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Pipke: „Mehr Güterverkehr ist nicht machbar“

(28.4.2015, dmg) Mehr Güterverkehr auf der Bahnstrecke entlang der Sieg? Diese Frage geistert seit kurzem durch die öffentliche Diskussion. Nach genauerer Analyse hat man sich in Hennef eine Meinung gebildet. Bürgermeister Klaus Pipke: „Es ist meines Erachtens nicht möglich, den Güterverkehr auf Kosten der Anwohner im Siegtal auszubauen. Die Strecke, die von Troisdorf bis Windeck unmittelbar und mitten durch alle Kommunen und durch das Landschaftsschutzgebiet verläuft, ist völlig ungeeignet für ein solches Vorhaben!“ Hektik ist in Hennef ob dieser Ideen dennoch nicht ausgebrochen, so Pipke: „Es handelt sich zunächst mal um eine Studie. Das heißt, kurzfristig müssen wir nicht mit einer Mehrbelastung rechnen. Wir werden allerdings in der weiteren Diskussion unsere Meinung deutlich machen.“

Grund für die Unruhe bei diesem Thema ist eine verkehrliche Konzeption für den Eisenbahnkorridor Mittelrheinachse – Rhein/Main – Rhein/Neckar – Karlsruhe, kurz „Korridorstudie Mittelrhein“, die das Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegeben hatte. Die Gutachtergemeinschaft hatte am 10. März 2015 ihren Abschlussbericht vorgelegt. Bis Mitte Mai 2015 können nun die Kommunen sowie allen interessierten Bürger ihre Stellungnahme zu der Konzeption abgeben. Das Ergebnis der Studie und die eingegangenen Kommentare fließen dann in den neuen Bundesverkehrswegeplan ein, so das Ministerium auf seiner Website (http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/korridor-mittelrhein.html).

Der Grund für die Studie ist, dass die Güterstrecke entlang des Rheins eine der am stärksten befahrenen Schienenstrecken Europas ist, auf der die Güterzüge zwischen den großen Umschlaghäfen Rotterdam und Genua verkehren und zahlreiche Industriestandorte versorgen. Für den Korridor zwischen Köln und Karlsruhe erwarten die Verkehrsexperten des Ministeriums die nächsten Jahre erhebliche Verkehrszuwächse. Die Gutachter schlagen für unsere Region mittelfristig die Herstellung der durchgehenden Zweigleisigkeit zwischen Troisdorf und Siegen vor. Durch den Ausbau soll ein Teil der Güterzüge aus dem Mittelrheintal herausgenommen werden. Im Bereich der Ausbaumaßnahmen sollen an der Siegstrecke die erforderlichen Schallschutzmaßnahmen vorgesehen werden.

Klaus Pipke dazu: „Das mag einem beim Blick auf die Landkarte und in der Theorie vielleicht sinnvoll vorkommen. Aber in der Realtität wäre es ein enormer Eingriff in die Struktur der Region, in die Lebensqualität der Menschen in Troisdorf, Siegburg, Hennef, Eitorf und Windeck sowie in die Kultur-und Naturlandschaft entlang der Sieg. Die Rede ist immerhin von 244 täglichen Güterzügen, die bei einem Ausbau theoretisch durchs Siegtal rollen könnten. Ich sehe nicht, wie das auch nur ansatzweise ausgeglichen werden könnte. In den letzten Jahren haben wir große Anstrengungen unternommen, unser Siegtal mit dem Natursteig Sieg und dem Siegtalradweg für den sanften Tourismus auzubauen, das darf man nicht aufs Spiel setzen.“

Pipke erinnerte auch noch einmal an die Ortsumgehung Uckerath: „Die B8 ist seit langem ebenfalls ganz erheblich überlastet, 17.000 Fahrzeuge rollen täglich durch Uckerath. Hier kämpfen wir seit Jahren für eine Lösung. Eine weitere Belastung Hennefs und der Bürgerinnen und Bürger im östlichen Rhein-Sieg-Kreis ist nicht zu vertreten.“

Laut der Studie soll ein Nebeneffekt des Ausbaues sein, dass die Betriebsqualität im Nahverkehr entlang der Siegstrecke verbessert wird. Pipke: „Die Anbindung Hennefs im schienengebundenen Personennahverkehr ist durch die zusätzliche S 19 deutlich verbessert worden. Auch die Haltepunkte Hennef Im Siegbogen und Hennef Stadt Blankenberg werden ab Dezember 2015 besser angebunden. Die Vorteile des zweigleisigen Ausbaus der Siegstrecke für die Stadt Hennef sind daher nicht unbedingt erkennbar.“

Pipke abschließend: „Die Aufgabenstellung der Studie war, so steht es direkt am Anfang, die Entlastung der Anwohner an den Bestandsstrecken vom Schienenlärm durch Bündelung des Schienengüterverkehrs auf autobahnparallelen Neubaustrecken darzustellen. Das klingt gut, aber das Siegtal ist hierbei wohl kaum das richtige Umfeld. Vielleicht sollten die Gutachter ihre Studie noch einmal überarbeiten.“




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