
01 Okt. Rundgang: „Baum des Jahres 2026“
(ms) Bürgermeister Mario Dahm war beeindruckt. Denn dort, wo in den Jahren 2020/2021 Borkenkäfer die Fichten befallen hatten, zeigte die Baumpflanzaktion von Oktober 2021 Erfolge. Damals entstand auf rund 0,8 Hektar ein Bürgerwald. Mehr als 80 Freiwillige des Deutschen Alpenvereins, Sektion Siegburg, pflanzten insgesamt 1.500 Bäume. Zum Spaten griff auch Bürgermeister Mario Dahm. Die Freiwilligen pflanzten 800 Rotbuchen, 350 Vogelkirschen, 300 Bergahorne und 50 Hainbuchen in Gruppen zu je 25 Bäumen. Dazwischen blieb bewusst Platz für Bäume, die sich von selbst ansiedeln, wie zum Beispiel die Zitterpappel. Und genau diese Zitterpappel stand als „Baum des Jahres 2026“ im Mittelpunkt des Rundgangs, zu dem der Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) eingeladen hatte. Neben Bürgermeister Mario Dahm waren dabei der Erste Beigeordnete Michael Walter, Björn Franken, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald im Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg und Mitglied des Landtages (MdL), und sein Stellvertreter Stephan Schütte, Friedrich Reichert, Fachgebietsleiter Privat- und Körperschaftswald beim Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft, sowie Lennart Franzen als Leiter des Forstbetriebsbezirks Hennef und Sebastian Mittler vom Umweltamt Stadt Hennef.
Vor Ort konnten sich die Teilnehmenden ein genaues Bild davon machen, wie sich diese Flächen entwickelt haben. Deutlich wurde, welche zentrale Rolle die sogenannten Pionierbaumarten, wie die Zitterpappel, spielen. Die Zitterpappel ist auch in trockenen Sommern vital und sorgt mit ihrer jetzigen Höhe von zirka vier Metern für eine Beschattung der Fläche. Damit schafft sie die Grundlage, auf der mit einer anschließenden Unterpflanzung verschiedener Baumarten der künftige klimastabile Mischwald aufgebaut werden kann.
Hintergrund
Die Zitterpappel (Populus tremula) gehört zu den Weidengewächsen und ist in ganz Europa heimisch. Als Pionierbaumart steht sie für die Wiederbewaldung brachliegender Flächen und für den Aufbau eines artenreichen Waldes. Mehr als 60 Schmetterlingsarten nutzen sie als Futterpflanze. Den „Baum des Jahres“ kürt seit 1989 die Dr. Silvius Wodarz Stiftung.
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Beitrag vom 13.10.2026





