Energiesparmodell am Städtischen Gymnasium Hennef

Aus dem Förderprogramm der Nationalen Klimaschutzinitiative (Förderkennzeichen: 03K12503)

Energiesparmodelle sind eine besondere Form des Klimaschutzmanagements und tragen in mehrfacher Hinsicht zum Klimaschutz bei. Zum einen decken sie Potenziale zur Energieeinsparung auf und bieten Möglichkeiten zur Minderung der Treibhausgasemissionen und der Energiekosten. Zum anderen tragen pädagogisch flankierende Maßnahmen zur Verankerung von Klimaschutz und bewusstem Ressourcenumgang im Denken und Handeln der verschiedenen Nutzergruppen bei. Somit wird Klimaschutz behutsam in den Alltag integriert und vor Ort erlebbar. Kinder und Jugendliche können Umwelt- und Klimaschutzgedanken ganz selbstverständlich in ihre Familie und ihren Freundeskreis hineintragen und sie zur Nachahmung der neu erlernten Verhaltensweisen anregen.

Teil des Vorhabens ist es auch, alle relevanten Verbrauchs- und Gebäudedaten in den Einrichtungen aufzunehmen und stetig zu kontrollieren. Dazu werden Schlüsselpersonen, bspw. die Gebäudeverantwortlichen, identifiziert und geschult. Übergeordnetes Ziel ist es, die Maßnahmen des Energiesparmodells langfristig in der Einrichtung zu etablieren und die Fortführung nach Ende des maximal vierjährigen Bewilligungszeitraums gänzlich in die Verantwortung der jeweiligen Einrichtung zu geben.

Mitte 2018 wurden alle städtischen Hennefer Schulen bzgl. verschiedener Beratungsmodellen in der Schulleiterkonferenz und persönlichen Beratungsgesprächen angesprochen.

Das Städtische Gymnasium Hennef hat sich für das Energiesparmodell im Rahmen der Förderung durch die Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums entschieden. Die Beschlüsse für das Vorhaben wurden am 20.03.2019 im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz und im Rat am 01.04.2020 gefasst. Nach ersten Vorgesprächen mit der Schule wurde Mitte 2019 der Förderantrag gestellt. Der Bewilligungsbescheid traf im Dezember 2019 ein. Für die Durchführung des 4-jährigen Vorhabens wurde die Fa. Gertec beauftragt. Der Auftakt des Projektes sollte am 26.03.20 erfolgen, wurde jedoch durch die Corona-Pandemie auf den 27.08.20 verschoben. Bei dem ersten Zusammentreffen aller Akteure wurden das Vorgehen besprochen, Aufgaben verteilt sowie erste Maßnahmen und Aktionen beschlossen.

Die durch nicht-investive Maßnahmen erzielten Einsparungen werden im Verhältnis 50:50 zwischen Schule und Stadt aufgeteilt.  Die Auszahlung erfolgt, sobald die erforderlichen Daten vorliegen. Über die Verwendung der Mittel entscheidet die Schul- bzw. Gesamtkonferenz oder ein von ihr eingesetztes Gremium.

Gefördert wird die Maßnahme aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative, durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und dem Projektträger Jülich.

Nationale Klimaschutzinitiative 

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.