Thema: Steinzeitwald

Umwelt & Natur

  1. Startseite
  2. /
  3. Umwelt & Natur
  4. /
  5. Thema: Steinzeitwald

Thema: Steinzeitwald

Im Uckerather Wald an der Straße „Zum Siegtal“, unweit der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) „Am Steimel“ in Hennef-Uckerath, entsteht ein Steinzeitwald aus Hasel, Eichen und Esskastanien. Diesen kreierten die Schüler*innen der GGS im Rahmen eines außerschulischen Lernortes.

 

Angeleitet wurden sie dabei vom Umweltamt der Stadt Hennef und vom Landesbetrieb „Wald & Holz NRW“. Den notwendigen Zaun für das Gemeinschaftsprojekt spendete die Firma “Osterkamp – Draht und Zaun GmbH” aus Walterschen.

 

Bäume wie aus jungsteinzeitlichen Waldgemeinschaften verkraften das wärmere und trockenere Klima deutlich besser als die jetzigen Waldbäume. So entsteht ein Wald mit Bäumen wie zur Jungsteinzeit. Und dieser Wald zeigt auch: Es gibt die Hoffnung, dass ein Waldtyp, der schon mal mit etwa 2 Grad höheren Temperaturen existieren konnte, dem Klimawandel besser begegnen kann.

Die Haselnuss

 

Die Wiederbewaldung nach der letzten Eiszeit und die Bedeutung der Pflanzen für die Ernährung und Lebensweise der Menschen dieser Epoche gab den Ausschlag für die Planung und die Bepflanzung mit Hasel, (Esskastanien). Die Kinder der OGS konnten so auch erleben, mit welchen Früchten aus dem Wald man sich ernährung kann. Gepflanzte Eichen und Eichen aus Naturverjüngung sowie Kornelkirschen und weitere Bäume wurden beim Pflanzen einbezogen.

 

Die Haselnuss war in der Nacheiszeit ein massenhaft auftretendes Pioniergehölz bei der Erstbesiedlung nach der baumlosen Tundra. Pollenuntersuchungen lieferten dazu Beweise. Die Haselzeit begann vor 8.000 Jahren und dauerte ein Jahrtausend. Die Haselnüsse waren ein Grundelement der Nahrung der Nacheiszeit-Nomaden. Die Haselsträucher waren wesentlicher Teil der Nutzung auch in der nachfolgenden Zeit des beginnenden Ackerbaus (Flechtzäune, Fachwerkbau Zwischenelemente, Korbbügel, Fassreifen, Spazierstöcke, Schießpulver, Zeichenkohle). Die Haselnuss ist immer noch stark verbreitet durch ihre große Anpassungsfähigkeit, sie wächst vom Bachufer bis zum trockenen Steilhang, dient als Sichtschutz, Windschutz für andere Obstarten. Sie ist für den Klimawandel gut gerüstet.

Weitere Informationen zum Thema

 

Das Projekt „Steinzeitwald“ geht auf die Idee des Naturschützers und Höhlenforschers Stefan Voigt zurück. Im Hinblick auf das Fichtensterben und die aktuelle Klimadebatte startete er in Ennepetal eine Wiederbewaldung nach dem Vorbild einer jungsteinzeitlichen Waldgemeinschaft nach der letzten Eiszeit.