
14 März Richtfest Kultur- und Heimathaus Stadt Blankenberg

(dmg) Nach dem Spatenstich im Mai 2025 schreitet der Bau des Kultur- und Heimathaus (KHH) Stadt Blankenberg planmäßig voran. Am 13. März 2026 war es Zeit für ein Richtfest, bei dem Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, durch ihre Teilnahme die große Bedeutung des Projektes unterstrich. Das Richtfest wurde durch die in und um Stadt Blankenberg tätigen Vereine tatkräftig unterstützt, und der Heimat- und Verkehrsverein Stadt Blankenberg sorgte mit einem Bierstand für die zünftige Bewirtung. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Mario Dahm, Grußworten der Ministerin sowie von Landrat Sebastian Schuster, Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer des Region Köln/Bonn e.V. und der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand, und einer Rede des Architekten Björn Ossmann, vom für den Bau verantwortlichen Architekturbüro Dietrich Untertrifaller, im künftigen Mehrzwecksaal des KHH, schritt Zimmermann Damian Burghaus auf dem Dach der Kulturscheune des KHH zum traditionellen Richtspruch mit Wein aus Stadt Blankenberg. Anschließend konnten die Besucher des Festes Teile des Gebäudes besichtigen, das als Baustelle natürlich noch nicht durchgängig begehbar war. Der Leiter des KHH, Patrick Huhn, stand derweil für Gespäche über die künftige Nutzung des Hauses samt Kulturscheune und Außengelände zur Verfügung.
Größtes Einzelprojekt des InHK Stadt Blankenberg
Das Kultur- und Heimathaus (KHH) in Stadt Blankenberg ist – neben der Sanierung der historischen Stadtmauer – das größte Einzelprojekt des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) Stadt Blankenberg. Bis 2027 soll das des Kultur- und Heimathaus fertig gebaut sein. Nach der Installation der Ausstellung soll das Haus dann im Sommer 2027 feierlich eröffnet werden. Das KHH ist das zentrale Projekt des InHK Stadt Blankenberg und umfasst neben dem Hauptgebäude eine halboffene Kulturscheune, einen Lehrgarten, ein Grünes Klassenzimmer und einen Parkplatz. Es ist außerhalb des historischen Ortskerns angesiedelt, um die dortigen Anwohner*innen zu entlaste und Besucher*innen einen zentralen Anlaufpunkt zu bieten. Erreicht wird es zu Fuß und barrierearm über den Scheurengarten oder mit dem Auto und barrierefrei von der neuen Coenenstraße aus.
„Stadt Blankenberg war mit Burg und Stadtmauer eines der wichtigsten Machtzentren der Region im Mittelalter“, so Bürgermeister Mario Dahm. „Die historischen Anlagen machen noch heute den besonderen Charme des Ortes aus und locken viele Besucherinnen und Besucher an. Doch die Mauern sind sanierungsbedürftig, Tourismus und Verkehr belasten die Menschen vor Ort. Seit 2017 wurde daher das Integrierte Handlungskonzept Stadt Blankenberg entwickelt, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Als Teil der REGIONALE 2025 unterstützen Bund und Land die wichtigen und mit breiter Mehrheit des Stadtrates auf den Weg gebrachten Projekte. Mit dem Kultur- und Heimathaus entsteht ein gezielter Anlaufpunkt für Besucherinnen und Besucher, ein Ort für unsere Stadtgeschichte, ein einzigartiger Lernort zur Heimat- und Umweltbindung und vor allem Raum für Gemeinschaft, für Veranstaltungen, Kultur, Engagement und Vereine – für die Menschen in Stadt Blankenberg, den umliegenden Dörfern und der Stadt Hennef. Mit jedem Baufortschritt bekommen die Konzepte nun Gestalt und es wächst die Vorfreude auf alles, was an dieser Stelle künftig möglich sein wird.“
Bürgerhaus, Bildungsort und Anlaufpunkt
Das Hauptgebäude ist für die Bürger*innen von Stadt Blankenberg, die Vereine und die Besucher*innen zugleich Bürgerhaus, Bildungsort und Anlaufpunkt. Ein teilbarer Veranstaltungsraum bietet Platz z.B. für Veranstaltungen, Vereinstreffen und Tagungen. Der Raum öffnet sich auf eine Terrasse und bietet einen spektakulären Blick auf die Stadtmauer und den Katharinenturm, der nun im Rahmen des Richtfestes erstmals eindrucksvoll erlebt werden konnte. Eine Dauerausstellung informiert über die Geschichte Stadt Blankenbergs, wechselnde Ausstellungen werden Themen wie zum Beispiel die Stadtmauer oder das Vereinsleben beleuchten.
Empfangen werden die Besucher*innen des Hauses in einem Foyer mit Sitzgruppen, Kaffeeautomat, einer Infotheke und einem kleinen Shop mit touristischen Produkten. Die Ausstellung entwickelt der Leiter des KHH, Patrick Huhn, zurzeit mit dem Kölner Büro facts & fiction nach wegweisenden Vorarbeiten seiner Vorgängerin Lina Dolfen. Die Konzeption wurde gefördert von der Museumsförderung des Landschaftsverbandes Rheinland. Für die Umsetzung liegt bereits eine Förderzusage der Regionalen Kulturförderung des LVR in Höhe von 100.000 Euro für 2026 vor, weitere 100.000 Euro sind für 2027 in Aussicht gestellt. Weitere Mittel wird die Stadt beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW in der Rubrik Heimat-Zeugnis beantragen.
Die halboffene Kulturscheune wiederum steht für Veranstaltungen, Open-Air-Workshops und als Picknickbereich zur Verfügung. Der Platz zwischen beiden Bauwerken kann ebenfalls für Veranstaltungen genutzt werden. Im Lehrgarten werden historische und kulturelle Themen in sechs Beeten mit passenden Pflanzen erzählt. Die Gebäude wurden entworfen vom Münchner Architekturbüro Dietrich | Untertrifaller, das Außengelände – Lehrgarten, Klassenzimmer und Parkplatz – von faktorgruen Landschaftsarchitekten.
Das InHK Stadt Blankenberg ist ein Projekt mit A-Status der REGIONALE 2025, der Bau des KHH wird aus Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land gefördert. Für die Herstellungskosten stehen im Haushalt der Stadt 9,9 Millionen Euro zur Verfügung. 70 Prozent der Kosten übernehmen Bund und Land.
Der Bauzeitenplan
Bauzeitenpläne sind immer voraussichtliche Pläne. Unwägbarkeiten wie Witterung, Lieferverzögerungen oder andere unvorhergesehene Faktoren können die Pläne ändern. Die folgenden Daten stellen also die voraussichtlichen Zeiträume mit Planungsstand März 2026 dar:
- Das KHH soll im Sommer 2027 fertig sein.
- Die Außenanlagen des KHH werden 2026/27 gebaut – dazu gehören auch der Lehrgarten und der Parkplatz.
- Zusammen mit den Außenanlagen wird die Coenenstraße in 2026 ausgebaut.
- Der Scheurengarten folgt 2027.
- Der Überlaufparkplatz des KHH und das Grüne Klassenzimmer werden 2027 gebaut.
Info-Mail und Website
Anlieger, die im Verlauf der Bauarbeiten Fragen oder Anliegen haben, können sich unter InHKStadtBlankenberg@hennef.de an die Stadtverwaltung wenden.
Weitere Infos zum Gesamtprojekt und zu wichtigen Ereignissen während des Baus unter www.stadtblankenberg.de.
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Beitrag vom 14.3.2026



