Galerie im Foyer 2020. Plus: Kunst auf der Burg

Bild: Klaus Stanek

Bild: Klaus Stanek

Foto: Klaus Strack

Foto: Klaus Strack

Foto: Rainer Griese

Foto: Rainer Griese

Bild: Helmut Sommerhäuser

Bild: Helmut Sommerhäuser

Bild: Ulrike Biermann

Bild: Ulrike Biermann

Bild: Michael Liss

Bild: Michael Liss

Bild: Ursula Novotny-Schmandt

Bild: Ursula Novotny-Schmandt

(17.12.2019, dmg) Auch 2020 bietet die Galerie im Foyer des Hennefer Rathauses wieder ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm. Es stellen aus: Klaus Stanek, Gemälde (20.1. bis 14.2.), Klaus Strack, „Expedition in die Heimat“ – Fotos von den Grenzen des Rhein-Sieg-Kreises (9.3. bis 3.4.), die Kunstkurse der weiterführenden Schulen in Hennef (28.4 bis 28.5.), Rainer Griese, Fotografien (24.8. bis 18.09.), Helmut Sommerhäuser, Gemälde (2.11. bis 27.11.) sowie Ulrike Biermann, Michael Liss und Ursula Novotny Schmandt (7.12.2020 bis 8.1.2021). Außerdem findet vom 21. Juni bis zum 27. September wieder die Skulpturenausstellung „Kunst auf der Burg statt“.

Klaus Stanek, Gemälde – 20. Januar bis 14. Februar

Klaus Stanek wurde 1952 in Siegburg geboren, studierte in Köln Kunst und lebt seit vielen Jahren als freier Künstler in Hennef-Oberauel. Während seiner künstlerischen Karriere befasste es sich unter anderem mit experimenteller Fotografie und Malerei, verschiedenen Drucktechniken, Ölmalerei, verschiedenen Medienprojekten und Computermusik, Digitaler Kunst und mit Action Painting. Seit 2011 arbeitet er mit einer neuen Mischtechnik mit Farbstiften und wasservermalbaren Ölfarben auf Leinwand in Formaten bis 120 mal 150 cm. Dabei sind unglaublich detailreiche und phantasievolle Bilder entstanden, die den Betrachter lange und intensiv fesseln, immer wieder zum Hinschauen anregen und immer wieder Dinge entdecken lassen, abstrakte Kleinigkeiten, aber auch vermeintlich konkrete Dinge wie Augen oder bestimmte Strukturen. Klaus Stanek sagt über diese Arbeiten: „Zeichnungen mit wasservermalbaren Farbstiften sind eine Art spontanes Archivieren, das durch die Suggestivkraft der Linien und Strukturen flüchtiges und vergängliches festhält und so eine starke psychische, emotionale Wirkung auf den Betrachter eines Bildes ausüben kann. In den kleineren Partien und Details meiner Bilder lassen sich nicht nur Wesenheiten erkennen. Kreativ übermalte Linien, Flächen, Strukturen ermöglichen dem Gehirn etwas zu erkennen, was vielleicht nicht existiert, und doch empfindet das Gehirn das, was das Auge sieht. Da ist etwas, was man glaubt zu kennen, und ordnet es in seine Welt ein. Das nennt man Pareidolie. In den meisten Fällen stellt sich jedoch heraus, dass die Betrachter von ihrer eigenen Wahrnehmung getäuscht wurden. Dies geschieht häufiger, als man meinen möchte. Warum ist das so? Dies hängt damit zusammen, wie unsere Wahrnehmung funktioniert. Sie geschieht nicht auf einmal, es handelt sich vielmehr um einen dreistufigen Prozess von Empfinden über Organisieren bis zum Einordnen. Bei der visuellen Wahrnehmung passiert folgendes: In der ersten Stufe bildet sich das Abbild eines Objektes auf der Netzhaut. In der zweiten Stufe wird das Gesehene zu einer festen Form zusammengesetzt, also organisiert. Die dritte Stufe dient zur Einschätzung und Kategorisierung des Gesehenen und ordnet ihm eine Bedeutung zu.“

Seine Bilder hat Stanek bereits bei den Hennefer Kunsttagen der Initiative Kunst sowie im Rahmen der Kunstpunkte in seinem offenen Atelier „Staneks Welten“ gezeigt. Im Mai 2019 waren die Bilder in der „galerie m beck“ in Offenburg-Durbach zu sehen. Nun zeigt er seine Bilder vom 20. Januar bis zum 14. Februar 2020 im Hennefer Rathaus. Die Vernissage ist am 18. Januar um 11 Uhr.

Klaus Strack, Expedition in die Heimat! Fotos von den Grenzen des Rhein-Sieg-Kreises – 9. März bis 3. April 

Was macht ein Wanderer, der fast alle Wanderwege in der Region kennt? Er sucht sich eine neue Route, eine, die noch nie jemand abgelaufen ist. Der Siegburger Klaus Strack wanderte entlang der Grenzen des Rhein-Sieg-Kreises – 391 Kilometer in 17 Etappen. 50 Jahre nach der Gründung des Rhein-Sieg-Kreises im Jahre 1969 führte eine Mischung aus Neugier, Wanderlust und beruflichem Interesse zur Entscheidung, die Heimat näher „unter die Füße zu nehmen“, den Rhein-Sieg-Kreis an seinen Rändern zu umrunden und damit näher kennen zu lernen und die Eindrücke in Fotografien festzuhalten. Auf dreißig teilweise großformatigen Aufnahmen, gibt Klaus Strack einen Einblick in den Alltag an der Grenze des Rhein-Sieg-Kreises. Touristische Motive stehen dabei nicht im Fokus, sondern die Abbildung der Gegenwart mit all ihren Facetten und Besonderheiten. Der Reiz der Aufnahmen entfaltet sich dabei mitunter erst auf den zweiten Blick. 
Klaus Strack ist Siegburger Bürger, gebürtiger Eitorfer und beruflich Kämmerer der Gemeinde Eitorf. 2018 waren die Bilder in Siegburg und in Eitorf sowie 2019 in Wachtberg zu sehen. Vom 9. März bis zum 3. April stellt Strack sie im Hennefer Rathaus aus, die Vernissage ist am 7. März um 11 Uhr.

Schulen stellen aus – 28. April bis 28. Mai

Auch 2020 findet wieder die traditionelle Ausstellung „Schulen stellen aus“ statt, in der die Kunstkurse der weiterführenden Hennefer Schulen die Ergebnisse ihrer Projekte präsentieren. Im Beethoven-Jahr 2020 werden vor allem Werke gezeigt, die sich in der ein oder anderen Form mit dem weltberühmten Bonner Komponisten beschäftigen. Die Ausstellung findet vom 28. April bis zum 28. Mai statt und wird am 28. April um 11 Uhr eröffnet.

Kunst auf der Burg

Seit 2012 zeigen renommierte Bildhauer jeden Sommer ihre Werke in der sehenswerten Kulisse der Ruine der mittelalterlichen Burg Blankenberg. Kurator ist der Bildhauer (mit Stadt Blankenberger Wurzeln) Peter Grunewald. 2020 wird die Ausstellung vom 21. Juni bis zum 27. September stattfinden, die Vernissage ist am Sonntag, dem 21.6.2020, 15 Uhr. Kunst auf der Burg ist seit 2016 Teil des „Rheinischen Kultursommers“.

Weitere Infos:

  • Ort: 53773 Hennef (Stadt Blankenberg), Burg Blankenberg
  • Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr
  • Parken: Wanderparkplätze an der Burganlage und am Katharinenturm (Anzahl begrenzt).
  • ÖPNV: S12, Ausstieg Haltepunkt Blankenberg. Fußweg nach Stadt Blankenberg ca. 20 Min.
  • Zur Kunst wandern: Burg Blankenberg liegt an der Etappe 3 des Natursteigs Sieg sowie am Erlebnisweg „Burgweg“. Infos: www.siegtal.com/natursteig-sieg

Rainer Griese, Fotografien – 24. August bis 18. September 

Rainer Griese, geboren 1955 in Troisdorf, studierte nach einer Ausbildung zum Schriftsetzer freie Fotografie an der Fachhochschule Köln und war nach dem Studium dort als Lehrbeauftragter tätig. Seit 1984 arbeitet er als freier Fotograf unter anderem im Bereich Buch-Cover-Gestaltung für zahlreiche Verlage. Seine Fotografien, für die er viele Auszeichnungen erhielt, wurden immer wieder im internationalen Kontext ausgestellt und sind in namhaften Sammlungen vertreten, so zum Beispiel in der Polaroid Collection in der Sammlung M. Heiting in Amsterdam und im Museum of Fine Arts in Houston, USA. Vom 24. August bis zum 18. September zeigt Griese seine Werke in der Galerie im Foyer des Hennefer Rathauses. Die Ausstellung wird am 22. August um 11 Uhr eröffnet.

Helmut Sommerhäuser, Gemälde – 2. bis 27. November

Helmut Sommerhäuser wurde 1937 in Troisdorf geboren und ist gelernter Stahlgraveur. Ende der 1950er Jahre arbeitete er eineinhalb Jahre in einem Goldbergwerk Ontario, Kanada. Bereits damals übte er sich in der Ölmalerei und besuchte, nachdem er nach Deutschland zurückgekehrt war, zahlreiche Kunstkurse, unter anderen bei der bekannten Hennefer Künstlerin Grete Schlegel. Seit Sommerhäuser pensioniert ist, bleibt ihm wieder mehr Zeit, sich der Kunst zu widmen. Und so beschäftigt er sich seit 1997 mit Acrylmalerei, aber auch der Gestaltung von Materialbildern und Palimpsesten: „Ich war und bin bemüht, immer Neues auszuprobieren, mich nicht auf ein Thema, eine Technik oder auf einen Kunststiel festzulegen. Neben Acrylfarbe verwende ich noch Materialien wie Stahl, Holz, Glas, Spiegel, Papier, Karton, Zinkblech, alte geschmiedete Nägel, Ton, Kupfer, Messing, Blei, Neusilber und viele andere.“ Die Werke Helmut Sommerhäusers sind vom 2. bis zum 27. November im Rathaus zu sehen, die Vernissage ist am 31. Oktober um 11 Uhr. 

 

TRIFOLIUM: Ulrike Biermann, Michael Liss und Ursula Novotny-Schmandt – 7. Dezember 2020 bis 8. Januar 2021

Ulrike Biermann, Michael Liss und Ursula Novotny Schmandt zeigen ihre Werke vom 7. Dezember 2020 bis zum 8. Januar 2021 in einer Gemeinschafsausstellung in der Galerie im Foyer des Hennefer Rathauses. Titel der Ausstellung ist: „TRIFOLIUM. 3 Künstler*innen des KUNST-WERKs stellen aus“. Die Vernissage ist am 5. Dezember um 11 Uhr.

Ulrike Biermann hat Kunst und Mathematik an der Universität Bonn studiert, sie arbeitet als Kunstlehrerin. Sie hat den KünstlerTreffHennef gegründet und ist, wie die beiden Mitaussteller Teil der Ateliergemeinschaft KUNST-WERK in Hennef. Sie hat ihre Gemälde bereits seit 1980 in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Der Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens liegt in der Acrylmalerei. Mit klaren Farben, bevorzugt Blau-, aber auch Gelb- und Rottönen, schafft sie sehr emotionale Bilder: „Seelenlandschaften“. 

Michael Liss hat unter anderem Kunstgeschichte studiert und ist Lehrer für Kunst, Technik und Religion und war Meisterschüler an der Kunstakademie Düsseldorf. 

Ursula Novotny-Schmandt, 1953 geboren, studierte unter anderem Kunstgeschichte und Ethnologie und hat eine tanz- und theaterpädagogische Ausbildung. Nach einer beruflichen Tätigkeit als Lehrerin in den Bereichen Literatur, Kunst und Darstellen und Gestalten widmet sie sich seit 2019 ausschließlich der Kunst: „In meiner Kunst verarbeite ich persönliche Eindrücke und Wahrnehmungen der sich immer stärkeren Entfremdung des modernen Menschen von Natur und Umwelt, von anderen Menschen und letztlich sich selbst. Künstlerisch sprechen mich Naturmaterialien wie Holz und Stein an, die ich in Skulpturen meiner eigenen Vorstellungen und Ideen verwandle. Meine Auseinandersetzung mit ethnologischen Themen wie Schöpfungsmythen und deren künstlerischem Ausdruck in verschiedenen Völkern und Kulturen, wie der australischen Aborigines, zeigt sich in meist spirituellen Bildern.“