04 Sep. Taschengeldbörse Hennef jetzt als APP
Seit zehn Jahren bringt die Taschengeldbörse der Bürgerstiftung Altenhilfe Stadt Hennef erfolgreich Seniorinnen und Senioren mit engagierten Schülerinnen und Schülern zusammen. Was sich seit einem Jahrzehnt bewährt hat, geht nun den nächsten Schritt in die digitale Zukunft: Die beiden IT-Ingenieure Peter Kühnel und Johannes Böhmer haben eine App entwickelt, die das erfolgreiche Angebot noch einfacher, schneller und komfortabler macht. Nach zahlreichen Gesprächen, intensiver Entwicklungsarbeit und einer erfolgreichen Pilotphase wurde die App nun freigeschaltet. Dies erfolgte auch in enger Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung und dem Schulamt der Stadt Hennef.
Hier geht zur App: https://factobi-caro.vercel.app/login.
Das Prinzip bleibt unverändert: Ältere Menschen, die Unterstützung im Alltag benötigen – etwa beim Einkaufen, bei der Gartenarbeit, bei kleinen Arbeiten im Haushalt oder im Umgang mit Smartphone und Computer, bei „Papierkram/Verwaltung“, bei der Betreuung von Haustieren – können Hilfe von Jugendlichen erhalten. Dafür bekommen die Schülerinnen und Schüler ein Taschengeld, das sie individuell miteinander vereinbaren.
Die CARO-App ist ausgesprochen seniorenfreundlich gestaltet. Fünf einfache Buttons bieten unmittelbare Hilfe an. Die App ist zudem sprachgesteuert. Wünsche müssen nicht mühsam eingetippt werden, sondern können – wenn gewünscht – ganz einfach eingesprochen werden.
Einfach registrieren – die App vermittelt
Sowohl Seniorinnen und Senioren als auch Jugendliche registrieren sich einmalig in der App. Die Jugendlichen geben dabei an, für welche Tätigkeiten sie zur Verfügung stehen. Die Bürgerstiftung Altenhilfe schaltet dann die Hilfeempfänger und Jugendlichen frei. Anschließend können die Seniorinnen und Senioren ihre Bedarfe eingeben. Das System sucht automatisch nach passenden Jugendlichen und schlägt ein sogenanntes „Match“ vor.
Auch die bereits bestehenden Partner der Taschengeldbörse können die neue CARO-App nutzen.
Seniorinnen und Senioren, die über eine Pflegestufe verfügen, können übrigens den Entlastungsbetrag der Pflegekasse nutzen, um sich die Kosten erstatten zu lassen, denn die CARO-App kann auch Rechnungen erstellen.
Trotz aller Digitalisierung bleibt der persönliche Kontakt das Herzstück der Taschengeldbörse. Die Bürgerstiftung Altenhilfe fungiert weiterhin als Koordinator des Projekts und behält die Verantwortung. Nach jeder Registrierung prüft Stiftungsreferentin Natalie Lambertz, ob es sich um seriöse Anbieter oder Nachfrager handelt. Erst nach dieser persönlichen Prüfung werden Nutzer freigeschaltet. Auch während der gesamten Zusammenarbeit bleibt sie Ansprechpartnerin für alle Fragen oder Probleme.
Ein besonderes Highlight gibt es für die Jugendlichen: Als Geste des Dankeschöns erhalten besonders engagierte Jugendliche kostenlos eine Smartwatch, gesponsert durch die Bürgerstiftung Altenhilfe. Dadurch sehen sie sofort, wenn neue Hilfsanfragen eingehen, und können schnell reagieren.
Darüber hinaus haben die Jugendlichen die Möglichkeit, die NRW-Ehrenamtskarte zu erhalten, wenn sie mindestens vier Stunden wöchentlich in der Taschengeldbörse aktiv sind. Öffentliche Einrichtungen wie z. B. die Musikschule Hennef oder das Freizeitbad Oktopus Siegburg bieten Rabatte an.
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Beitrag vom 4.9.2026

