Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hennef

Anlässlich des "Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust" zeigt  das Archiv der Stadt Hennef seine Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hennef erneut im Rathaus.

Anlässlich des "Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust" zeigt das Archiv der Stadt Hennef seine Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hennef erneut im Rathaus.

(14.1.2020, dmg) Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am Montag, dem 27. Januar, wird das Archiv der Stadt Hennef seine Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hennef erneut im Rathaus zeigen. Die Ausstellung besteht aus 14 Informationstafeln und wird vom 21. Januar bis zum 14. Februar im Foyer des Rathauses zu sehen sein. Die Ausstellung war im November 2018 erstmals im Rathaus zu sehen gewesen.

Die 14 Tafeln behandeln folgende Themen:

  1. Die Vorgeschichte der jüdischen Gemeinde in Hennef 
  2. Das Anwachsen der jüdischen Bevölkerung 
  3. Die Bildung der Synagogengemeinde 
  4. Die Errichtung der Synagoge 
  5. Der jüdische Friedhof 
  6. Zerstörung der Synagoge 
  7. Unterdrückung
  8. Ermordung
  9. Familie Kaufmann
  10. Familie Wolff
  11. Hermann Levy
  12. Familien Knobel und Seligmann
  13. Stolpersteine
  14. Die jüdische Religion

Neben der Darstellung der Geschichte der jüdischen Gemeinde werden also vier Familien und eine herausgehobene Einzelperson mit den wichtigsten Lebensdaten näher vorgestellt – eine exemplarische Darstellung vor allem der Familien und Personen, von denen im Stadtarchiv genügend Bildmaterial zur Verfügung steht. Hermann Levy als einzelne Person ist deswegen besonders erwähnenswert, weil er als glühender Patriot durch die Verleumdungen der Nationalsozialisten am 30. April 1936 in den Selbstmord getrieben wurde. Heute ist die Straße am jüdischen Friedhof nach ihm benannt. Die Tafel zu den Stolpersteinen zeigt alle Hennefer Stolpersteine, die Tafel zur Religion erläutert einige wichtige Feste und Symbole des Judentums. 

Gedenkstätte im Rathaus

Dauerhaft präsent ist die Geschichte der Hennefer Juden im Rathaus mit der Gedenkstätte zur Erinnerung an die ermordeten Hennefer Juden und die Zerstörung der Synagoge. Die Gedenkstätte wurde als Initiative des Hennefer Bürgers Heinrich Kneip kurz nach dem Bau des neuen Rathauses im Jahre 2000 auf einer Freifläche in der ersten Etage eingerichtet, die gezeigten Modelle und Skulpturen sind von ihm geschaffen worden. Zu sehen sind Modelle der Synagoge und des Thoraschreins der Synagoge, eine Stele mit einem Originalstein der Synagoge, eine Menora, Bronzeskulpturen sowie Fotos des Inneren und der zerstörten Synagoge und eine Tafel mit Namen der verfolgten und ermordeten Juden. Die Gedenkstätte ist während der Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich.