Stillstand gefährdet Trinkwasserhygiene

Derzeit steht das öffentliche Leben so gut wie still, was die Trinkwasserversorgung vor besondere Herausforderungen stellt. Hotels, Gaststätten, Sport- und Veranstaltungshallen, Vereinsheime, Schulen, Einkaufszentren, Ferienwohnungen und ähnliche Einrichtungen werden nur wenig genutzt oder sind komplett geschlossen. Das kann negative Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität in diesen Gebäuden haben. Denn jede Trinkwasser-Installation ist für eine regelmäßige Wasserentnahme ausgelegt. Entfällt diese, drohen hygienische Probleme, unter anderem durch Legionellen, die nur mit erheblichem Aufwand beseitigt werden können.

Die Rhenag und die Stadtwerke Hennef appellieren daher: Besonders wichtig ist, an jedem Wasserhahn, jeder Toilettenspülung und jedem Duschkopf sowohl im Kalt- als auch im Warmwasserbereich der Installation mindestens wöchentlich, besser aber alle 72 Stunden, so viel Wasser ablaufen zu lassen ist, bis das warme Wasser richtig warm und das kalte Wasser richtig kalt ist. Die Kalt und Warmwasserleitung muss man getrennt spülen, zunächst Warmwasser, dann Kaltwasser. Nur so kann garantiert werden, dass bei einer Wiederinbetriebnahme der Einrichtung einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung steht.

Wird dagegen eine Trinkwasser-Installation nicht gespült, spart dies zwar zunächst Kosten für Energie, Wasser und Personal. Aber dadurch verursachte hygienische Beeinträchtigungen führen unter Umständen zu hohen Sanierungskosten. Diese können weitaus höher liegen als die Kosten für die Durchführung von Spülprogrammen.

Übrigens: Eine Entleerung der Trinkwasser-Installation ist nicht sinnvoll, denn in der Regel bleibt das Wasser – oder zumindest Restwasser- in den Leitungen. Dies fördert mikrobiologische Probleme und kann zudem die Korrosion metallischer Werkstoffe verstärken.

Fazit: Bitte nicht vergessen, regelmäßig die Wasserhähne zu öffnen!