Breitband in Hennef

Hennef verfügt trotz des ländlich geprägten Stadtgebiets über eine relativ gute Breitbandversorgung. Bereits 95% der Haushalte verfügen über eine Geschwindigkeit von 30 Mbit/s, 99% über mindestens 6Mbit/s. Viele Haushalte können im der näheren Umgebung der Verteilerkästen bereits bis zu 250Mbit/s Downloadgeschwindigkeit surfen. 

Die Versorgung für die noch unterversorgten Ortsteile soll durch den geförderten Breitbandausbau verbessert werden. Für die Gewerbegebiete sind Förderungen für einen Glasfaserausbau in Vorbereitung. Die Breitbandversorgung wird bislang im Wesentlichen durch eine Glasfaserversorgung zu den Ortsverteilern (FTTC) und ergänzend durch eine drahtlose LTE-Versorgung oder Richtfunkverbindungen hergestellt. Der Breitbandausbau erfolgt grundsätzlich privatwirtschaftlich im freien Wettbewerb der Netzbetreiber unter marktwirtschaftlichen Erwägungen. Die Stadt und der Rhein-Sieg-Kreis versuchen hier nach Möglichkeiten zu steuern, bzw. entsprechende Förderverfahren durchzuführen.

Aktuelle Information, Stand 13.12.2021

Die Tiefbauarbeiten für den geförderten Breitbandausbau haben Ende November im Bereich Uckerath begonnen. Zunächst werden die Strecken Richtung Hüchel, zur Grundschule Am Steimel, die Ortschaften Lescheid, Adscheid und Mittelscheid ausgebaut und angeschlossen. Anschließend werden die übrigen Orte im Vorwahlbereich Uckerath ausgebaut. Abschließend erfolgen die Planungen und der Ausbau der Ortsteile im Vorwahlbereich von Hennef.

Die vom Ausbau betroffenen Orte im Hennefer Stadtgebiet sind unter anderem: Halmshanf, Hanf, Köschbusch, Kümpel, Auel, Striefen, Kningelthal, Oberhalberg, Niederhalberg, Berg, Blankenbach, Lescheid, Kurenbach, Büllesfeld, Wellesberg, Büllesbach, Meisenbach, Eichholz, Lückert, Darscheid mit Issertshof, Fernegierscheid, Adscheid, Mittelscheid, Hüchel, Hollenbusch, Stein und Hanf.

Im Rahmen des Ausbauprojektes erhalten alle Schulen im Stadtgebiet einen eigenen Glasfaseranschluss bis ins Gebäude. In einigen Ortsteilen, wie Meisenbach, Wiersberg, Teilen von Eichholz, Lückert, Darscheid, Issertshof, Lescheid, Halmshanf und Wellesberg sollen ebenfalls Glasfaseranschlüsse bis in die Häuser gelegt werden. Diese Haushalte werden in Kürze vom Rhein-Sieg-Kreis bzw. der Telekom angeschrieben und um Zustimmung für den kostenlosen Hausanschluss gebeten. Die Stadt rät dazu, diese Zustimmung zu erteilen, selbst wenn derzeit kein Anschluss bzw. Tarif notwendig sein sollte, denn damit wird die Grundlage für eine zukunftssichere Internetversorgung geschaffen.

Für die allermeisten Haushalte bleibt es allerdings bei der herkömmlichen Zuleitung der Internetsignale über die vorhandenen Kupferkabel. Durch den Anschluss oder die Errichtung der Ortsverteiler ans Glasfasernetz steigen die Internetgeschwindigkeiten dann auf zumeist 50 bis 100 Mbit/s.

Hintergrund

Das vormals mit dem neuen Förderprogramm propagierte Fertigstellungsdatum Ende 2018 konnte aufgrund unterschiedlichster Anpassungen und Verzögerungen im Förderverfahren und dem anschließenden Ausbau im Rhein -Sieg-Kreis nicht gehalten werden und musste mehrfach verschoben werden, die erneuten Verzögerungen sind auf die Beseitigung der Schäden in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten zurückzuführen. Für alle anschließend noch unterversorgten privaten und gewerblichen Haushalte wird bereits am nächsten Förderprogramm geplant. Förderfähig sind dann in der Regel alle Anschlüsse, die weniger als 100 Mbit/s erhalten. Dies werden dann insbesondere die betroffenen Anschlüsse in den Ortsteilen sein, die zwischen 2009 und 2014 einen Erstausbau erhalten haben. Das neue Förderverfahren Antragsverfahren wird derzeit vom Rhein-Sieg-Kreis für die Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis vorbereitet.

Weitere Informationen

  • Bund und EU haben sich auf die Rahmenbedingungen für ein neues Förderprogramm für den Breitbandausbau geeinigt, bei dem die Fördervoraussetzung von aktuell 30 Mbit/s auf 100 Mbit/s angehoben wird. Sobald die Förderrichtlinie im nächsten Jahr veröffentlicht wird, werden wir Maßnahmen ergreifen, um die entsprechenden Gebiete im Stadtgebiet besser versorgen zu können.
  • Unter den angegebenen Kontaktdaten stehen der Digitalisierungsbeauftragte und sein Team für Auskünfte und Beratungen zur Verfügung.  Für dringende Bedarfe, insbesondere in den kleinen Orten, für die grade erst das nächste Förderverfahren angelaufen ist, können Beratungen und Demonstrationen zu Überbrückungstechnologien durchgeführt werden, entsprechende Testgeräte der verschiedenen Netzbetreiber inkl. einer Anlage für Internet über Satellit stehen zur Verfügung.

Mobilfunk

  • Der neue Mobilfunksendemast in Happerschoß ist Anfang März 2020 mit dem Mobilfunkstandards GSM und LTE im Telekom-Netz in Betrieb genommen worden. Die Versorgung durch andere Provider über diesen Mast ist angefragt.
  • Aufgrund der Verzögerungen beim geförderten Breitbandausbau durch die Telekom können evtl. im Einzelfall Internetzugänge über Mobilfunk zur Überbrückung eine Hilfe sein. Dazu können Sie auf den Versorgungskarten der Provider die Versorgungsmöglichkeit mit 3G oder LTE für Ihren Standort prüfen.

Ansprechpartner

Bei allen Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an den

  • Digitalisierungsbeauftragten (CDO) der Stadt Hennef
    und Leiter der städtischen Abteilung Digitalisierung und IT

    Wolfgang Rossenbach

    Tel.: 02242 / 888-226
    E-Mail: w.rossenbach(at)hennef.de

Aktuelle Breitband-Versorgung

Informationen über die Breitband-Versorgung in Hennef finden Sie auf den folgenden Portalen.

Vortrag der Infoveranstaltung

"Breitbandversorgung" in Hennef-Uckerath vom 25.6.2020