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Hier finden Sie alle Hauptstrategien und Leitkonzepte der Stadt Hennef. Klicken Sie auf ein Konzept, um Details, Dokumente und weitere Infos zu sehen.
Das integrierte Vorreiterkonzept „Treibhausgasneutrale Stadt Hennef 2040“ zeigt, welche Schritte in den kommenden Jahren verfolgt werden sollen, um die zwei zentralen Klimaschutzziele der Stadt Hennef zu erreichen:
Um dies umzusetzen, wurde ein detaillierter Maßnahmenkatalog entwickelt, der alle relevanten Handlungsfelder berücksichtigt. Die Maßnahmen sind den fünf folgenden Sektoren zugeordnet:
Die Stadt Hennef nutzt für das Klimaschutzmonitoring die digitale Plattform ClimateView. Dieses so genannte Klimabarometer bereitet komplexe Daten grafisch und strukturiert auf. So erhalten Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Interessierte einen schnellen Überblick und detaillierte Einblicke in zentrale Aspekte des Klimaschutzes in Hennef:
Das Monitoring stellt die Entwicklungen transparent dar und ermöglicht eine laufende Erfolgskontrolle. Das Vorreiterkonzept wird jährlich überprüft und unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse und Rahmenbedingungen fortlaufend weiterentwickelt. Die Treibhausgasbilanz wird in der Regel alle fünf Jahre aktualisiert, sodass ein anpassungsfähiger und transparenter Prozess gewährleistet ist.
Das integrierte Klimaschutzkonzept ist eng verzahnt mit anderen städtischen Strategien wie der kommunalen Wärmeplanung, dem Masterplan Mobilität und dem Klimaanpassungskonzept. Die Stadtverwaltung nimmt hierbei eine Vorbildrolle ein und bezieht Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft aktiv ein. Klimaschutz wird als gemeinsame Aufgabe verstanden – das Konzept ist eine Einladung an alle Akteure, daran mitzuwirken.
Das integrierte Vorreiterkonzept, der Maßnahmenkatalog sowie die Umsetzungselemente stehen öffentlich zur Verfügung. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren.
Die Stadt Hennef hat ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen. Ziel ist die schrittweise Umstellung auf eine CO₂-neutrale Wärmeversorgung bis 2045. Der Wärmeplan analysiert den aktuellen Wärmebedarf, identifiziert Potenziale erneuerbarer Energien und beschreibt geeignete Versorgungsstrategien für verschiedene Stadtgebiete. Dabei handelt es sich um ein planerisches Instrument, das als Orientierungshilfe dient, jedoch keine verbindlichen Vorgaben für Eigentümerinnen und Eigentümer macht. Die kommunale Wärmeplanung schafft weder eine Verpflichtung zum Heizungstausch noch zu einem früheren Inkrafttreten der sogenannten 65%-Regelung aus dem GEG, sie enthält keinen Anschlusszwang und führt zu keinem direkten Ausbau eines Wärmenetzes, sondern dient als Orientierungshilfe für private Haushalte, Unternehmen, Energieversorger und politische Entscheidungsträger.
Die Stadt Hennef erfüllt mit der Wärmeplanung eine gesetzliche Verpflichtung, die bis spätestens Juni 2028 umzusetzen ist. Durch frühzeitig gesicherte Bundesfördermittel aus der Nationalen Klimaschutz-Initiative (NKI) konnte die Planung bereits vorzeitig abgeschlossen werden.
Die kommunale Wärmeplanung erfolgte in mehreren Schritten:
Der Wärmeplan wird regelmäßig – mindestens alle fünf Jahre – aktualisiert.
Der Wärmebedarf der Stadt Hennef beträgt derzeit ca. 397 GWh pro Jahr, wovon 93 % durch fossile Energieträger gedeckt werden. Dies führt zu CO₂-Emissionen von etwa 96.000 Tonnen pro Jahr. Das Stadtgebiet wurde in verschiedene Wärmeversorgungszonen eingeteilt. Während für das Stadtzentrum die Möglichkeit einer zentralen Wärmeversorgung durch ein Wärmenetz untersucht wird, sind außerhalb des Zentrums dezentrale Lösungen erforderlich. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
Das Potenzial erneuerbarer Wärmequellen (> 5.000 GWh) übertrifft den aktuellen fossilen Bedarf (~ 400 GWh) deutlich. Folgendes Potenzial kann zur Zielerreichung der Klimaneutralität bis 2045 genutzt werden:
Speichersysteme sind essenziell, um erneuerbare Wärmequellen effizient zu nutzen und eine stabile Wärmeversorgung auch in Zeiten geringer Erzeugung sicherzustellen. Besonders in den Wintermonaten ermöglichen sie die bedarfsgerechte Bereitstellung von Wärme und tragen so zur Versorgungssicherheit bei.
Die Wärmeplanung wurde unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, der Verwaltung sowie Energieversorgern und weiteren Akteuren erstellt.
Die Planungsleistungen wurden von der Netzgesellschaft Rhein-Sieg Netz GmbH in Zusammenarbeit mit der rhenag Rheinische Energie AG und der evety GmbH durchgeführt. Die Finanzierung erfolgte über Bundesmittel. Nach Verabschiedung des Landeswärmeplanungsgesetzes NRW wird die Wärmeplanung zukünftig aus Landesmitteln gefördert.
Beim Umbau unserer Energieversorgung auf nachhaltige Quellen spielen Windenergie- und Photovoltaikanlagen auf Freiflächen eine bedeutende Rolle. Doch wo können beziehungsweise sollten solche Anlagen gebaut werden? Hier sind viele Faktoren zu prüfen und in Einklang zu bringen.
Als erste Annäherung an das komplexe Themenfeld hat die Stadt Hennef das Büro Solarea aus Bonn 2023 damit beauftragt, eine Grundlagenuntersuchung für das Stadtgebiet durchzuführen. Das Gutachten stellt im Ergebnis mögliche Potenzialflächen nach gutachterlicher Einschätzung dar und wird vor allem für stadtinterne Planungsprozesse verwendet.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können das Gutachten hier herunterladen.
Für Windenergie wurde im restriktiven Szenario (v2) z.B. ein Flächenpotenzial von 7,15 ha identifiziert. Bei der Freiflächen-Photovoltaik ergaben sich im restriktiven Szenario (v1) 83,17 ha und im Maximum-Szenario (v3) 1430,76 ha als mögliche Flächen. Zur Steuerung der Freiflächen-Photovoltaikanlagen wird derzeit ein städtebauliches Konzept entwickelt, da sehr viele Flächen potenziell in Frage kommen.
Bei Windenergieanlagen werden mögliche Standorte weitgehend durch die Festsetzungen des „Regionalplans – Teilplan Erneuerbare Energien“ vorgegeben.
Energiesparmodelle sind eine besondere Form des Klimaschutzmanagements und tragen in mehrfacher Hinsicht zum Klimaschutz bei. Zum einen decken sie Potenziale zur Energieeinsparung auf und bieten Möglichkeiten zur Minderung der Treibhausgasemissionen und der Energiekosten. Zum anderen tragen pädagogisch flankierende Maßnahmen zur Verankerung von Klimaschutz und bewusstem Ressourcenumgang im Denken und Handeln der verschiedenen Nutzergruppen bei. Somit wird Klimaschutz behutsam in den Alltag integriert und vor Ort erlebbar. Kinder und Jugendliche können Umwelt- und Klimaschutzgedanken ganz selbstverständlich in ihre Familie und ihren Freundeskreis hineintragen und sie zur Nachahmung der neu erlernten Verhaltensweisen anregen.
Teil des Vorhabens ist es auch, alle relevanten Verbrauchs- und Gebäudedaten in den Einrichtungen aufzunehmen und stetig zu kontrollieren. Dazu werden Schlüsselpersonen, bspw. die Gebäudeverantwortlichen, identifiziert und geschult. Übergeordnetes Ziel ist es, die Maßnahmen des Energiesparmodells langfristig in der Einrichtung zu etablieren und die Fortführung nach Ende des maximal vierjährigen Bewilligungszeitraums gänzlich in die Verantwortung der jeweiligen Einrichtung zu geben.
Mitte 2018 wurden alle städtischen Hennefer Schulen bzgl. verschiedener Beratungsmodellen in der Schulleiterkonferenz und persönlichen Beratungsgesprächen angesprochen.
Das Städtische Gymnasium Hennef hat sich für das Energiesparmodell im Rahmen der Förderung durch die Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums entschieden. Die Beschlüsse für das Vorhaben wurden am 20.03.2019 im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz und im Rat am 01.04.2020 gefasst. Nach ersten Vorgesprächen mit der Schule wurde Mitte 2019 der Förderantrag gestellt. Der Bewilligungsbescheid traf im Dezember 2019 ein. Für die Durchführung des 4-jährigen Vorhabens wurde die Fa. Gertec beauftragt. Der Auftakt des Projektes sollte am 26.03.20 erfolgen, wurde jedoch durch die Corona-Pandemie auf den 27.08.20 verschoben. Bei dem ersten Zusammentreffen aller Akteure wurden das Vorgehen besprochen, Aufgaben verteilt sowie erste Maßnahmen und Aktionen beschlossen.
Die durch nicht-investive Maßnahmen erzielten Einsparungen werden im Verhältnis 50:50 zwischen Schule und Stadt aufgeteilt. Die Auszahlung erfolgt, sobald die erforderlichen Daten vorliegen. Über die Verwendung der Mittel entscheidet die Schul- bzw. Gesamtkonferenz oder ein von ihr eingesetzter Ausschuss.
Das Vorhaben wurde zum 20. Juni 2024 erfolgreich abgeschlossen.
Für die Stadt Hennef wird die fortgeschriebene Bilanzierung für die Jahre 1990 bis einschließlich 2020 vorgelegt. Die bisherige Bilanzierung von 2016 deckte bislang nur den Bilanzierungszeitraum 1990 bis 2013 ab. Für die Fortschreibung wurde eine gesamtstädtische Energie- und THG-Bilanz unter Nutzung des Bilanzierungstools „Klimaschutz-Planer“ für die Stadt Hennef erstellt. Die Bilanzierung wurde gemäß der BISKO-Bilanzierungsmethodik1 erstellt. Als Bilanzierungsgrenze gilt das Territorialprinzip2. Für die Berechnung der THG-Emissionen wurden Emissionsfaktoren genutzt, die neben Kohlenstoffdioxid (CO2) weitere Luftschadstoffe zusammen als CO2-Äquivalente3 (CO2eq) betrachten. Ebenso bilden die Faktoren den Lebenszyklus des Energieträgers ab.
Für die Erstellung wurden lokale Verbrauchsdaten der Netzbetreiber ausgewertet. Die Endenergieverbräuche der nicht-leitungsgebundenen (NLG) Energieträger zur Wärmeversorgung konnten mithilfe von Schornsteinfegerdaten für die Jahre 2018 bis 2021 berechnet werden. Für die Verbräuche des Kraftfahrzeugverkehrs wurde das Territorialprinzip genutzt und auf das im Klimaschutzplaner hinterlegte TREMOD-Modell4 zurückgegriffen. Das ifeu-Institut hat hierfür im Juli 2020 eine umfangreiche Aktualisierung der Datengrundlage zur Berechnung der Energie- und THG-Bilanz im Verkehrssektor zur Verfügung gestellt.
Geringfügige Unterschiede zur bereits vorliegenden Energie- und THG-Bilanz, welche bis zum Jahr 2013 erstellt wurde, können sich aufgrund unterschiedlicher Datengrundlagen und angepasster Berechnungen ergeben. Zudem liegen einige Werte, die in der Vergangenheit durch Berechnungen ermittelt wurden, heute bereits als gemessene Daten vor. Die für diese Fortschreibung genutzten Daten sind in Tabelle 1 aufgelistet.
Es wird darauf hingewiesen, dass die THG-Emissionswerte für das Jahr 2020 noch als vorläufig zu betrachten sind. Durch die noch ausstehende Finalisierung des GEMIS-Modells in der Version 5.1 sind im Klimaschutzplaner zum jetzigen Zeitpunkt vereinzelt noch die Emissionsfaktoren von 2019 provisorisch für das Jahr 2020 hinterlegt.
Mit der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts wurde der Grundstein für den Klimaschutz in Hennef gelegt.
Ein maßgebliches Ziel ist es, Energieprojekte zu unterstützen, Strategien zu erarbeiten und Maßnahmen umzusetzen, die langfristig zu einer klimaneutralen Stadtverwaltung und Kommune führen.
Die Abteilung für Mobilitätsplanung der Stadt Hennef entwickelte gemeinsam mit dem Büro für Stadt- und Verkehrsplanung (BSV) seit 2021 den Masterplan Mobilität, der am 7. November 2023 im Ausschuss für Mobilität vorgestellt wurde. Ziel ist eine zuverlässige, bezahlbare und nachhaltige Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger.
Die Stadt Hennef will die Zunahme an alternativen Antriebsformen zur Reduzierung der verkehrsbedingten Emissionen im Rahmen ihrer Möglichkeiten fördern, zum Beispiel durch punktuelle Bereitstellung von städtischen Flächen zur Installation von öffentlicher Ladeinfrastruktur.
Eine Online-Bürgerbeteiligung im Herbst 2021 brachte 1.213 verortete und 195 allgemeine Mitteilungen ein, die vor allem das Stadtzentrum betrafen. Am 22. Juni 2022 beschloss der Ausschuss das Leitbild „Hennefs Mobilität von morgen: nachhaltig, sicher und für alle“.
Wichtige Maßnahmen sind Radpendlerrouten, Fahrradstraßen, ein autofreier Schulcampus und eine Kleinbuslinie. Zudem fördert die Stadt alternative Antriebsformen durch öffentliche Ladeinfrastruktur. Konkrete Lösungen werden für zehn „Lupenräume“ detailliert ausgearbeitet.