Partner für Kinder: Erste Projektphase beendet
Partner im Zentrum – bald Start in weiteren Stadtteilen
(08.07.2010, dmg) Die drei Stadtteilforscherteams des Hennefer Stadtzentrums haben ihre Arbeit im Rahmen des Projektes „Partner für Kinder“ beendet, haben 16 Partner gefunden, einen „Vertrag“ mit ihnen geschlossen und an den ausgesuchten Geschäften und Institutionen deutlich sichtbare „Partner für Kinder“-Aufkleber angebracht. Die erste Phase des Projektes ist damit abgeschlossen, das Projekt soll jedoch in einer zweiten Phase bald auf die Außenorte und andere Stadtteile ausgedehnt werden. Zum Abschluss der ersten Phase luden jetzt Bürgermeister Klaus Pipke und das Partner-für-Kinder-Koordinierungsbüro des Jugendamtes zu einer Abschlussfeier in den Hennefer Jugendpark ein. „Das Projekt“, so Pipke, „zeigt eindrucksvoll, dass das Thema Kinderfreundlichkeit in Hennef gelebter Alltag ist.“
„Partner für Kinder“ ist eine Kooperation zwischen dem Deutschen Kinderhilfswerk und der Stadt Hennef. Ziel der Kooperation ist es, Geschäfte und Einrichtungen als Anlaufstellen für Kinder ausfindig und diese anschließend mit einem Aufkleber für Kinder erkennbar zu machen. Die Geschäfte verpflichten sich, Kindern in allen möglichen Situationen unkompliziert und schnell zu helfen. Dies könnte die Frage nach der Uhrzeit sein, kurz auf die Toilette gehen zu dürfen, etwas zu trinken zu bekommen, ein Telefonat führen zu können, eine Luftpumpe fürs Fahrrad zu erhalten oder die sichere Begleitung über die Straße sein. Erkennbar sind „Partner für Kinder“ an einem entsprechenden Aufkleber direkt am Eingang.
Die Stadt Hennef ist übrigens Modellkommune für das Projekt und hat im Rahmen des Projektes eine Koordinierungsstelle beim Amt für Kinder, Jugend und Familie eingerichtet, die sämtliche Abläufe des Projektes begleitet und betreut hat. Ansprechpartner sind Dieter Trimborn und Anna Neukirchen.
Die Stadt Hennef ist übrigens Modellkommune für das Projekt und hat im Rahmen des Projektes eine Koordinierungsstelle beim Amt für Kinder, Jugend und Familie eingerichtet, die sämtliche Abläufe des Projektes begleitet und betreut hat. Ansprechpartner sind Dieter Trimborn und Anna Neukirchen.
Drei Stadtteilforscherteams
Bereits 2009 fiel der Startschuss für das Projekt. Danach machten sich drei Stadtteilforscherteams an die Arbeit, suchten Einrichtungen und Geschäfte im Hennefer Zentrum aus, die zentral gelegen sind und Kindern Hilfestellung in alltäglichen Problemlagen bieten können. Die Stadteilforscherteams waren eine Hort-Gruppe des Mutter und Kind-Hauses mit 15 Kindern im Alter von 7 bis 13 Jahren, eine Gruppe der Offenen Ganztagsschule Gartenstrasse mit 25 Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren und eine Gruppe des städtischen Kinder- und Jugendhaus mit 25 Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren. Im Frühjahr und Frühsommer 2010 nahmen die Stadtteilforscherteams Kontakt mit den potentiellen Partnern auf. Alle möglichen Partner, die von den Kindern angesprochen wurden, erklärten sofort ihre Bereitschaft, ganz offiziell „Partner für Kinder“ zu werden.
Bürgermeister Klaus Pipke lobte die Arbeit der Stadtteilformscherteams: „Es ist immer wieder beeindruckend, mit wie viel Kreativität und Engagement Kinder ihre Lebenswelt gestalten. Das Projekt Partner für Kinder ist ein weiteres Beispiel dafür, denn Stadt und Kinderhilfswerk haben hier nur den Anstoß gegeben, die Umsetzung lag in den Händen der Stadtteilteams und damit der Kinder unserer Stadt.“
Die 16 Partner im Zentrum
Die 16 Partner für Kinder im Hennefer-Zentrum sind an den deutlich sichtbaren Aufklebern zu erkennen:
- Mutter- Kind-Haus, Humperdinckstr. 12
- Lebensmittelgeschäft Karadeniz, Beethovenstr.
- Stadtbibliothek Hennef, Beethovenstr. 21
- Tralli-Walli-Kinderland, Wehrstr. 105
- Polizeiwache Hennef, Lindenstr. 3
- Adler Apotheke, Frankfurter Str. 100
- Logica, Humperdinckstr. 1
- Feuerwache Hennef, Theodor-Heuss-Allee 23
- Ringfoto Berger, Frankfurter Str. 120 A
- Sankt Simon und Judas, Kirchstr. 3
- Buchhandlung am Markt, Adenauerplatz 22
- Kreisparkasse Köln, Frankfurter Str. 112 (inklusive der Zweigstellen)
- Schreibwaren Mons, Frankfurter Str. 126
- Intersport Reuther, Frankfurter Str. 124
- Kinder- und Jugendhaus, Frankfurter Str. 144
- Rathaus, Frankfurter Str. 97
Bürgermeister Klaus Pipke bedankte sich bei allen Partnern für ihre Bereitschaft mitzumachen: „Eine kinderfreundliche Stadt lebt davon, dass alle an einem Strang ziehen. Die 16 Partner sind sicher auch ohne Aufkleber an der Tür jederzeit bereit, Kindern zu helfen. Aber mit Aufkleber werden Sie sichtbares Mitglied einer breiten Hennefer Lobby für Kinder. Dafür im Namen der Stadt mein herzliches Dankeschön.“
Der Vertragstext
Jeder Partner musste mit den Kindern der Stadtteilforscherteams einen Vertrag abschließen. Der Vertragstext im Wortlaut: „Mit diesem Vertrag – symbolisiert durch den angebrachten Aufkleber – erkläre ich, Partner für Kinder zu sein und ihnen Hilfe bei alltäglichen Problemen und Schutz vor Gefahren zu bieten. Wenn Kinder alleine unterwegs sind, fehlen ihnen bei kleineren Anliegen und bei drohender Gefahr (Belästigung) oft geeignete Ansprechpartner. Anliegen können z.B. sein: kurz Telefonieren, auf die Toilette gehen, nach der Uhrzeit fragen oder etwas Trinken zu dürfen. Als Partner für Kinder erkläre ich mich bereit, in diesen und ähnlichen Situationen Kinder zu unterstützen und ihnen zu helfen.“
Fortsetzung folgt unter anderem in Uckerath
Nach den Sommerferien wird das Koordinierungsbüro im Jugendamt einen Fahrplan für die Fortsetzung des Projektes in anderen Stadtteilen erarbeiten. Welche Stadtteile dann von örtlichen Stadtteilforscherteams begangen werden, steht noch nicht fest. In jedem Fall aber wird Uckerath Teil der zweiten Phase des Projektes sein.










