
12 Nov. Demokratielernen – Austausch und Inspirationen
(ms) Um das Thema „Demokratieförderung in Aktion und für die Praxis“ ging es beim „Dialogforum Jugendhilfe – Schulen“ kürzlich in der Meys Fabrik. Im Mittelpunkt stand die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schulen. Mit dabei waren zahlreiche Lehrkräfte und Schülervertretungen aus Hennefer Schulen, Pädagog*innen der Kinder- und Jugendhilfe sowie verschiedene Organisationen wie die Vereine „Helden“ und „Care Deutschland“ sowie Wegweiser NRW.
Ziel der Veranstaltung war es, das gelebte Demokratielernen in den Alltag von Jugendlichen zu integrieren und konkrete Lernfelder aus Schule und Freizeit zu identifizieren, in denen Demokratie praktisch erfahrbar wird. Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Mario Dahm, sprach Thorsten Kröber vom Verein „Helden“ zu dem Thema „Schule als demokratischer Ort – wie wir Jugendliche für Demokratie stärken“. Im Anschluss gab es die Gelegenheit, sich an mehreren Präsentationstischen über Beispiele aus der Praxis zu informieren, auszutauschen und inspirieren zu lassen. Im Mittelpunkt stand die Idee, Demokratie nicht ausschließlich als Fachunterricht zu vermitteln, sondern als gelebte Praxis, die sich im täglichen Miteinander widerspiegelt. Durch interdisziplinäre Kooperationen sollen Jugendliche die Werte von Teilhabe, Respekt und Diskursfähigkeit unmittelbar erleben und erproben können. Wichtig war es den Veranstalter*innen, auch die Schülervertretungen aktiv in die Auswahl der Methoden und Lernangebote einzubeziehen. Dadurch sollen Bedürfnisse, Erfahrungen und Perspektiven der Jugendlichen direkt in die Gestaltung der Demokratiebildung einfließen.
Eingeladen zu der Veranstaltung hatten Maj Kockelmann, Projektkoordinatorin der Kinder- und Jugendstiftung Hennef und stellvertretende Vorsitzende der „AG 78 Freie Träger Jugendhilfe“ sowie Susanne Kurpiela, Abteilungsleitung Kinder- und Jugendförderung als Vertreterin des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Hennef.
Ergebnis des Dialogforums
Ein zentrales Ergebnis des Dialogforums war die Anerkennung von Schule und Freizeit als ergänzende Lernfelder. Beide Bereiche bergen Potenziale, demokratische Kompetenzen zu entwickeln: In der Schule durch Reflexion, Partizipation in Gremien und Lernprozesse. In der Freizeit durch gemeinschaftliches Handeln, Einrichtungsstrukturen und ehrenamtliches Engagement. Durch abgestimmte Angebote und klare Schnittstellen sollen Kinder und Jugendliche befähigt werden, Verantwortung zu übernehmen und unterschiedliche Perspektiven gewinnbringend zu integrieren.
Künstlerische Begleitung
Die gesamte Veranstaltung begleitete die Hennefer Künstlerin Anna Karina Birkenstock mit einem Graphic Recording. Bildhaft fasste sie die Inhalte, Aussagen und Möglichkeiten zusammen, die sich aus den Gesprächen des Dialogforums ergaben.
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Beitrag vom 12.11.2025


