
05 Nov. 20 Jahre für Familien da
(ms) Die Familienberatungsstelle im Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Hennef feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Und die Frühen Hilfen in der Familienberatungsstelle blicken auf zehn Jahre Unterstützung für werdende Eltern und Familien mit kleinen Kindern zurück. Zu diesen besonderen Ereignissen gratulierte Bürgermeister Mario Dahm den Mitarbeitenden in der Familienberatungsstelle zusammen mit Miriam Overath, Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, bei der Fachtagung in der Meys Fabrik.
„Familienleben ist bunt und voller schöner Momente – es bringt aber auch Fragen und Herausforderungen mit sich. Eltern geraten manchmal an ihre Grenzen, Kinder durchleben schwierige Entwicklungsphasen oder werdende Eltern sind unsicher, was auf sie zukommt. In solchen Situationen bieten die Familienberatungsstelle und die Frühen Hilfen Unterstützung und ein offenes Ohr“, so Irene Messmer, Leiterin der Familienberatungsstelle.
Die Familienberatungsstelle begleitet Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien. Die Frühen Hilfen ergänzen dieses Angebot. Sie richten sich an werdende Eltern und Familien mit kleinen Kindern – oft schon während der Schwangerschaft.
Der Leitsatz des Amtes Kinder, Jugend und Familie der Stadt Hennef bringt die Arbeit der Familienberatungsstelle auf den Punkt: „Gut aufwachsen in Hennef – das Besondere entdecken und stärken.“
Ein offenes Ohr für Fragen rund um Familie und Erziehung
Unterstützung ist nicht erst bei großen Krisen gefragt. Oft können schon ein Gespräch, eine neue Perspektive oder ein fachlicher Impuls helfen, den Familienalltag zu erleichtern. Ein entspannteres Miteinander gelingt durch bewusste Kommunikation, klare Vereinbarungen und gegenseitiges Verständnis im Alltag. Auch bei Trennung und anderen familiären Veränderungen können Eltern und Kinder Beratung in Anspruch nehmen.
Die Beratung ist vertraulich, wertschätzend und orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen. Eltern erhalten Unterstützung in ihrer Erziehungsaufgabe. Auch Kinder und Jugendliche bekommen Raum, ihre Sorgen und Wünsche anzusprechen.
Früh unterstützen – von Anfang an
Mit den Frühen Hilfen steht werdenden Eltern und Familien mit kleinen Kindern ein Angebot zur Verfügung, das frühzeitig Orientierung und Unterstützung bietet. Rund um die Geburt beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Neben Vorfreude können Fragen, Unsicherheiten und Belastungen entstehen. Damit müssen Eltern nicht allein bleiben.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem drei von einer Familienhebamme begleitete Angebote. Beim Frühstückstreff können werdende und junge Eltern in entspannter Atmosphäre zusammenkommen, Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen oder ganz entspannt Kaffee trinken. Die Babymassage vermittelt, wie liebevolle Berührungen die Bindung zum Kind stärken und dabei helfen können, seine Signale besser wahrzunehmen. Bei „Babys in Bewegung“ stehen die motorische Entwicklung der Kleinsten und spielerische Bewegungsanregungen im Mittelpunkt. Eltern erhalten dabei praktische Impulse für den Alltag.
Die Angebote bringen Eltern zusammen. Hier können sie Fragen stellen und merken, dass andere Familien genau dieselben Herausforderungen erleben. Man muss nicht erst in einer schwierigen Situation sein, um die Angebote zu nutzen.
Angebote für Eltern in unterschiedlichen Lebensphasen
Die Angebote der Familienberatungsstelle und der Frühen Hilfen entwickeln sich kontinuierlich weiter. Neben der individuellen Beratung gibt es Gruppen und Kurse, die den Austausch ermöglichen, Wissen vermitteln und Eltern stärken.
Im November 2027 stehen ein Pubertätskurs für Eltern und eine Vätergruppe im Mittelpunkt. Der Kurs zur Pubertät bietet Eltern Gelegenheit, diese besondere Entwicklungsphase besser zu verstehen, neue Perspektiven kennenzulernen und Anregungen für den Umgang mit den Herausforderungen dieser Zeit mitzunehmen. Die Vätergruppe lädt Väter dazu ein, Erfahrungen, Fragen und Herausforderungen miteinander zu teilen, Kontakte zu knüpfen und die eigene Rolle im Familienleben zu reflektieren.
Väter im Wandel – eine Ausstellung zum Jubiläum
Ein besonderer Blickfang im Jubiläumsjahr ist die Fotoausstellung „Familie im Wandel – Väter im Wandel“ im Generationenhaus. Die Fotografien von Martin Moog zeigen Väter zusammen mit ihren Kindern und machen sichtbar, wie vielfältig Vaterschaft heute gelebt wird, nämlich mit Nähe, Verantwortung, Fürsorge und gemeinsamer Zeit. Die Ausstellung greift damit ein Thema auf, das auch in der Arbeit mit Familien an Bedeutung gewinnt. Väter gestalten das Familienleben aktiv mit und übernehmen vielfältige Aufgaben. Die Ausstellung ist noch bis Ende des Jahres 2026 in den Fluren der Familienberatungsstelle und der Frühen Hilfen im Generationenhaus, Humperdinckstraße 24, zu sehen. Sie lädt Besucherinnen und Besucher ein, die unterschiedlichen Facetten von Vaterschaft und Familienleben zu entdecken.
Zwei Jubiläen, ein gemeinsames Anliegen
20 Jahre Familienberatungsstelle und zehn Jahre Frühe Hilfen stehen für das gemeinsame Ziel, Familien in unterschiedlichen Lebensphasen zu begleiten, ihre Stärken zu fördern und ihnen Unterstützung zugänglich zu machen. Dabei geht es nicht nur darum, Probleme zu lösen. Ebenso wichtig sind Begegnung, Orientierung und die Unterstützung von Eltern und Kindern in ihrer jeweiligen Lebenssituation.
Jede Familie ist anders. Manchmal braucht es nur ein offenes Ohr, einen hilfreichen Impuls oder ein unterstützendes Gespräch, um neue Wege zu entdecken. Die Familienberatungsstelle und die Frühen Hilfen laden Familien, werdende Eltern, Mütter und Väter ein, sich über die Angebote zu informieren und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Alle Angebote stehen den Hennefer Bürger*innen kostenlos zur Verfügung.
„Gut aufwachsen in Hennef – das Besondere entdecken und stärken: Gute Unterstützung beginnt nicht erst, wenn es schwierig wird. Sie beginnt dort, wo Familien Fragen haben, Orientierung suchen oder einfach jemanden brauchen, der ihnen zuhört“, so Irene Messmer.
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Beitrag vom 5.11.2026









