Fachkräfte trotzen der Kontaktsperre

Manche Kitas haben an ihre Fenster eine Nachricht für alle Familien, aber auch Nachbarn und Freunde der Einrichtung gepinselt.

Manche Kitas haben an ihre Fenster eine Nachricht für alle Familien, aber auch Nachbarn und Freunde der Einrichtung gepinselt.

(7.4.2020, ms) In Zeiten der Corona-Krise, Kontaktsperre und lediglich einer Notbetreuung in Hennefer Kindertageseinrichtungen (Kitas) und Schulen, versuchen die Fachkräfte für die Kinder und deren Familien ein Stück Normalität aufrecht zu erhalten. Nur ein Bruchteil der Kinder wird zurzeit in den Kitas betreut. Das bedeutet, dass der Großteil zu Hause ist und keinen Kontakt zur Kita hat. Doch die Fachkräfte trotzen der Kontaktsperre und lassen sich derzeit Vieles einfallen, um mit den Kindern und den Familien in Kontakt zu bleiben. Neben persönlichen Briefen ans Kind, die entweder ganz traditionell zu Hause eingeworfen werden oder per E-Mail bei den Eltern eingehen, gibt es verschiedene Ideen. 

Manche Kitas haben an ihre Fenster eine Nachricht für alle Familien, aber auch Nachbarn und Freunde der Einrichtung gepinselt. Hier ist zu lesen, „Wir vermissen Euch! Bleibt gesund, und bis ganz bald.“ Wieder andere Fachkräfte erweitern gerade ihr technisches Wissen und senden den Familien selbstbesprochene Audiodateien mit Geschichten zur Osterzeit. Es wurden auch digitale Rätsel selbst konstruiert, die Filmdatei geschnitten und versendet. 

Aber auch die Eltern werden nicht vergessen. Sie erhalten als Anregung Nachrichten mit Basteltipps, Bewegungseinheiten oder Kitaliedern.
„Wir sind beeindruckt wie kreativ unsere Fachkräfte mit dieser Zeit umgehen, welche Fähigkeiten genutzt und mit welcher Motivation diese tollen Ideen durchgeführt werden. Ebenso freut es uns, wie gut diese Aktionen bei den Familien ankommen“, sagt Martin Herkt, Beigeordneter der Stadt Hennef.

Es ist wichtig, den Kontakt zu den Kindern und den Familien zu halten. Da sind sich alle Einrichtungsleitungen der städtischen Kitas in Hennef einig. Ihre Idee war es auch, nun vor allem auf digitale Medien zu setzen und die einzelnen Ideen der Kitas an die Gemeinschaft der städtischen Einrichtungen weiterzugeben und zu teilen: „Denn nur zusammen schaffen wir das!“