Container-Klassen sind pünktlich einsatzbereit

Bürgermeister Mario Dahm (l.), Schulleiterin Beatrix Glaser und ihr Stellvertreter Jens Heiseke im Gespräch in einem der neuen Klassenräume

Container-Klassen sind pünktlich einsatzbereit

 

(dmg) Die Container-Klassenräume am Städtischen Gymnasium sind pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres einsatzbereit. Errichtet wurden sie während der Sommerferien auf dem Schulhof, damit nach der Rückkehr von G8 zu G9, wodurch erstmals wieder neun Jahrgänge gleichzeitig unterrichtet werden, ausreichend Klassenräume zur Verfügung stehen.

Der Bau bietet sechs Klassenräume mit je rund 70 Quadratmetern, die aus jeweils vier Containermodulen ohne Zwischenwände bestehen. Hinzu kommen zwei Technikräume à 16 Quadratmetern aus je einem Modul. Der Flur zwischen den Räumen besteht aus sieben Containermodulen. Insgesamt wurden also 33 Containermodule verbaut. Jedes Modul für sich ist drei Meter breit, sechs Meter lang und hat eine Innenhöhe von 2,7 Metern.

Die bestehenden Räume der Schule bieten nicht mehr genügend Platz, da in den vergangenen Jahren mehrere Unterrichtsräume durch Neubauten, Umbauten und Umnutzungen im Zuge der Entwicklung zur Ganztagsschule entfallen oder nur noch eingeschränkt nutzbar sind. Insgesamt fehlten der Schule mindestens fünf Klassenräume sowie weitere Fach- und Verwaltungsräume, auch aufgrund gestiegener Anforderungen durch Integration und Inklusion.

Im Zuge der für die kommenden Jahre vorgesehenen umfassenden Fassadensanierung muss künftig ein weiterer, ähnlicher Bau auf dem Schulhof errichtet werden. Die Anlage ist daher so konzipiert, dass sie später für weitere Räume erweitert und aufgestockt werden kann. Die Planung der Sanierung beginnt noch in diesem Jahr.

Beide Container-Bauten sind für mindestens zehn Jahre nutzbar. Für die Zukunft ist eine bauliche Erweiterung des Gymnasiums selbst geplant. Die Konzeptplanung soll auf Grundlage der fortzuschreibenden Schulbedarfsplanung sowie unter Berücksichtigung der pädagogischen und organisatorischen Vorgaben der Schulleitung und des Schulamtes erfolgen.

Die Errichtung der hochwertigen Containeranlage hatte der Bauausschuss des Stadtrates am 5. März 2026 einstimmig beschlossen. Die neuen Klassenräume weichen in der Qualität deutlich von Standardcontainern ab, sind u. a. für den Schulbetrieb klimatisiert und schallakustisch optimiert. Für die Baukosten stehen im Haushalt der Stadt 1.200.000 Euro zur Verfügung, wobei die Maßnahme aus Mitteln des NRW-Infrastrukturgesetz zu 100 Prozent gefördert werden soll. Weitere 40.000 Euro stehen für die Einrichtung und die digitale Ausstattung der neuen Klassenräume zur Verfügung.

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Beitrag vom 1.9.2026