Bürgermeister Dahm schlägt Quote für bezahlbares Wohnen in Hennef vor

Bürgermeister Mario Dahm (links) im Gespräch mit Peter Kox, Geschäftsführer des Mieterbundes Bonn Rhein-Sieg/Ahr.

Bürgermeister Mario Dahm (links) im Gespräch mit Peter Kox, Geschäftsführer des Mieterbundes Bonn Rhein-Sieg/Ahr.

(15.2.2021, dmg) Wohnraum wird im Rhein-Sieg-Kreis immer knapper und als Konsequenz teurer. Hennef gehört zu 18 Städten in Nordrhein-Westfalen, in denen nach Ansicht der Landesregierung der Wohnungsmarkt so angespannt ist, dass die Mietpreisbremse gilt. Die Hennefer Stadtverwaltung schlägt der Kommunalpolitik nun vor, das Thema bezahlbares Wohnen zum konkreten Ziel der städtischen Planungspolitik zu machen.

Dem Ausschuss für Stadtplanung und Wohnen liegt ein Beschlussvorschlag des Bürgermeisters vor, künftig in zentralen Lagen und bei geeigneten Grundstücksgrößen Planungsrecht für Dritte nur in Verbindung mit einem Anteil von mindestens 35 Prozent gefördertem Wohnungsbau zu schaffen. Solche Quotenregelungen gibt es bereits in anderen Städten, jedoch noch nicht im Rhein-Sieg-Kreis.

„Wenn wir nicht wollen, dass Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen aus Hennef verdrängt werden, müssen wir die wenigen verbleibenden Flächen mit Blick auf die Bedürfnisse der gesamten Stadtentwicklung entwickeln und für eine gute Durchmischung von Wohnraum für alle Einkommensgruppen sorgen. Dazu müssen wir genauer hinschauen und mitreden, wenn Flächen bebaut werden sollen“, erklärt Bürgermeister Mario Dahm die Zielsetzung eines möglichen Grundsatzbeschlusses des Rates zum Wohnungsbau.

Mieterbund begrüßt Vorschlag

Der Geschäftsführer des Mieterbundes Bonn Rhein-Sieg/Ahr, Peter Kox, äußerte sich im Rahmen seines Antrittsbesuches im Hennefer Rathaus sehr erfreut: „Es ist unbedingt notwendig, dass in attraktiven Wohnlagen wie in Hennef etwas für bezahlbare Mieten getan wird. Ich hoffe, dass Hennef diesen Beschluss fasst und damit Vorreiter für bezahlbares Wohnen im Rhein-Sieg-Kreis wird.“