiken, 1 Protestant, 8 Juden).

Alte Handelswege und Postrouten

Gemächlicher war das Leben früher, nicht unbedingt besser, aber der Gang der Dinge hatte Zeit. Oder ist das nur ein Gerücht? Die Post beispielsweise wurde von Fuß- oder meist Reiterboten transportiert. Und die waren schneller, als man heute glauben möchte. Wenn es ganz eilig sein sollte, waren sie kaum langsamer als heutige Postboten. Der Trick: Poststationen in einem Abstand voneinander, der der Kondition von schnell laufenden Pferden entsprach. Dort konnte der Postbote weitere Post aufnehmen, das Pferd wechseln und zugig weiter reiten.

Hennef lag ab 1616 an der Post- und Handelsroute Köln-Frankfurt-Leipzig (daher der Name Frankfurter Straße, wie die Hennefer Hauptstraße noch heute heißt; die heutige Westerwaldstraße in Uckerath hieß bis zur kommunalen Neuordnung 1969, als die selbstständigen Gemeinden Uckerath und Hennef zur Gemeinde Hennef zusammengeschlossen wurden, ebenfalls Frankfurter Straße). Am 22. März 1622 schloss die Thurn und Taxissche Post einen Posthaltervertrag mit „Wernerus zu Henneft“ – es ist das älteste Postdokument der Thurn und Taxisschen Postlinie im Rhein-Sieg-Kreis. Das erste Posthaus Hennefs, ein Fachwerkhaus mit Stallungen für die Postpferde, befand sich in der Siegfeldstraße 25, später bis 1755 in Warth. Das erste Warther Posthaus wurde bei der Belagerung von Bonn durch die Franzosen 1670 zerstört. Im Jahr 1688 baute man das heutige Drei-Giebelhaus, in dem bis 1755 die Posthalterei untergebracht war. Nach 1755 verlegte man die Station nach Uckerath.

1816 übernahm das Königlich Preußische Generalpostamt in Berlin das gesamte rheinische Postwesen, also auch die Station in Uckerath. Um diese Zeit wurde Uckerath pro Woche sieben Mal von Postreitern und vier Mal von der Postkutsche angesteuert. Im August 1822 erhielt Hennef ein königlich preußisches Postwärteramt, 1913 einen Postneubau an der Frankfurter Straße, in dem bis heute die Post untergebracht ist. Erst kurz nach dem ersten Weltkrieg wurde die Postkutschenverbindung zwischen den Poststationen Hennef und Uckerath eingestellt.

Die Straße durch Uckerath war allerdings nicht nur ab der frühen Neuzeit als Postroute wichtig. Bereits seit der Römerzeit bestand die “Hochstraße“ über den Westerwald durch das heutige Uckerath und spätestens seit dem Mittelalter ist sie nachweislich als Fernhandelsroute Köln-Leipzig von großer regionaler Bedeutung. Viele Jahrhunderte war Uckerath neben Stadt Blankenberg die eigentlich bedeutsame Siedlung auf heutigem Hennefer Gebiet. Einer der drei Landzölle des Amtes Blankenberg befand sich seit ungefähr 1300 in Uckerath an der Frankfurter Straße, da sich dort die Zollgrenze zwischen dem Herzogtum Berg, dem Amt Altenwied und der Grafschaft Sayn befand. 1440 ist in einer Kellnereirechnung des Amtes Blankenberg als ein Posten „tolle zo ockaerode“ aufgeführt. Noch 1803 ist die Uckerather Zollstelle im Verzeichnis bergischer Landzölle aufgeführt. Spätestens mit der Eingliederung des Rheinlandes in das Königreich Preußen 1815 wird die Zollstelle aufgelöst. Das Zollhaus befand sich in der Nähe der Ecke Westerwaldstraße/Zollgasse, heute befindet sich dort die Gaststätte „Landsknecht“. Als Mitte des 19. Jahrhunderts die Straße durchs Siegtal gebaut und die Deutz-Gießener-Eisenbahn angelegt wurde, verlor Uckerath an Bedeutung, was in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einherging mit einer starken Auswanderungswelle nach Nordamerika.

Die Fernhandelsroute sicherte Uckerath dennoch jahrhundertelang ein blühendes Wirtschaftsleben, erinnert sei an die bis etwa 1915 existente Zigarrenfabrik Foveaux, aber auch an die vielen Gasthäuser, die nicht nur der Bevölkerung, sondern wohl vor allem den Durchreisenden gedient haben. Und auch in unseren Tagen ist die Bedeutung der Straße nicht zu unterschätzen. Eine Belastung mit rund 14.000 Autos und Lastwagen täglich lässt die Jahre alte Diskussion um eine Ortsumgehung nicht verstummen.

Kreuzwege nach Süchterscheid

Die mächtige Kirche in mitten des Ortes Süchterscheid mutet mit ihrer Bruchsteinmauer und dem an einen Wehrturm erinnernden Glockenturm auf den ersten Blick eher wie eine Burg an, denn wie ein Gotteshaus. Nach Südosten allerdings öffnet sich das scheinbar so geschlossene Gebäude und umschließt die Reste der alten Wallfahrtskapelle „Zum Heiligen Kreuz“, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Ähnlich wie in Bödingen geht auch hier die Gründung auf eine Legende zurück: Eine Frau aus Süchterscheid habe, so berichtet die Sage, zwei Kinder geboren, deren Hände alles, was sie anfassten, in ein Kreuz verwandelten. Bei aller Religiosität erkannte die Mutter durchaus die unpraktischen Seiten einer solchen Gabe und errichtete mitten im Dorf ein Kreuz und ließ dazu ein Heiligenhäuschen bauen, in dem sie Gott bat, er möge ihre Kinder von dieser Wunderkraft erlösen. In dem Moment, da ihre Gebete erhört wurden, erschienen über dem Heiligenhäuschen vier Kerzen mit jeweils einem Kreuzzeichen in der Flamme. Rasch kam die Bevölkerung zusammen, binnen kurzem war eine Kapelle erbaut und es kam, wie es kommen musste: Kranke, die hier beteten, wurden geheilt, Sorgenvolle verloren ihre Sorgen, Beladene erfuhren Erleichterung. Es dauerte nicht lange und aus dem ganzen Land strömten Menschen herbei, die immer weiterer Wunder teilhaftig wurden.

1506 stiftete Bertram von Nesselrode das ewige Benefizium „Zum Heiligen Kreuz“ und stattete es mit Ländereien und Hof reichlich aus. Weitere Stiftungen folgten, so dass die Finanzierung der Priesterstelle gesichert war. Während des 30jährigen Krieges wurde die Kapelle schwer beschädigt, von der Bevölkerung jedoch wieder aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle erneut so schwer zerstört, dass auf Dauer ein Neubau erforderlich war. Dieser wurde in Form der burgähnlichen Kirche 1956/57 errichtet. Die alte Kapelle wurde als selbstständiger Bauteil im Untergeschoss des Turmes mit einbezogen. Ein sehenswertes architektonisches Ensemble.

1860 wurde ein Kreuzweg von Uckerath nach Süchterscheid angelegt. Die letzte der 14 Stationen – Grablegung Christi – befindet sich im Chor der kleinen Kapelle von 1681, die man im Vorhof der Heiligkreuzkapelle findet. (Sie wird nach ihrem Erbauer, dem damaligen Pastor von Blankenberg, Johannes Bärenklau, auch Blankenberger Kapelle genannt.) Der Kreuzweg ist nicht nur für Wallfahrer eine lohnende Strecke, sondern sei auch Wanderern und Radfahrern wärmstens empfohlen. Insbesondere in den frühen Morgenstunden im Sommer, wenn die Sonne die am linken Fahrbahnrand stehenden und blendend sauber restaurierten Stationshäuschen in ein warmes gelbes Licht taucht, sollte man hier einmal spazieren gehen.

Ein zweiter Wallfahrtsweg verläuft an der Straße von Stadt Blankenberg nach Süchterscheid und ist durch sieben Fußfälle markiert. Er entstand bereits 1683 und stellt einen verkürzten Kreuzweg dar. Früher war es üblich, dass an den Stationen im Todesfall die sieben Fußfälle gebetet wurden. Das heißt: Sieben Frauen gingen bis zur Wallfahrtskapelle an den Stationen entlang und beteten den Rosenkranz. Das letzte Gebet „Sieben Schmerzen Mariens“ sangen die Frauen in der kleinen, der Mutter Gottes geweihten Kapelle vor der Pieta, der Darstellung der trauernden Maria.

Rittersitz "Motte" Ravenstein

Junker Möcher muss ein toller Kerl gewesen sein, wenn es ihn denn jemals gegeben hat. Der Legende zufolge lebte er irgendwann im 16. oder 17. Jahrhundert auf Haus Ravenstein und stand mit dem Teufel im Bund. Dieser schien Junker Möcher vor allem die Fähigkeit, fliegen zu können, verliehen zu haben. Ob aus Schabernack oder Ungeschicklichkeit steht dahin, jedenfalls habe er, so die Sage, bei einem seiner luftigen Ausflüge Kreuz und Wetterhahn vom Geistinger Kirchturm geschlagen und den Zorn des Pfarrers auf sich gezogen. Eine andere Version dieser Geschichte ist nicht minder absurd: kein Flugunfall, sondern eine extreme Wetterlage sei Schuld an dem Malheur auf der Turmspitze. Diese habe Junker Möcher nämlich anlässlich einer Schlittenfahrt rasiert. Der Schnee habe so hoch gelegen, dass nur die Kirchturmspitze heraus ragte, mit der der Junker prompt kollidierte. Bis heute, so erzählt man sich, spuke Junker Möcher rund um die Ruine Ravenstein und die dortige alte Mühle. Der einzige wahre Kern an diesen Sagen: Vom Ende des 15. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts hießen die Besitzer des Rittersitzes Ravenstein „von Auel“, genannt „Meuchen“.

Der Rittersitz ist freilich älter. Die früheste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1450 und findet sich im Bödinger Memorienbuch: „Philippus Roys armiger et Heylwigis uxor eius de Ravensteyn“ (Der Knappe Philipp Roys und seine Frau Heylwigis von Ravenstein). Die weitere Vorgeschichte des Rittersitzes liegt im Dunkeln.

Ravenstein war eine kleine, befestigte Wohnanlage, wie sie in der hohen Zeit des Rittertums zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert zwischen Irland und Ungarn, Frankreich und Polen vielfach entstanden sind: Auf einem aufgeschütteten Hügel stand ein kleines Burghaus – rund zehn mal zehn Meter Grundfläche und drei bis vier Stockwerke –, auf einem zweiten Hügel daneben häufig eine Vorburg mit Wirtschaftsgebäuden. Beide Hügel waren von einem Wall und einem Wassergraben umgeben. Im feudalen System gab es vielfältige Abhängigkeitsbeziehungen zwischen den einzelnen Ständen (Lehnswesen). Ebenso wie der niedere Adel im Ritterdienst eines höheren stand, von dem er unter Umständen Ländereien als Lohn bekam, gab dieser „arme Ritter“ gegen Abgabe eines Teils der Erträge einzelne Areale seiner nicht allzu großen Ländereien an Bauern, die damit abhängig von ihm waren. Einen anderen Teil musste der Ritter selbst bewirtschaften.

Solche Burghausanlagen nennt man fachsprachlich „Motte“. Der Rittersitz Ravenstein war eine solche „Motte“. Adliges Privileg des Besitzers: In der Zeit der bergischen Herrschaft war damit ein Sitz im Düsseldorfer Landtag verbunden.

Im 18. Jahrhundert verfiel der Rittersitz nach häufigen Besitzwechseln, heute findet man nur noch spärliche Überreste der verschwundenen Burg. Gut erhalten ist hingegen die Mühle, wobei die Ursprünge auch hier im Dunkeln liegen. Die erste urkundliche Erwähnung der „zu Ravenstein gelegenen frey mahlmühl“ stammt aus dem Jahr 1729. Die Bauern der umliegenden Dörfer konnten hier, sofern sie nicht einer Zwangsmühle verpflichtet waren, ihr Getreide malen. Landesherrliche Zwangsmühlen befanden sich zum Beispiel in Stein und Burg Blankenberg. Die Ravensteiner Mühle ist seit 1967 nicht mehr in Betrieb. Aber wenn der Geist von Junker Möcher nächtens durch Ravenstein spukt, soll er das alte Mühlrad in Bewegung setzen. Na ja, wer weiß …




Der Bürgermeister

Volksbegehren G9

Volksbegehren G9

Mit Beschluss vom 13. Dezember 2016 hat die Landesregierung die amtliche Listenauslegung (2. Februar bis 7. Juni 2017) und die parallele Durchführung der Unterschriftensammlung (5. Januar 2017 bis 4. Januar 2018) für das Volksbegehren "Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien: Mehr Zeit für gute Bildung - G9 jetzt!" zugelassen. Ziel des Volksbegehrens ist es, dass an Gymnasien in Nordrhein Westfalen das Abitur wieder nach einer Regelschulzeit von 13 Jahren abgelegt wird. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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