Kunst auf der Burg

Seit 2012 zeigen renommierte Bildhauer jeden Sommer ihre Werke in der sehenswerten Kulisse der Ruine der mittelalterlichen Burg Blankenberg. Kurator ist der Bildhauer (mit Stadt Blankenberger Wurzeln) Peter Grunewald. 2019 wird die Ausstellung vom 7. Juli bis zum 29. September stattfinden. Es stellen aus: Martina Clasen aus Siegburg, Roland Krämer aus Rösrath, Karl-Heinz Löbach aus Siegburg, Norbert Richert aus Sankt Augustin, Barbara Schmitz aus Bonn, Angelika Strobach aus Köln und Willi Reiche aus Wachtberg. Die Vernissage ist am Sonntag, dem 7. Juli, um 15 Uhr. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltet wie in den vergangenen Jahren der Multiinstrumentalist Jan-Philipp Tödte. Der Burggarten auf der Bastionsfläche, in dem auch Werke platziert werden, ist natürlich geöffnet, das Garten-Team ist ebenfalls anwesend! Die Werke sind für die Dauer der Ausstellung immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen. 

Die Künstler

Martina Clasen, geboren 1965 in Düsseldorf, aufgewachsen in einem drei Häuserdorf im Bergischen Land, bewegt das Thema Landschaft schon seit ihrer Kindheit: Landschaft ist ein immer wiederkehrendes Motiv, aber auch bindendes Element in ihren Arbeiten. Seit 2010 befasst sie sich außerdem intensiv mit den Erinnerungen, die in Kleidung und Alltagsgegenständen gespeichert sind. Seit Mai 2007 betreibt sie mit „Rosa Aussicht“ eine Werkstatt für Kunst und Kreativität für Kinder, Jugendliche und Familien, in ihrem in Siegburg.  „Kleidung als Träger unseres genetischen Codes und Teil unserer Persönlichkeit bildet den Ausgangsstoff für meine Installationen. Anlass für die Installation auf Burg Blankenberg ist ein gefundener einzelner Schuh, angespült auf einer Straße. Jeder Schuh birgt in seiner ganz eigenen Art, die Erinnerungen an einen unbekannten Menschen. Unsere Welt ist voll mit verlorenen Schuhen und ihren Geschichten.“ (www.rosa-aussicht.de)

Roland Krämer ist gelernter Schmiedemeister, (Lebens-)Künstler, Maler, Bildhauer, Musiker und betreibt mit seiner Frau Ma-La die Rösrather Kunstschmiede, wo seit über 20 Jahren immer wechselnde Ausstellungen zu sehen sind, so „Kunst in der Schmiede“, eine Sommerausstellung freier Künstlerkollektive.

Karl-Heinz Löbach, geboren 1957, hat nach einer Fotografenausbildung bis 1985 verschiedene fotografische Aufgaben wahrgenommen, beschäftigt sich seit 1982 mit Malerei und Plastik und hat seine Werke seit 1989 bei diversen Ausstellungen in Deutschland und im Ausland gezeigt. Seit 1991 arbeitet er als freischaffender Künstler, seit 1996 außerdem als Dozent für Bildhauerei. Löbach hat 2017 bereits schon einmal an Kunst auf der Burg mitgewirkt.

Norbert Richert ist 64 Jahre, lebt und arbeitet in Sankt Augustin und betreibt seit 2001 die Kunsthalle Hangelar. Seit 1998 hat er an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, so 1992 beim Skulpturenpark Michaelsberg in Siegburg, 1999 und 2000 im Schlosspark der GMD in Sankt Augustin oder 2007 beim Kunstverein Rhein-Sieg. Sein Werk „Stadttor“ ist seit 2001 Teil des Skulpturenwegs in Sankt Augustin, sein Werk „Wegweiser“ steht seit 2005 in Mewassereth Zion in Israel. Norbert Richert hat 2017 bereits schon einmal an Kunst auf der Burg mitgewirkt.

Barbara Schmitz ist Jahrgang 1968. Nach Ausbildung und Studium wandte sie sich 2005 der Kunst zu. Sie kreiert Stahlskulpturen und zeigt auf der Burg die „Via della donna“ (die Straße der Frauen). Barbara Schmitz hat 2018 bereits schon einmal an Kunst auf der Burg mitgewirkt. Im Frühjahr 2019 stellte sie zusammen mit anderen Künstlern im Kunstverein des Rhein-Sieg-Kreises aus und war bis Mai dieses Jahres auch im Frauenmuseum mit Arbeiten vertreten. Im August wird sie bei der Artlokal in Windeck zu sehen sein. Weitere Infos: www.eisenwelten.de.

Angelika Strobach, Bildhauerin und Malerin aus Köln, 1955 in Bielefeld geboren, hat Bildhauerei und Keramik, Malerei und illustrative Techniken studiert. Sie lebt und arbeitet in Köln. „Ein Künstler präsentiert seine Arbeit – ist erschöpft und abgearbeitet aber glücklich. Die Hunde schauen aus ihrer Sicht auf die Kunst. Das Spektrum reicht von intellektuell, neugierig, nachdenklich, sachlich bis naiv und uninteressiert. Andere wollen von dem ganzen Scheiß nix wissen. Sie kennen das alles schon und können es sowieso selber viel besser. Ja!“

Willi Reiche, Jahrgang 1954, Studium der Kunstgeschichte in Bonn, 1982 bis 1990 Geschäftsführer Grafische Werkstatt (Serigrafie) in Wachtberg, künstlerisch aktiv seit 1982. Seit 1998 konstruiert Reiche Kunstmaschinen mit mechanischen Bewegungsabläufen. Maschinen sind technische Arbeitsmittel, die bestimmte Arbeitsvorgänge erleichtern oder automatisieren. Nicht so bei den Kunstmaschinen von Willi Reiche: Sie produzieren nicht, sie nehmen keine Arbeit ab – aber sie erleichtern dennoch auf ihre ganz eigene Art das Leben. Reiches kinetische Objekte vermitteln mit spielerischer Leichtigkeit und humorvollen Inszenierungen Freude. Die sehr unterschiedlichen Kunstmaschinen zeichnen sich durch ihren besonderen Charme, schelmische Anspielungen und Ästhetik aus. Die meist lautlosen Bewegungsabläufe verbreiten Ruhe und eine kontemplative Stimmung. Seit 2017 betreibt Reiche eine Kunstmaschinenhalle (www.kunstmaschinenhalle.de), die auf Anfrage nach vorheriger Terminvereinbarung besucht werden kann. Hier sind zurzeit mehr als 30 Arbeiten zu sehen.

Jan-Philipp Tödte: Das musikalische Rahmenprogramm bei der Vernissage der Ausstellung „Kunst auf der Burg“ gestaltet wie schon 2017 und 2018 der Multiinstrumentalist Jan-Philipp Tödte aus Seelscheid. Auf einer erlesenen Auswahl exotischer und neuartiger Musikinstrumente, präsentiert er Stücke seines Solo-Programms TALKIN'MUSIC, bei denen er mehrere verschiedene Instrumente gleichzeitig bedient und somit auf eigentümliche Weise eine überraschende Klangvielfalt erzielt. Handgemacht, unplugged und echt. Weitere Infos: www.talkin-music.de.

Kunst auf der Burg ist - wie schon 2016, 2017 2018 - auch 2019 Teil des Rheinischen Kultursommers!



Die Fakten

  • Dauer: 7.7.-29.9.2019
  • Vernissage: Sonntag, 7. Juli, 15 Uhr
  • Ort: 53773 Hennef (Stadt Blankenberg), Burg Blankenberg
  • Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr
  • Parken: Wanderparkplätze an der Burganlage und am Katharinenturm (Anzahl begrenzt).
  • ÖPNV: S12, Ausstieg Haltepunkt Blankenberg. Fußweg nach Stadt Blankenberg ca. 20 Min.
  • Zur Kunst wandern: Burg Blankenberg liegt an der Etappe 3 des Natursteigs Sieg sowie am Erlebnisweg „Burgweg“. Infos: www.siegtal.com/natursteig-sieg
  • Veranstalter: Kulturamt der Stadt Hennef