
Galerie im Foyer: Vier künstlerische Positionen
Unter dem Titel „Resonanz der Materialien: Vier künstlerische Positionen – ein gemeinsamer Raum“ präsentieren Barbara Niesen, Rainer Borhofen, Ludwig Kessel und Peter Schmidt vom 28. Februar bis zum 27. März ihre Werke in der Galerie im Foyer des Hennefer Rathauses. Die Ausstellung wird am 28. Februar um 11 Uhr eröffnet. (Galerie im Foyer des Rathauses der Stadt Hennef, Frankfurter Straße 97; Öffnungszeiten: Mo-Mi 8-16 Uhr, Do 8-17.30 Uhr, Fr 8-12 Uhr.)
In „Resonanz der Materialien“ begegnen sich Malerei, Druckkunst und Holzdesign in einem offenen, lebendigen Dialog. Farbe, Struktur und Materialität werden nicht nur gezeigt, sondern sinnlich erfahrbar. Die Werke bewegen sich zwischen Spontaneität und Präzision, zwischen handwerklicher Tiefe und freiem künstlerischem Ausdruck. Holz als gewachsener Werkstoff, Druck als Spur und Malerei als Geste verbinden sich zu einem spannungsreichen Zusammenspiel. Gemeinsam eröffnen die vier Positionen neue Perspektiven auf Oberfläche, Raum und Wahrnehmung. Die Ausstellung lädt dazu ein, Material als Sprache zu lesen – vielschichtig, sinnlich und zeitgenössisch.
Die Ausstellenden
Barbara Niesen ist eine zeitgenössische deutsche Malerin, die seit vielen Jahren als freischaffende Künstlerin in Nümbrecht im Oberbergischen Land lebt und arbeitet. Ihr Werk entwickelte sich von gegenständlichen Zeichnungen und Gemälden hin zu einer stark abstrakten, informellen Ausdrucksweise, in der Farbe, Form und Struktur miteinander in Beziehung treten. Die Bilder spiegeln persönliche Erlebnisse, Emotionen und Beobachtungen wider und laden zur inneren Auseinandersetzung ein. In den letzten Jahren hat Niesen ihr Werk konsequent erweitert und sich verstärkt der Konkreten Kunst zugewandt. Sie ist Mitglied regionaler und überregionaler Künstlerverbände, unterrichtet seit 2012 meditatives Malen und ist in zahlreichen öffentlichen, wie privaten Sammlungen vertreten. Ihre Arbeiten zeigt sie regelmäßig in Galerien, Museen und öffentlichen Einrichtungen im In- und Ausland.
Rainer Borhofen lebt in Bonn und betreibt seit 2022 eine eigene Druckwerkstatt in Wachtberg-Adendorf. Seine kleinen wie großen Formate erzählen von Themen oder wirken allein durch ihr leuchtendes Farbspiel – jedes Werk ein eigenständiges Unikat von bleibender Präsenz. Auf Kupferplatten entstehen unter dem Druck schwerer Tiefdruckpressen mehrfarbige Radierungen von großer sinnlicher Dichte. Ätzradierung, Mezzotinto und Aquatinta verbinden sich Schicht für Schicht zu farbenreichen Bildwelten, gedruckt auf edlen Büttenpapieren. Seine Arbeiten werden in Ausstellungen von Kunstvereinen gezeigt und begleiten darüber hinaus den Alltag – etwa als stille, kraftvolle Kunst in Arztpraxen.
Ludwig Kessel lebt und arbeitet in Meckenheim-Lüftelberg. Mit großer Leidenschaft widmet er sich dem experimentellen Arbeiten mit seltenen Hölzern. In jüngerer Zeit erweitert er sein künstlerisches Spektrum durch die spannungsreiche Verbindung von Holz und Epoxidharz. Seit vielen Jahren präsentiert er seine ausdrucksstarken Arbeiten in Gemeinschaftsausstellungen in ganz Deutschland.
Peter Schmidt lebt in Hennef und arbeitet in seinem Atelier in Wachtberg-Adendorf. Er begegnet der Kunst mit wacher Neugier und offenem Blick. Seine Werke entstehen im Dialog mit Materialien, Strukturen und Farben – stets auf der Suche nach dem Unvorhersehbaren. Unerschrocken verbindet er klassische und unkonventionelle Elemente: Strukturpasten, Sand, Erde, Stoff- und Papierfragmente, Metallfolien und Fundstücke verschmelzen zu eigenwilligen, vielschichtigen Oberflächen von großer Ausdruckskraft. Seit Jahren ist er aktives Mitglied in zahlreichen regionalen und überregionalen Kunstvereinen. Seine Arbeiten finden im In-/ und Ausland große Beachtung.

