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Denkmal der industriellen Entwicklung Hennefs

(4.8.2015, dmg) Manch einer wundert sich dieser Tage über die kleine Baustelle am Zugang zum Marktplatz, dort wo bis vor kurzem das Kunstwerk von Giovanni Vetere stand. Das ist auf die andere Straßenseite an eine prominente Stelle vor dem Rathaus umgezogen. Der alte Standort wird unterdessen neu belebt: Dort entsteht ein Denkmal zur Erinnerung an die mehr als einhundertjährige Geschichte der Industrie in Hennef. Fertiggestellt und eingeweiht werden soll es im September 2015.

Initiiert haben das Industriedenkmal der Verkehrs- und Verschönerungsverein Hennef e.V. 1881 und die Stadt Hennef, gestaltet und entwickelt hat es die Metallgestalterklasse des Carl-Reuther-Berufskollegs Hennef unter Leitung von Rolf Baum, gebaut die Hennefer Firma Rausch GmbH. Die Firma Laufenberg & Eitelgörge hat die nötigen statischen Berechnungen erstellt. Das Denkmal wird die herausragenden Merkmale der Industriegeschichte Hennefs zeigen: Landwirtschaft, Bergbau, Verkehr, Landmaschinen, Milchwirtschaft sowie die Chronos-Waage.

1862 gründete der Schlossermeister Carl Reuther (1834-1902) eine Werkstatt in Hennef. Er erkannte die günstige Verkehrslage seines Heimatortes und die Bedürfnisse der bäuerlichen Bevölkerung im Umland und begann 1869 in der Firma „Carl Reuther & Co. Landwirtschaftliche Maschinenfabrik“ mit der Herstellung von Maschinen für die Landwirtschaft. Seinem Beispiel folgten 1878 der Schlossermeister Johann Steimel (1842-1892) mit der „Johann Steimel Maschinenfabrik“, Johann Friedrich Jacobi (1841-1914) 1879 mit der „Joh. Fried. Jacobi Eisen- und Metallgießerei sowie Maschinenfabrik für die Landwirtschaft“, Philipp Löhe 1879 mit einer „Maschinenfabrik und Eisengießerei“ und 1881 Joseph Meys (1853-1922) mit der „Joseph Meys & Cie. Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen“. 1881 gründeten Carl Reuther und Eduard Reisert (1847-1914) die „Hennefer Maschinenfabrik Reuther und Reisert“, gemeinsam entwickelten sie die legendäre „Chronos-Waage“. Parallel dazu waren 1859 die Bahnstrecke entlang der Sieg, 1860 der Hennefer Bahnhof und 1862 die Bröltaleisenbahn entstanden.

Neben eigens für das Denkmal hergestellten Elementen werden drei historische Gusssäulen eingearbeitet, die von der Firma Gebrüder Steimel zur Verfügung gestellt wurden. Sie stammen aus dem ursprünglichen Fertigungsgebäude, in dem die Firma seit 1910 die Milchzentrifuge „Polar“ produzierte.




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