Hochmittelalter

Burg und Stadt Blankenberg
Burg und Stadt Blankenberg
Wallfahrtskapelle in Süchterscheid
Wallfahrtskapelle in Süchterscheid
Pfarrkirche St. Michael Geistingen
Pfarrkirche St. Michael Geistingen
Siegel der Stadt Blankenberg
Siegel der Stadt Blankenberg

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1064

Die Kirche in Hennef ist bis 1064 im Besitz des Stiftes St. Cassius in Bonn und wird von Erzbischof Anno II. von Köln mit dem Zehnt der Abtei Siegburg im Tausch übertragen.

1075

Seit etwa 1075 besitzen das Cassiusstift und die Abtei Siegburg die Kirche in Geistingen je zur Hälfte. 1065 bis 1075 wird die Kirche in Geistingen („ecclesie que est in Geystingin“) genannt. Im 11. Jahrhundert befindet sich die Hoch- und Blutgerichtsbarkeit im Bann Geistingen in der Hand des Pfalzgrafen. Sie gingen später an die Grafen von Sayn über. 1075 wird die Kirche in Hennef („in Hanafo“) und damit die Siedlung erstmals genannt.

12. Jh.

In der zweiten Hälfte des 12. Jahr-hunderts wird die Pfarrkirche St. Michael in Geistingen errichtet, eine spätromanische Pfeilerbasilika mit dreischiffigem, fünfjochigem Lang-haus, flacher Mittelschiffdecke, gratgewölbten Seitenschiffen und einem fünfgeschossigen vorgelagerten Westturm. Ein Vorgängerbau dürfte sich als Eigenkirche zunächst in der Hand des St.-Cassius Stiftes in Bonn befunden haben.

1126

Der Rittersitz Attenbach wird im Stiftungsbrief des Klosters Nonnenwerth erstmals erwähnt.

1131

Die Kirche in Uckerath wird mit dem gesamten Zehnten im Besitz des Stiftes St. Cassius und Florentius in Bonn bestätigt.

1181

Burg Blankenberg wird erstmals als „castrum quod Blankenburg dicitur“ („Burg, die Blankenburg genannt wird“) erwähnt. Die Brüder Graf Heinrich II. und Graf Everhard II. von Sayn haben sie auf einem Allod der Abtei Siegburg als Stützpunkt ihres ausgedehnten Grundbesitzes errichtet („Allod“ ist im Gegensatz zum „Lehen“ volles Eigentum, ein Lehen dagegen lediglich nutzbares Eigentum).

1182

Im Streit mit der Abtei Siegburg, die für den Baugrund der Burg Blankenberg Besitzansprüche geltend macht, entscheidet der Kölner Erzbischof 1182 zugunsten der Brüder und begünstigt damit die Entwicklung eines eigenständigen Hoheitsgebietes, das sich in den Folgejahren rasch ausdehnt.

1188

Der Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg erwirbt die Burg Blankenberg, belehnt aber die Grafen von Sayn mit dem Besitz.

1190

Bödingen wird erstmals erwähnt, gemeint ist das heutige Altenbödingen.

13. jh.

Seit diesem Jahrhundert werden in Blankenberg ein Jahrmarkt und jeden Dienstag ein Wochenmarkt abgehalten.

um 1200

Die Wallfahrtskapelle „Zum Heiligen Kreuz“ in Süchterscheid dürfte nach dem Baubefund um 1200 errichtet worden sein. Die Reste wurden in den Neubau von 1956/57 einbezogen.

1245

Graf Heinrich III. von Sayn und seine Gemahlin Mechtild verleihen Blankenberg die Stadtrechte, d.h. die Einwohner genießen die Freiheiten mittelalterlicher Stadtbewohner: unbeschränkte Zuzugsfreiheit, der Schutz, vor fremde Gerichte gezogen zu werden, freie Schöffenwahl, Steuerfreiheiten und Marktrechte.

1247

Graf Heinrich III. von Sayn stirbt kinderlos. Burg, Stadt und Land Blankenberg gelangen an einen der erbberechtigten Neffen: Heinrich von Heinsberg. 1247 wird die Kirche „Zum Gottesfrieden“ in Blankenberg erwähnt, mutmaßlich errichtet um 1245 als Klosterkirche der Prämonstratenserinnen. Im selben Jahr erfolgt die Umwandlung des Stifts in einen Konvent der Zisterzienserinnen nach dem letzten Willen Graf Heinrichs III.

1248

Blankenberg wird als selbständige Pfarre von Uckerath abgetrennt, die Klosterkirche wird Pfarrkirche.

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