Energie sparen und für den Ernstfall vorsorgen

Die Nachrichten sind voll davon, überall wird darüber geredet: Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und reduzierter oder sogar ausbleibender Gasimporte aus Russland besteht ab dem Herbst die Möglichkeit, dass Energie und Gas knapp werden. Die Folge: Wir müssen Energie, also Gas und Strom, sparen und uns darauf vorbereiten, dass das Gas knapp wird und der Strom ausfällt. 

Ein großer Teil unseres Stroms wird immer noch von Gaskraftwerken produziert. Und die meisten Heizungen in öffentlichen wie privaten Häusern in Hennef werden mit Gas betrieben. Durch die Knappheit sind auch die Preise für Gas und Strom in den vergangenen Monaten extrem gestiegen und wachsen immer mehr Verbraucher*innen über den Kopf.

Indem Sie aktiv und bewusst Energie sparen, leisten Sie also nicht nur einen Beitrag für die Gemeinschaft, sondern können auch Ihren eigenen Geldbeutel stark entlasten. Im Übrigen ist es auch angesichts des Klimwandels sinnvoll und richtig, weder Gas noch Strom zu verschwenden und Energie zu sparen.

Leichte Sprache

Hier klicken: diese Seite in Leichter Sprache. Dort findet man auch Infos zum Energie sparen und zur Vorsorge.

Hennef spart, damit es für alle reicht

Die Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis haben gemeinsam mit der Kreisverwaltung ein gemeinsames Paket an Sparmaßnahmen für öffentliche Gebäude und Einrichtungen verabredet. Expert*innen haben die Kommunen und den Kreis beraten. Alle versprechen sich deutliche Einsparungen. Die Maßnahmen werden spürbare Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Bereiche haben, sollen aber sicherstellen, dass Strom und Gas auch im Notfall für möglichst für alle reichen:

  1. Die Raumtemperaturen in städtischen Gebäuden werden einheitlich auf 19 Grad gesenkt. Das gilt nicht für Kindertageseinrichtungen und Schulen, dort wird die Temperatur auf 20 Grad festgelegt. Das entsprich einer durchschnittlichen Absenkung von 2 Grad. Die Raumtemperatur in den Sporthallen wird auf 16 bis 17 Grad abgesenkt. Nebenräume werden, sofern technisch umsetzbar, darüber hinaus weiter abgesenkt. Pro Grad Raumtemperatur ist eine Energieeinsparung von rund 6 Prozent möglich. Im Rathaus und in allen am Wochenende nicht genutzten städtischen Gebäuden wird die Heizung an den Wochenenden im Rahmen der technischen Möglichkeiten unter 19 Grad abgesenkt.
  2. In den Sporthallen wird die Warmwasserversorgung für die Nutzung nach Möglichkeit gesperrt. Duschen ist dort nicht mehr möglich.
  3. Die Wassertemperatur im Hallenbad Uckerath wurde bereits auf 28 Grad (Empfehlung für Lehrschwimmbecken) abgesenkt. Die Raumtemperatur wird reduziert. Der Warmwassertag wurde bereits eingestellt.
  4. Repräsentative Außenbeleuchtung, etwa des Rathauses, des Marktplatzes oder historischer Gebäude, wird abgeschaltet. Die Stadt appelliert an Privatleute und Firmen, ebenfalls auf repräsentative Beleuchtung zu verzichten. Unternehmen werden gebeten, auf Außenbeleuchtung, Schaufensterbeleuchtung, beleuchtete Reklametafeln etc. zu verzichten oder den Umfang und die Leuchtdauer zu reduzieren.
  5. Die Straßenbeleuchtung wird in der Zeit von 23 Uhr bis 5 Uhr abgeschaltet, freitags und samstags 1 Uhr bis 5 Uhr. Dies betrifft die Straßenbeleuchtung in städtischer Zuständigkeit, also nicht auf Landesstraßen oder Bundesstraßen. Aus Gründen der Verkehrssicherheit werden Fußgängerüberwege, Bahnübergänge, verkehrsreiche Kreuzungen und Bahnhöfe weiterhin beleuchtet. Die Beleuchtung des Busbahnhofes Hennef wird bereits jetzt in den Nachtstunden erheblich in der Leuchtkraft reduziert. Ein wichtiger Hinweis: Einzelne Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis wie etwa Windeck und Ruppichteroth schalten die Straßenbeleuchtung bereits seit Jahren um Mitternacht ab. Probleme sind nicht bekannt. Es gibt keine Anzeichen, Indizien, Studien oder Statistiken, die auf einen Zusammenhang zwischen Straßenbeleuchtung und Verkehrsunfällen oder Kriminalität hinweisen.
  6. Die Stadt wird die Umstellung der Leuchtmittel der rund 6.500 städtischen Lampen auf stromsparendes LED wird weiter vorantreiben.

Leuchttürme: Anlaufstelle bei Katastrophen

Anlaufstelle bei Katastrophen – das sind die Hennefer Leuchttürme. Sie werden bei längeren und außergewöhnlichen Notsituationen geöffnet. Zum Beispiel bei einem langen, großflächigen Stromausfall. Hier sollen Bürger*innen Informationen erhalten, Ansprechpartner*innen der Stadtverwaltung und Hilfe finden oder einen Notruf absetzen können. Über Hennef verteilt gibt es acht Leuchttürme, die über eine Notstromversorgung und ausfallsichere Kommunikationsmittel verfügen. Dies sind die Hennefer Leuchttürme:

Wichtig: Die Leuchttürme sind Anlaufstellen der Stadtverwaltung und bieten keine Möglichkeit, sich dauerhaft aufzuhalten, zu übernachten oder Lebensmittel auszugeben. Wenn es zum Beispiel einen lang andauernden und flächendeckenden Ausfall der Strom- oder Gasversorgung gibt, sind sehr viele Menschen betroffen. Stadt und Rettungsdienste können sich dann nur um absolute Notfälle kümmern. Jede*r Bürger*in muss daher auch selbst Vorsorge treffen. Zum Beispiel: Vorräte anlegen. Tipps und Links dazu findet man hier auf dieser Seite.

Übrigens: Im Rathaus bekommt man gedruckte Handzettel mit allen Adressen der Leuchttürme, außerdem einen Flyer mit nützlichen Infos zur Selbstvorsorge.



Links zum Thema Notfallvorsorge

Wie schütze ich mich und meine Mitmenschen bei Sturm oder Hochwasser? Wie verhalte ich mich, wenn auf einmal alles dunkel wird? Und welche Vorräte sollte ich für eine Krise immer in meinem Vorrat haben? Auf diesen Seiten finden Sie Empfehlungen und Checklisten:

 


Verordnungen der Bundesregierung

Das Bundes-Kabinett hat ebenfalls im August 2022 Energiesparmaßnahmen beschlossen, die kurz- und mittelfristig zur Sicherung der Energieversorgung beitragen. Unter anderem sollen weniger Büroflächen geheizt werden und Gebäude, Denkmäler und Werbeflächen zu bestimmten Zeiten nicht mehr beleuchtet werden. Die Regelungen treten zum 1. September (kurzfristige Maßnahmen) und zum 1. Oktober (mittelfristige Maßnahmen) in Kraft.

Weitere Informationen findet man hier.