
24 Sep. Jochen Herchenbach las aus „Alles hat seine Zeit“
(ms) Wie aus einer langen Familiengeschichte ein Buch wird, erzählte Jochen Herchenbach bei einer Lesung in der Meys Fabrik, die die Stadtbibliothek veranstaltete. Anlass für seine Recherche war die Geschichte seiner Familie. Entstand ist daraus „Alles hat seine Zeit – Vom Aufstieg und Überleben einer Bauernfamilie“.
Er nahm er das Publikum mit auf eine Reise durch vier Jahrhunderte Geschichte des Siegtals und bot einen abwechslungsreichen Mix aus historischen Ereignissen, Sagen und persönlichen Geschichten.
Dabei kamen auch die dunklen Seiten der Vergangenheit zur Sprache: Mord, Totschlag, Plünderungen und die Zeit der Hexenverfolgungen. Allein in Siegburg, so Herchenbach, seien dreißig Frauen verbrannt worden. Er erzählte aber auch von heiteren und allzu menschlichen Begebenheiten – etwa von der Klüngelei rund um die Mailehen, bei denen Junggesellen und junge Frauen ihre Beziehungen nicht allein dem Zufall überlassen wollten. Auch Sagen wie die von den Mücher Heufressern fanden ihren Platz.
Und immer wieder ging es um Menschen und ihre Beziehungen: Herchenbach berichtete davon, wie Paare sich fanden und sich aus ersten Begegnungen Zuneigung entwickelte. Der zeitliche Bogen des Romans reicht bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Mit der Heimkehr dreier Söhne findet die Geschichte einen versöhnlichen Abschluss. Herchenbachs schriftstellerische Arbeit geht unterdessen weiter: Ein zweites Buch liegt bereits in der Rohfassung vor. Die Stadtbibliothek Hennef möchte den Autor im Frühjahr 2027 erneut in der Meys Fabrik präsentieren.
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Beitrag vom 24.9.2026


