Hennefer Geschichte(n): Geburtshilfe früher

Hennefer Geschichte(n): Geburtshilfe früher

Stadtarchiv erzählt: Zum Tag der Hebamme – Einblicke in die Geburtshilfe früherer Zeiten

(je) Die Reihe „Stadtarchiv erzählt: Hennefer Geschichte(n)“ wird mit einem weiteren Fundstück aus der lokalen Geschichte fortgesetzt. Anlässlich des „Tags der Hebamme“ rückt das Stadtarchiv diesmal die historische Geburtshilfe in den Blick.

Im Mittelpunkt stehen die Aufzeichnungen der Hebamme Elisabeth Martin aus der Warth, die Anfang des 20. Jahrhunderts in der Region tätig war. Bei den überlieferten Büchern handelt es sich weniger um persönliche Tagebücher als vielmehr um Protokoll- und Tätigkeitsnachweise. Darin dokumentierte die Hebamme stichwortartig den Verlauf von Geburten, die Nachsorge sowie den Gesundheitszustand von Mutter und Kind. Auch Angaben zum Familienstand der Mutter und deren Umfeld waren verpflichtender Bestandteil der Einträge. Die Unterlagen ermöglichen heute einen differenzierten Einblick in die damalige Praxis der Geburtshilfe.

Darüber hinaus sind im Stadtarchiv auch Dokumente aus dem 19. Jahrhundert zum Hebammenwesen überliefert. Hierzu zählen Unterlagen zur Ausbildung und Beschäftigung von Hebammen in der damaligen Bürgermeisterei Uckerath. Ebenfalls erhalten ist der Antrag der Uckerather Hebamme Gertrud Lendscheid auf das „Ehrenzeichen für Wehmütter“, eine um 1886 von Kaiserin Auguste Viktoria gestiftete Auszeichnung, die nach 40 Dienstjahren verliehen werden konnte.

Weiterführende Einblicke in das historische Hebammenwesen bietet auch das LVR-Freilichtmuseum Kommern: Im „Hof aus Hennef-Hanf“ widmet sich seit 2026 eine Ausstellung dem Thema Geburt und Hebammentätigkeit im ländlichen Rheinland.

Auch heute stehen Familien in Hennef unterstützende Angebote zur Verfügung. Die Familienhebamme der Stadt Hennef begleitet werdende und junge Familien in dieser besonderen Lebensphase.

Mit der fortlaufenden Reihe „Stadtarchiv erzählt“ gibt das Stadtarchiv Hennef weiterhin Einblicke in prägende, ungewöhnliche und teils auch wenig bekannte Aspekte der Stadtgeschichte.

Wer selbst noch historische Fotos, Dokumente oder Erinnerungsstücke besitzt oder Hinweise zu den gezeigten Motiven geben kann, wird gebeten, sich beim Stadtarchiv Hennef zu melden:
E-Mail: stadtarchiv@hennef.de
Telefon: 02242 / 888540

Stadtarchiv erzählt: Die Anfänge des Fußballs in Hennef

(je)  Die Reihe „Stadtarchiv erzählt: Hennefer Geschichte(n)“ wird mit einem weiteren Einblick in die lokale Geschichte fortgesetzt. Im Fokus stehen diesmal die Anfänge des organisierten Fußballs im Hennefer Raum und die Entwicklung der Vereine, aus denen später der heutige FC Hennef hervorging.

Als erster aktiver Vorgängerverein gilt Viktoria Geistingen. Ein bereits 1912 zum Spielbetrieb angemeldeter „Sportverein Hennef“ überstand den Ersten Weltkrieg hingegen nicht. Der kurz zuvor gegründete Fußballclub Viktoria Geistingen nahm den Spielbetrieb jedoch aufrecht auf und absolvierte am 24. April 1916 sein erstes dokumentiertes Spiel gegen Preußen Menden, das noch deutlich mit 0:5 verloren ging.

Bereits eine Woche später stellte sich der erste Erfolg ein: Gegen Adler Hangelar gewann die Mannschaft mit 4:1. Bemerkenswert ist, dass die gegnerische Mannschaft das Spielfeld noch vor dem Abpfiff verließ. Die Gründe hierfür sind heute nicht mehr überliefert, zeigen jedoch, dass auch in der Frühzeit des Fußballs Emotionen eine Rolle spielten.

In den 1920er-Jahren kam es zunächst zu einer Fusion der Hennefer und Geistinger Vereine, die jedoch nur von kurzer Dauer war. 1938 wurden die Fußballvereine gemeinsam mit dem Hennefer Turnverein im Zuge der damaligen Gleichschaltung in der TuRa (Turn- und Rasensportverein) zusammengeführt.

Ein weiterer wichtiger Schritt in der Vereinsgeschichte folgte 1968 mit der Gründung des FC Geistingen, der später neben der TuRa zu einem der beiden Gründungsvereine des heutigen FC Hennef wurde.

Mit der fortlaufenden Reihe „Stadtarchiv erzählt“ gibt das Stadtarchiv Hennef weiterhin Einblicke in prägende, ungewöhnliche und teils auch wenig bekannte Aspekte der Stadtgeschichte.

Wer selbst noch historische Fotos, Dokumente oder Erinnerungsstücke besitzt oder Hinweise zu den gezeigten Motiven geben kann, wird gebeten, sich beim Stadtarchiv Hennef zu melden:
E-Mail: stadtarchiv@hennef.de
Telefon: 02242 / 888540

Stadtarchiv erzählt: Hoher Besuch in Stadt Blankenberg

(je) Die Reihe „Stadtarchiv erzählt: Hennefer Geschichte(n)“ wird mit einem weiteren Fundstück aus der Stadtgeschichte fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen diesmal gleich zwei Besuche ehemaliger Bundespräsidenten im heutigen Hennefer Stadtgebiet.

Im März 1954 besuchte Bundespräsident Theodor Heuss das Turmmuseum in Stadt Blankenberg. Auf einem überlieferten Foto ist er gemeinsam mit Ratsmitglied Wilhelm Korff sowie dem Blankenberger Lehrer Gottfried Emans zu sehen, der als Gründer und treibende Kraft des Museums gilt. Heuss, der in seiner Freizeit gerne malte, soll sich mehrfach zu diesem Zweck in Blankenberg aufgehalten haben. Überliefert ist zudem eine Anekdote aus dieser Zeit: Beim Aufstieg im Turm stieß er sich an der engen Wendeltreppe die Hand und zog sich eine blutende Wunde zu, worüber auch zeitgenössische Zeitungen berichteten.

Rund 15 Jahre später kam es zu einem weiteren prominenten Besuch: Bundespräsident Gustav Heinemann spazierte gemeinsam mit seiner Ehefrau entlang der Römerstraße zwischen Bödingen und Winterscheidermühle. Dabei traf er auf Mitglieder des Reitclubs „Hanko“. Der damalige Beigeordnete Balensiefen, zugleich Geschäftsführer des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, ließ die bei dieser Begegnung entstandenen Fotografien signieren. Zwei dieser Exemplare befinden sich heute im Bestand des Stadtarchivs Hennef.

Mit der Reihe „Stadtarchiv erzählt“ stellt das Stadtarchiv weiterhin in loser Folge besondere Fundstücke aus der Hennefer Geschichte vor und gibt Einblicke in prägende, ungewöhnliche und mitunter auch kuriose Ereignisse der Vergangenheit.

Wer selbst noch historische Fotos, Dokumente oder Erinnerungsstücke besitzt oder Hinweise zu den gezeigten Motiven geben kann, wird gebeten, sich beim Stadtarchiv Hennef zu melden:
E-Mail: stadtarchiv@hennef.de
Telefon: 02242 / 888540

Stadtarchiv erzählt: Der vergessene Erfinder aus Söven – Zum „Welttag der Waschmaschine“

(je) Nach dem Auftakt der Reihe „Stadtarchiv erzählt: Hennefer Geschichte(n)“ zum Thema Karneval stellt das Stadtarchiv nun ein weiteres Fundstück aus der Hennefer Vergangenheit vor. Anlass ist der „Welttag der Waschmaschine“ – und im Mittelpunkt steht eine fast vergessene Erfinderpersönlichkeit aus Söven: Peter Fußhöller (1892–1983).

Fußhöller, Inhaber eines Haushaltswarengeschäfts und einer Schlosserwerkstatt in der Zinnestraße, war neben seinem Handwerk auch ein leidenschaftlicher Tüftler. Eine von ihm entwickelte Waschmaschine weckte sogar das Interesse einer großen deutschen Firma, die Produktion und Vertrieb übernehmen wollte. Fußhöller lehnte jedoch ab, da bei der vorgesehenen Typenbezeichnung sein Name nicht mehr hätte erscheinen sollen. Stattdessen blieb er seiner eigenen Marke treu: Die Geräte wurden weiterhin als PEFU-Waschmaschinen von ihm selbst vertrieben. Für die Stückzahlen war diese Entscheidung vermutlich kein Vorteil – doch „Pefu“ blieb sich und seiner Erfindung treu. Die zugehörigen Bilder zeigen den Erfinder selbst, eine originale PeFu-Waschmaschine aus den 1950er- oder 1960er-Jahren, das Geschäft der Familie Fußhöller in Söven sowie die Bescheinigung über eines seiner drei Patente. Die Stadt Hennef bedankt sich herzlich beim Bürgerverein Söven für die Bereitstellung der Aufnahmen.

Das Stadtarchiv wird die Reihe auch künftig in loser Folge mit weiteren besonderen Fundstücken aus der Hennefer Geschichte fortsetzen – mal anlassbezogen, mal kurios oder auch mit Themen, die zum Nachdenken anregen.

Wer selbst noch historische Fotos, Dokumente oder Erinnerungsstücke besitzt oder Hinweise zu den gezeigten Motiven geben kann, wird gebeten, sich beim Stadtarchiv Hennef zu melden:
E-Mail: stadtarchiv@hennef.de
Telefon: 02242 / 888540

Auftakt  Karnevalstradition

(je) Das Stadtarchiv Hennef startet mit „Stadtarchiv erzählt: Hennefer Geschichte(n)“ eine neue Reihe, die in loser Folge besondere Fundstücke und spannende Einblicke in die Stadtgeschichte präsentieren wird. Zum Auftakt steht passend zur Session der Karneval in Hennef im Mittelpunkt – ein Brauchtum mit langer Tradition.

Karneval wird in Hennef bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts gefeiert. Die älteste Karnevalsgesellschaft der Stadt ist die KG Remm-Flemm aus Uckerath, gegründet im Jahr 1860. Bereits damals wurde mit Plakaten für Sitzungen geworben, wie ein im Stadtarchiv erhaltenes Beispiel zeigt. Auch Rosenmontagszüge haben in Hennef eine lange Geschichte. So zog bereits im Jahr 1897 ein Karnevalszug durch Geistingen. Ein historisches Foto zeigt einen Motivwagen auf dem Gelände der damaligen Geistinger Brauerei Wilhelm Saurbier – ein für einen Brauereibesitzer durchaus passender Name. Nicht nur in den größeren Ortsteilen, sondern auch in den umliegenden Dörfern war Karneval fest verankert. Eine Veranstaltungsübersicht aus der Hennefer Volkszeitung von vor rund 100 Jahren belegt, dass nahezu jeder Ort bemüht war, eine eigene Feier oder Sitzung auf die Beine zu stellen. Bemerkenswert ist zudem, dass der Karneval im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen jener Zeit keine reine Männerdomäne war. Während Gesangs- und Turnvereine lange männlich geprägt waren, spielten Frauen im Karneval früh eine aktive Rolle. Davon zeugt unter anderem ein Foto der Gesellschaft „Heiterkeit“ aus Bröl aus dem Jahr 1938.

Mit der neuen Reihe möchte das Stadtarchiv künftig regelmäßig besondere Aspekte der Stadtgeschichte vorstellen – mal passend zur Jahreszeit, mal mit kuriosen Entdeckungen oder mit Themen, die zum Nachdenken anregen. Das Stadtarchiv freut sich zudem über Hinweise und Unterstützung aus der Bürgerschaft. Wer noch alte Fotos, Dokumente oder Erinnerungsstücke besitzt oder etwas zu den gezeigten Motiven beitragen kann, wird gebeten, sich beim Stadtarchiv Hennef zu melden: per E-Mail an stadtarchiv@hennef.de oder telefonisch unter 02242 / 888540. Jede Information hilft, die Geschichte der Stadt lebendig zu halten und für kommende Generationen zu bewahren.