Labyrinth-Stein im Foyer des Rathauses

Bis zum 31. Juli ist der Labyrinth-Stein im Foyer des Hennefer Rathauses zu sehen. Darüber freuen sich (v.l.) Markus Weisheit., Sigrid Klein und Pfarrer Niko Herzner.

Bis zum 31. Juli ist der Labyrinth-Stein im Foyer des Hennefer Rathauses zu sehen. Darüber freuen sich (v.l.) Markus Weisheit., Sigrid Klein und Pfarrer Niko Herzner.

(12.6.2018, ms) „Ein Labyrinth für den Kurpark“ heißt das Projekt, das Sigrid Klein ins Leben gerufen hat und das von der Evangelischen Kirchengemeinde Hennef und der Stadt Hennef unterstützt wird. Inspiriert von dem berühmten Labyrinth in der Kathedrale von Chartres, kam die Geistingerin auf die Idee, einen solchen geistlichen Ort im Hennefer Kurpark für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hennef zu erschaffen. Bis zum 31. Juli ist nun ein Labyrinth-Stein, der später das Zentrum des Labyrinthes bilden wird, im Foyer des Hennefer Rathauses, Frankfurter Straße 97, zu sehen. Schöpfer dieses Steines ist Bildhauer Markus Weisheit.

Das Projekt und die Umsetzung

„So ein Labyrinth kann auf ganz vielfältige Weise helfen unser Leben zu verstehen und im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt die eigene Mitte zu finden“, sagte Siegrid Klein. Labyrinthe werden oft mit Irrgärten verwechselt, sind aber das genaue Gegenteil. Ein Labyrinth kennt keine Irrwege oder Sackgassen. Es bietet eine klare Wegführung, die der Meditation dient. Wie im Leben kommt man dabei seinem Ziel manchmal zum Greifen nahe, wird dann wieder anscheinend davon weggeführt, kommt ihm aber dennoch mit jedem Schritt näher. Es ergibt sich ein Pilgerweg auf engstem Raum. Man kann ein Labyrinth alleine oder in Gruppen gehen. Als offenen Weg, oder in Verbindung mit einfühlsamen Texten. Auf spielerische Weise mit Kindern, einfach so, oder im Gottesdienst. Es gibt ungezählte und vielseitige Möglichkeiten, die alle dem inneren Wachstum dienen.

Eine der Besonderheiten am „Labyrinth für den Kurpark“ ist der barrierefreie Zugang. Geplant ist eine Wegbreite, die es allen Menschen, auch Menschen mit Rollstuhl oder Rollator, möglich macht es zu nutzen. Den Entwurf, basierend auf der Form „Petite Chartres“, hat Pfarrer Niko Herzner mit Sigrid Klein entwickelt. Die Stadt Hennef stellt eine Fläche im Kurpark zur Verfügung und wird nach Fertigstellung die Verantwortung für das Labyrinth übernehmen. „Ein solches Labyrinth passt hervorragend in das Konzept des Kurparks“, sagte Johannes Oppermann, Leiter des Umweltamtes der Stadt Hennef. „Hier finden nicht nur Hennefer Bürgerinnen und Bürger und Familien, sondern auch Menschen aus der Umgebung auf vielfältige Weise Möglichkeiten ihrem Körper und ihrer Seele etwas Gutes zu tun. Auch für Kinder ist das eine sehr schöne Erfahrung. Hier besteht die Möglichkeit, ihnen den Lebensweg spielerisch zu vermitteln. Das entspricht dem Sinn der kneippschen Idee.“
"Das Labyrinth bietet in der heutigen, viel zu hektischen Zeit eine Möglichkeit, seinen Lebensweg bewusster wahrzunehmen und gesund zu blieben", sagte Siegrid Klein.

Nach der Fertigstellung ist es ein Herzensanliegen von Sigrid Klein, sich in regelmäßigen Abständen unter anderem mit Schulklassen, Kindergartengruppen und Senioren am Labyrinth einzufinden und Begehungen mit ihnen gemeinsam durchzuführen. Nähere Informationen dazu folgen.

Die Umsetzung des Projekts „Labyrinth für den Kurpark“ ist ein Bürgerprojekt. Das heißt: Die Kosten zur Errichtung müssen als Spenden aufgebracht werden. Benötigt werden rund 25.000 Euro. Das Presbyterium der Evangelischen Gemeinde Hennef hat ein Konto zur Spendenverwaltung bereitgestellt und beteiligt sich mit bis zu 5.000 Euro aus Haushaltsmitteln. „Ein solches Schmuckstück dient der Gemeinde und kann nur gemeinsam mit der Gemeinde geschaffen werden“, sagte Pfarrer Niko Herzner.

Unterstützung durch Spenden

Wer das Projekt „Labyrinth im Kurpark“ unterstützen möchte, kann das mit einer Spende unter dem Stichwort „Labyrinth Kurpark“, Gemeindekonto der Evangelischen Kirchengemeinde Hennef, IBAN DE17 3705 0299 0000 2001 21. Für alle Spenden hält Sigrid Klein eine kleine Überraschung bereit: "Ich freue mich auf eine freudvolle Begegnung im Kurpark zu einer Reise ins Labyrinth mit Ihnen und Ihren Familien und bedanke mich schon jetzt für Ihre freundliche Hilfe."