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Zwischen Söven und der Grube Gottessegen

Diplocynodon am Rotter See

Diplocynodon am Rotter See

Golfplatz in Hennef-Söven

Golfplatz in Hennef-Söven

Telegraphenstation in Söven

Telegraphenstation in Söven

Telegrafenstation in Hennef Söven

Telegrafenstation in Hennef Söven

Diese Tour beginnt am Haus Dürresbach, wo man gut parken und zu Fuß oder auf mitgebrachten Fahrrädern starten und am Ende einkehren kann. In diesem Abschnitt finden Sie die Artikel "Nashörner und Krokodile am Rotter See" und "Telegraphenstation Söven".

Wir gehen von Haus Dürresbach entlang der Sövener Straße Richtung Söven bis an die Oberpleiser Straße, an der wir links abbiegen, um nach wenigen Metern gleich wieder links in die Straße Steinenkreuz abzuzweigen. Am Ende der Straße kurz vor der Ortsgrenze geht es in die Straße Am Telegraph, in der wir linker Hand gut sichtbar den 1833 erbauten optischen Telegraphen finden, der einzige Sichttelegraph, der baulich nahezu im Original erhalten ist: Station 54 der militärischen Telegraphenverbindung zwischen Berlin und Koblenz.

Kleiner Abstecher: Wir gehen die Straße Steinenkreuz geradeaus weiter und folgen dem Weg zwischen Feldern, Baumschule und Pferdekoppel. Zum einen haben wir hier einen guten Ausblick sowohl nach Westen wie nach Osten, zum anderen können wir, in Richtung Ort blickend, den die Wohnhäuser deutlich überragenden Telegraphen sehen und schließlich befinden wir uns hier an der östlichen Grenze des Golfplatzes, dessen westliche Grenze wir im Verlauf dieses Rundganges ebenfalls noch passieren werden.

Am Ende der Straße Steinenkreuz, gegenüber dem Weg, den wir soeben für einen kurzen Abstecher genutzt haben, kommen wir in die Felderhauser Straße und genießen hier die teilweise unverbaute Aussicht in Richtung Osten über den Finkelsberg bis nach Bödingen auf der anderen Siegseite. Der Ausblick begleitet uns auch weiter auf der Oberpleiser Straße bis wir am Ortsausgang links in die letzte Straße in Söven abbiegen und der Blankenbacher Straße in den Fronhof bis zur Rotter Straße folgen. Entlang dieser Passage haben wir über weite Strecken einen freien Blick auf das Blankenbacher Tal über Dambroich und Birlinghoven und bis zum Siebengebirge. Vor allem der Ölberg mit seiner steil in den Himmel ragenden Antenne, der in dieser Region Hennefs ein ständiger Blickfang ist, ist beeindruckend. Im Übrigen haben wir in diesen Straßen auch die Gelegenheit zu beobachten, wie liebevoll die Hennefer ihre Häuser, Gärten und Straßen hegen und pflegen. Am Feuerwehrhaus der Löschgruppe Söven – gegenüber der Grundschule mit der neuen Sporthalle, ein 2005 fertig gestellter, lange gehegter Traum der Sövener – gehen wir links weiter über die Dambroicher Straße nach und durch Rott. Auch hier fallen die schön gepflegten Gärten auf und die in ganz Hennef präsenten und gut erhaltenen Fachwerkhäuser. In Rott-Mitte bietet sich eine kurze Rast an der Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung an, deren hoher Glockenturm uns seit der Blankenbacher Straße Wegweiser war. Am Ortsausgang von Rott sehen wir rechts einen der vielen Hennefer Fachwerkhöfe, ein Blick in den idyllischen Innenhof lohnt!

Wer keinen Wert auf einen Abstecher legt, kann hier umkehren oder über die Ölgartenstraße oder Zur Geistinger Mark zurück nach Söven gehen oder radeln. Wer noch einen längeren Marsch durch den Wald anschließen möchte, folge der Dambroicher Straße weiter bis ins Tal. Wenn man nach einigen Schritten an einer Stelle stehen bleibt, die einen freien Blick nach Norden ermöglicht, sollte man inne halten: Das Tal, in das wir hier blicken, war vor 25 Millionen Jahren ein riesiger See. Von Haus Dürresbach bis Haus Ölgarten und hoch nach Rott und Söven lag der Rotter See, dessen Überreste heute in Form von Blätterkohle tief im Erdboden zu finden sind, die noch bis ins 19. Jahrhundert hinein abgebaut wurde. Bei der folgenden Passage unserer Tour werden wir das Areal der ehemaligen Grube Gottessegen umrunden und durchqueren, eines der vielen versteckten Zeugnisse der langen Bergbautradition Hennefs. Ähnlich der Wanderung rund um Geistingen, die sich in Teilen mit dieser Wanderung überschneidet, fallen auch hier die überwucherten und laubbedeckten Abraumhalden im Wald auf, ansonsten kann der Laie die ehemalige Grube jedoch nicht erkennen. 

Kurz vor dem Ortseingang Dambroich finden wir rechter Hand einen kleinen Wanderweg in Richtung Wald. Ab hier sollte man sich auf ein teilweise unwegsames Gelände einstellen und gegebenenfalls eine Wanderkarte und Wegweiser zu Rate ziehen. Ziel ist die Verbindungsstraße zwischen Haus Ölgarten und Rott und weiter zwischen Geistingen und Rott, Teil des südlichen Sieghöhenweges. Hier folgen wir dem Weg nördlich in Richtung Geistingen und gehen entlang der besagten westlichen Grenze des Golfplatzes. Noch vor dem Weingartsberg biegen wir rechts in Richtung Osten ein und folgen dem Weg, der nach einigen Hundert Metern auf die Sövener Straße trifft. Rechts die Straße hoch gehend kommen wir bald zurück zum Ausgangspunkt Haus Dürresbach, wo die Clubgastronomie zur wohlverdienten Rast einlädt.

Nashörner und Krokodile am Rotter See

Ein Klima wie auf Teneriffa. Spiegelglatt liegt ein See in der Landschaft, leise plätschert Wasser ans Ufer. Birken, Buchen, Ulmen, Palmen und Zypressen stehen bis dicht ans Wasser. Hier und da trampelt ein kurzbeiniges Nashorn durchs Gebüsch, Krokodile räkeln sich in der Sonne, Honigbienen summen geschäftig, ein Palaeobatrachus diluvianus hüpft schwerfällig vorbei, Bärenhunde schleichen Beutetieren hinterher. Wir befinden uns in Hennef-Rott, genauer gesagt irgendwo zwischen den Orten, die man heute Rott und Geistingen nennt. Es ist die Epoche des Oligozän, die vor 38 Millionen Jahren begann und vor 25 Millionen Jahren endete. Die Erde sieht merklich anders aus, die Alpen und die Rocky Mountains entstehen gerade, das heutige Europa ist größtenteils von Wasser bedeckt. Auf dem Grund des Rotter Sees liegt sauerstoffarmer Faulschlamm, der Blätter und verendete Tiere in sich aufsaugt und konserviert.

Rund 25 Millionen Jahre später ist aus dem Faulschlamm und all den darin eingeschlossenen Wesen Ölschiefer geworden – auch Blätterkohle oder Papierschiefer genannt. Anfang des 19. Jahrhunderts entdecken Bergarbeiter, die den Ölschiefer 20 bis 30 Meter unter der Erdoberfläche abbauen, erstmals Versteinerungen. Schnell zeigt sich, dass sie eine Fossilienlagerstätte gefunden haben, die ihresgleichen sucht. Im Laufe der Jahrzehnte fördern Wissenschaftler mehrere Tausend Fundstücke zutage, darunter viele äußerst seltene Fossilien und Doppelfossilien. Zum Beispiel Libelleneier auf einem Lorbeerblatt, das Skelett eines Pfeifhasen, ein Nashorn, ein Kohlenschwein, ein Krokodil und den Frosch Palaeobatrachus diluvianus. Insgesamt können an dieser bedeutenden Fundstätte 900 verschiedene Tier- und Pflanzenarten, darunter 630 Insektenarten nachgewiesen werden. 

Heute kennt jeder Paläontologe auf der Welt den kleinen Ort Rott. Für die meisten allerdings liegt Rott „am Rande des Siebengebirges“ oder „nahe Bonn“. Natürlich liegt es vor allem in Hennef. Da, wo einst der besagte See war, putten, pitchen und schlagen dieser Tage Golfspieler kleine weiße Bälle oder joggen durch den Wald – was man im Holozän, wie Geologen unsere Epoche nennen, eben so macht. Die Rotter Funde kann man in den Museen der Welt besichtigen, so zum Beispiel im Natural History Museum in London, im Los Angeles County Museum, im Goldfuß-Museum des Instituts für Paläontologie der Universität Bonn oder im Siegburger Stadtmuseum.

Einer der eifrigsten Sammler Rotter Fossilien war der Kölner Lehrer Georg Statz, dessen Nachkommen 1954 seine Sammlung nach Los Angeles verkauften: 3.500 versteinerte Insekten und 2.300 fossile Pflanzenreste, insgesamt 5.800 Fossilien. Seit einigen Jahren befinden sich 2.500 dieser Fossilien der Statz-Sammlung wieder in unserer Region und können im Bonner Goldfuß-Museum besichtigt werden.

Die Schutthalden der Bergbaugruben rund um Rott sind bis heute erhalten und stehen als Landschaftsdenkmäler unter Schutz. Graben, wie Georg Statz das tat, ist hier nicht mehr möglich. Man kann nur vorbeispazieren und sich vorstellen, wie es damals, vor 25 Millionen Jahren war, mit Krokodilen am Seeufer, Nashörnern, die ihre dicke Haut an Zypressen reiben, und den längst ausgestorbenen Bärenhunden.

Telegraphenstation Söven

In Söven findet man ein echtes Schätzchen der Kommunikationsgeschichte: den 1833 errichteten optischen Telegraphen. Er ist Station 54 der militärischen Telegraphenlinie mit insgesamt 61 Stationen zwischen Berlin und Koblenz. Die Sövener Telegraphenstation lag zwischen den Stationen Telegraphenberg Troisdorf, Mauspfad – Nummer 53 – und Eudenbach Sauerwiese – Nummer 55. Sie zeigt heute als einzige des Rheinlandes noch den ursprünglichen Baubestand. Vor der Elektrifizierung war der optische oder Sicht-Telegraph die schnellste Methode der Kommunikation.

Das Prinzip war denkbar einfach: Von einem Telegraphen hatte man eine Sichtverbindung mit dem Fernrohr zu den jeweils nächsten Telegraphen in beide Richtungen der Linie. Jeder Telegraph war mit einem Mastbaum und sechs Flügeln ausgestattet, die in vier Positionen gebracht werden konnten – 0°,45°,90° und 135° – womit rechnerisch 4095 verschiedene Zeichen dargestellt werden können. Zwei Personen waren zur Bedienung nötig: Einer verstellte mittels Seilzügen die Flügel, der andere las mit Hilfe eines Fernrohrs die Zeichen der Sendestation. Übermittelt wurden chiffrierte Staatstelegramme.

Eine Kommunikation war nur in eine Richtung und natürlich nur tagsüber möglich, die Sendegeschwindigkeit lag bei 1,5 Zeichen pro Minute, eine Depesche von 80 Wörtern etwa benötigte für die Strecke Berlin-Koblenz mehrere Stunden, was allerdings erheblich schneller war, als eine Übermittlung per Postreiter. Jährlich wurden Schätzungen zufolge 500 bis 700 Telegramme übermittelt.

Die Telegraphenlinie Berlin-Koblenz wurde ab 1832 eingerichtet und bis 1852 betrieben. Die 1849 eingerichtete elektrische Telegraphenlinie von Berlin nach Koblenz machte die Sichttelegraphie überflüssig.




Der Bürgermeister

Volksbegehren G9

Volksbegehren G9

Mit Beschluss vom 13. Dezember 2016 hat die Landesregierung die amtliche Listenauslegung (2. Februar bis 7. Juni 2017) und die parallele Durchführung der Unterschriftensammlung (5. Januar 2017 bis 4. Januar 2018) für das Volksbegehren "Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien: Mehr Zeit für gute Bildung - G9 jetzt!" zugelassen. Ziel des Volksbegehrens ist es, dass an Gymnasien in Nordrhein Westfalen das Abitur wieder nach einer Regelschulzeit von 13 Jahren abgelegt wird. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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